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FAQ Energiestandards

Warum sollte man beim Hausbau auf einen guten Energiestandard achten?
Verursacht ein sehr guter Energiestandard nicht erheblich mehr Umweltbelastungen bei der Erstellung des Gebäudes?
Welche Kennzahlen geben Auskunft über den Energiestandard eines Gebäudes?  
Was ist ein Niedrigenergiehaus?  
Was versteht man unter KfW40- und KfW60-Häusern?  
Was ist ein Drei-Liter-Haus?  
Was ist ein Passivhaus?
Was ist ein Plusenergiehaus?  
Was ist der Energiebedarfsausweis oder der Energieausweis?  
Was ist ein "Blower Door Test"?  
Gibt es spezielle Empfehlungen für Allergiker?  
Welche Umweltzeichen gibt es für Baustoffe und Bauprodukte?  
Ist es besser mit Holz oder massiv zu bauen?  
Was ist von Erdwärmenutzung zu halten?  
Welche Wärmepumpen sind empfehlenswert?  

Warum sollte man beim Hausbau auf einen guten Energiestandard achten?

Der Bereich Bauen und Wohnen verursacht etwa ein Drittel der Gesamtumweltbelastungen durchschnittlicher privater Haushalte in Deutschland. Nur 15 Prozent dieser Umweltbelastungen werden durch den eigentlichen Bau der Wohngebäude verursacht, 85 Prozent aber durch deren Nutzung. Mit knapp 80 Prozent resultiert hier wiederum der Hauptanteil der Umweltbelastungen aus der Bereitstellung von Heizwärme, die weitgehend über den Energiestandard eines Gebäudes bestimmt wird.

Der Grund für diesen hohen Anteil liegt in der langen Lebensdauer von Wohngebäuden, sie werden in der Regel 80 Jahre und mehr genutzt. Beim Neubau eines Gebäudes werden daher die wesentlichen Weichen für dessen Energieverbrauch über viele Jahre gestellt.

Wenn man bereits zu Beginn auf eine energieeffiziente Bauweise achtet, kann man die Auswirkungen auf die Umwelt, aber auch die jährlichen Folgekosten für das Heizen sehr stark verringern.


Verursacht ein sehr guter Energiestandard nicht erheblich mehr Umweltbelastungen bei der Erstellung des Gebäudes?
Nein, denn der Energieaufwand für die Erstellung von Wohnhäusern macht nur etwa zehn bis 20 Prozent des Energieaufwandes aus, den ein Gebäude über die gesamte Lebensdauer verursacht.

Es ist zwar richtig, dass für die Herstellung eines Gebäudes mit einer besseren Wärmedämmung mehr Energie benötigt wird, als für den Bau eines weniger gut gedämmten Gebäudes mit einem schlechteren Energiestandard. Ein gut gedämmtes Gebäude spart jedoch über seine Nutzungszeit erheblich mehr Energie beim Heizen ein, als für den Mehraufwand an Dämmmaterial benötigt wurde. Das hat eine Untersuchung des Öko-Instituts gezeigt, in der der Energieaufwand mehrerer, unterschiedlich gedämmter Häuser über deren gesamten Lebensweg inklusive Herstellung und Nutzung miteinander verglichen wurde.

Die Ergebnisse der Untersuchung kann man hier herunterladen. 


Welche Kennzahlen geben Auskunft über den Energiestandard eines Gebäudes?
In der allgemeinen Literatur oder den Informationen von Anbietern findet man verschiedene Kennzahlen, die helfen können, den Energiestandard eines Gebäudes zu beurteilen und mit anderen Gebäuden zu vergleichen:

  • Der Jahresprimärenergiebedarf, ausgedrückt in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²*a), muss auf Basis der Energieeinsparverordnung (EnEV) nachgewiesen werden.
    Er berechnet sich aus dem Jahresheizwärmebedarf, dem Nutzwärmebedarf für die Warmwasserbereitung, den Energieverlusten der Wärmeversorgung sowie dem Energieverbrauch für die Bereitstellung der Energieträger. Die Gebäudenutzfläche nach EnEV dient dabei als Bezugsfläche.
    Ein niedriger Jahresprimärenergiebedarf kann sowohl über geringe Wärmeverluste der Gebäudehülle durch eine gute Dämmung als auch durch den Einsatz eines Heizsystems auf der Basis von erneuerbaren Energien, zum Beispiel Holz, oder den Anschluss an ein Nahwärmesystem erreicht werden.

  • Der Heizwärmebedarf, ausgedrückt in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²*a), ist diejenige Energiemenge, die das Heizsystem in einem Jahr bereitstellen muss, um ein Gebäude zu beheizen.
    Der Wert für den Heizwärmebedarf ist in der Regel geringer als der für den Jahresprimärenergiebedarf des gleichen Gebäudes, man darf deshalb den Heizwärmebedarf eines Gebäudes nicht mit dem Jahresprimärenergiebedarf eines anderen Gebäudes vergleichen.
    Bei der Einschätzung und dem Vergleich von Angaben zum Heizwärme- und Jahresprimärenergiebedarf muss darauf geachtet werden, welche Parameter in die Berechnungen einbezogen wurden: nur die Heizung, oder auch Warmwasser, oder sogar der Haushaltsstrom?
    Zudem können sich Angaben zum Energiebedarf pro Quadratmeter auch auf unterschiedliche Bezugsflächen beziehen – je größer die einbezogene Fläche, desto niedriger fällt das Ergebnis für den Energiebedarf pro Quadratmeter aus. In der Regel gilt: Bruttogeschossfläche > Gebäudenutzfläche > Nutzfläche > Wohnfläche > beheizte Wohnfläche.

  • Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt die Energiemenge an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von einem Quadratmeter eines Bauteils fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen um ein Grad Kelvin K unterscheiden. Je größer der Wärmedurchgangskoeffizient ist, umso schlechter ist die Dämmwirkung eines Bauteils. Die Einheit für den Wärmedurchgangskoeffizient ist W/(K*m²).
    Zur Orientierung: Im Passivhaus besitzen Außenwände und Dächer einen Wärmedurchgangskoeffizienten von unter 0,15 W/(K*m²), der gesetzliche Mindestwert nach EnEV liegt bei 0,45 bzw. 0,3 W/(K*m²). Die Fenster eines Passivhauses besitzen einen Wärmedurchgangskoeffizienten von unter 0,9 W/(K*m²), nach EnEV sind 1, 7 W/(K*m²) erlaubt.

Was ist ein Niedrigenergiehaus?

Der Begriff Niedrigenergiehaus ist nicht geschützt und seine Verwendung ist deshalb nicht einheitlich. Die Gütegemeinschaft Niedrigenergie-Häuser e.V. definiert solche Gebäude als Niedrigenergiehäuser, die 30 Prozent weniger Transmissions-Wärmeverlust haben als gesetzlich vorgeschrieben, also lediglich die heutige Energieeinsparverordnung erfüllen. Erreicht wird dies durch einen besseren baulichen Wärmeschutz rund um die gesamte Gebäudehülle.

Durch zusätzliche Anforderungen an die Haustechnik wird darüber hinaus der Heizwärmebedarf noch weiter verringert. Dies beinhaltet nicht nur Anforderungen an die Wärmedämmung der Regelflächen und Sonderbauteile, sondern auch an die Vermeidung oder Minimierung von Wärmebrücken, an eine mehr als nur normgerechte Luftdichtigkeit sowie an eine angepasste Heizung und Lüftung.


Was versteht man unter KfW40- und KfW60-Häusern?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt im Rahmen ihres Förderprogramms "Ökologisch Bauen" zinsgünstige Darlehen für den Neubau von besonders energieeffizienten Häusern. Darunter fallen so genannte KfW60-Häuser, die einen Jahresprimärenergiebedarf von weniger als 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter haben, sowie KfW40-Häuser mit einem Primärenergiebedarf von weniger als 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Auf Passivhäuser, die ebenfalls von der KfW gefördert werden, wird weiter unten eingegangen.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen der KfW erhält man unter www.kfw.de, zum Programm "Ökologisch Bauen" gelangt man hier.


Was ist ein Drei-Liter-Haus?

Ein Drei-Liter-Haus ist definiert als ein Gebäude, dessen Jahresprimärenergiebedarf nach Energieeinsparverordnung bei weniger als 34 Kilowattstunden pro Quadratmetern und Jahr liegt, was umgerechnet dem Energiegehalt von drei Litern Heizöl entspricht. Drei-Liter-Häuser können sowohl neu gebaute, als auch Häuser im Bestand sein, die auf den Drei-Liter-Standard hin saniert wurden. Heutige konventionell errichtete Einfamilienhäuser können im Vergleich dazu einen bis zu drei Mal so hohen Primärenergiebedarf aufweisen.

Häuser, deren Heizwärmebedarf bei 34 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt, haben einen höheren Jahresprimärenergiebedarf und entsprechen deshalb nicht der oben genannten Definition für Drei-Liter-Häuser. Dies ist umso verwirrender, da bis zum Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (2002) bei der Verwendung des Begriffs Drei-Liter-Haus noch der Bezug auf den Heizwärmebedarf üblich war. Da manche Hersteller noch diesen schlechteren Standard verwenden, muss man hier ein besonderes Augenmerk auf die Definition legen.


Was ist ein Passivhaus?

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in dem mit extrem geringem Energieaufwand und unter passiver Nutzung von Sonnenenergie über das ganze Jahr hinweg behagliche Temperaturen erreicht werden. Dies wird ermöglicht durch eine sehr gute Wärmedämmung, eine wärmebrückenfreie Ausführung, eine hohe Luftdichtheit, eine Lüftungsanlage mit niedrigem Stromverbrauch und effizienter Wärmerückgewinnung, eine effiziente Warmwasserbereitstellung und durch Haushaltsgeräte mit geringem Stromverbrauch.

Der Passivhausstandard gehört zu den strengsten Energiestandards. Um als Passivhaus zu gelten, muss die Einhaltung folgender Grenzwerte rechnerisch nachgewiesen werden:

  • Heizwärmebedarf < 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr

  • Jahresprimärenergiebedarf < 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Dieser Grenzwert erscheint auf den ersten Blick höher als für KfW40- und 60-Häuser bzw. Drei-Liter-Häuser. Bei Passivhäusern ist darin jedoch zusätzlich bereits der Primärenergiebedarf für die Warmwasserbereitstellung und den Haushaltsstrom enthalten.

  • Luftdichtigkeit n50 < 0,6 / Stunde. Der sogenannte n50-Wert gibt an, wie viel mal das Innenraumvolumen pro Stunde ausgetauscht wird. Ein hoher Wert bedeutet, dass die Luftdichtigkeit gering ist. Der Nachweis wird mit dem so genannten Blower Door Test erbracht.

Die Erfüllung des Passivhausstandards stellt erhöhte Anforderungen an den Planer. Als Unterstützung wurde deshalb vom Passivhaus Institut das Passivhaus Projektierungs-Paket (PHPP) entwickelt, mit dem sich die Energiekennwerte von Passivhäusern rechnerisch ermitteln lassen. Das PHPP ist beim Passivhaus Institut erhältlich.

Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung (DGFH) in München hat das Passivhaus Institut außerdem die Broschüre "Das Passivhaus - Energieeffizientes Bauen" mit weiteren Informationen zu Passivhäusern in Holzbauweise erarbeitet.


 

Was ist ein Plusenergiehaus?

Ein Plusenergiehaus ist ein hoch wärmegedämmtes Gebäude, das durch aktive Komponenten – in der Regel durch den Einbau einer Photovoltaikanlage – im Jahresdurchschnitt mehr Primärenergie produziert, als es selbst für Heizung, Warmwasserbereitung und Strom verbraucht.

Die Geschäftsstelle des Öko-Instituts befindet sich beispielsweise in einem solchen Plusenergiehaus.
Weitere Informationen zum Konzept Plusenergiehaus findet man hier.


 

Was ist der Energiebedarfsausweis oder der Energieausweis?

Der so genannte Energiebedarfsausweis muss gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) für alle neu errichteten Gebäude erstellt werden und wesentliche Energiekennzahlen des Gebäudes dokumentieren, insbesondere die spezifischen Werte des Transmissionswärmeverlusts, die Anlagenaufwandszahl* der Anlagen für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung, den Endenergiebedarf nach einzelnen Energieträgern und den Jahresprimärenergiebedarf.

* Die Anlagenaufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand und Nutzen eines gesamten Anlagensystems dar, zum Beispiel das Verhältnis von eingesetztem Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung. Je kleiner die Anlagenaufwandszahl ist, um so effizienter ist eine Anlage.

Der Energiebedarf ist nach dem in der EnEV angegebenen Verfahren zu berechnen. Der tatsächliche Energieverbrauch eines Gebäudes kann allerdings infolge des spezifischen Nutzerverhaltens vom berechneten Energiebedarf abweichen. Aufgrund des standardisierten Berechnungsverfahrens bietet der Energiebedarfsausweis jedoch die Möglichkeit, verschiedene Gebäude miteinander zu vergleichen.

Der Energiebedarfsausweis ist den zuständigen Behörden auf Verlangen vorzulegen und muss für Käufer, Mieter und sonstige Nutzungsberechtigte der Gebäude auf Anforderung einsehbar sein.

Die Energieeinsparverordnung wird aktuell überarbeitet. Nach dem Referentenentwurf von November 2006 sollen künftig auch Kauf- und Mietinteressenten das Recht haben, in den Energiebedarfsausweis, der dann Energieausweis heißen soll, einsehen zu können. Zudem muss der Energieausweis in Zukunft Vorschläge für energetische Verbesserungsmaßnahmen beinhalten. In der folgenden Abbildung ist dargestellt, wie ein Energieausweis gemäß Referentenentwurf aussehen würde

 

 

Was ist ein "Blower Door Test"?

Eine luftdichte Gebäudehülle ist eine der Voraussetzungen dafür, dass über die Gebäudehülle möglichst wenig Wärmeenergie verloren geht und das Gebäude wenig Heizwärme benötigt.

Mit dem so genannten Blower Door Test wird die Luftdichtigkeit eines Gebäudes bestimmt. Hierzu wird im Gebäude zunächst ein Überdruck und dann ein Unterdruck von 50 Pascal erzeugt und gehalten. Durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle kann Luft nachströmen. Im Test wird gemessen, welcher Luftstrom erforderlich ist, um den Druck gegen die nachströmende Luft zu halten. Gemessen wird damit der sogenannte n50-Wert (Einheit: 1/h), der angibt, wie viel mal das Innenraumvolumen pro Stunde umgesetzt wird. Bei einem Passivhaus muss die Luftdichtigkeit beispielsweise unter 0,6/h (n50-Wert) liegen.

Gibt es spezielle Empfehlungen für Allergiker?

Angesichts der zunehmenden Zahl an Menschen, die unter Allergien leiden, spielt dieses Thema auch beim Hausbau eine immer stärkere Rolle. Je nachdem, um welche Allergie es sich handelt – beispielsweise gegen Hausstaub, Blütenpollen oder bestimmte Baustoffe beziehungsweise deren Inhaltsstoffe – ist es sinnvoll unterschiedliche Maßnahmen zu ergreifen.

Ist beispielsweise der Einbau eines Zentralstaubsaugers zur Abmilderung einer vorhandenen Hausstauballergie geeignet? Inwiefern verschafft der Einbau eines Pollenfilters in die Lüftungsanlage eine Erleichterung, wenn man unter Heuschnupfen leidet? Auf die individuelle Situation abgestimmte Lösungen und daher eine gründliche Beratung durch den Fertighausanbieter sind hier unbedingt zu empfehlen.

Im Fall der Baustoffe ist es sinnvoll auf entsprechende Prüfsiegel zu achten, die einen geringen Schadstoffgehalt und geringe Emissionen aus den Baustoffen garantieren. Das bekannteste Prüfsiegel für ein komplettes Haus ist das Siegel "Allergiker-gerechtes ÖKO-Haus ALLÖKH" des Instituts für Umwelt und Gesundheit (IUG) in Fulda.

Welche Umweltzeichen gibt es für Baustoffe und Bauprodukte?

Sowohl die Herstellung als auch die Entsorgung von Baustoffen hat Auswirkungen auf die Umwelt: Es werden Rohstoffe und Energie benötigt, Emissionen werden frei und Abfälle entstehen. Umweltzeichen können hier als Entscheidungshilfe dienen, wenn man Produkte mit möglichst geringen Umweltauswirkungen auswählen und einsetzen möchte.

Die Broschüre "Umweltzeichen für Bauprodukte. Bauprodukte gezielt auswählen – eine Entscheidungshilfe" des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit Nordrhein-Westfalen (APUG) und die Internetseite Label-Online der Verbraucher-Initiative e.V. bieten einen Überblick und eine Bewertung der vorhandenen Prüfsiegel zu verschiedenen Bauprodukten.

Ist es besser mit Holz oder massiv zu bauen?

Sowohl in Holz- als auch in Massiv-Bauweise lassen sich qualitativ hochwertige und langlebige Wohngebäude erstellen. Ähnliches gilt für den Energiestandard: In beiden Bauweisen ist eine sehr gute Energieeffizienz bis hin zum Passivhaus möglich. Häuser in Holz-Bauweise können aber eher Luftundichtigkeiten aufweisen, wenn nicht sorgfältig genug gebaut wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle mit dem so genannten Blower Door Test zu überprüfen.

Auf der anderen Seite sind die Wände von Häusern in Massiv-Bauweise bei gleichem Wärmedämmstandard erheblich dicker als die von Holzhäusern, wodurch letztlich Fläche für den Wohnraum verloren geht.

Fragen zur Langlebigkeit und Werthaltigkeit von Holzhäusern beantwortet eine Studie der Universität Leipzig.


 

Was ist von Erdwärmenutzung zu halten?

Es zeichnet sich ab, dass beim Neubau von Wohngebäuden die Erdwärmenutzung eine zunehmende Rolle spielt. Grundsätzlich gibt es hierzu drei Möglichkeiten, die alle auf der Basis von Wärmepumpen funktionieren:

  • Erdwärmekollektoren,

  • Erdwärmesonden,

  • die Nutzung eines Grundwasserbrunnens mit Wiederversickerung.

Für eine möglichst ökologische und ökonomische Gestaltung der Erdwärmenutzung ist es wesentlich, dass die Anlagen genau an den Wärmebedarf des jeweiligen Gebäudes und an die örtlichen Gegebenheiten – wie Bodenbeschaffenheit, Grundwassersituation etc. – angepasst werden. Zudem ist vorab zu prüfen, inwiefern wasser- und bergrechtliche Genehmigungen erforderlich sind.

Eine pauschale Empfehlung dieser Technologie für jedes Bauvorhaben ist vor diesem Hintergrund nicht möglich.


 

Welche Wärmepumpen sind empfehlenswert?

Wärmepumpen bringen Wärmequellen von einem niedrigen auf ein höheres Temperaturniveau, so dass sie für die Raumheizung oder Warmwasserbereitung genutzt werden können. Als Wärmequellen können Außenluft, Grundwasser, Erdreich oder Abwärme, zum Beispiel die Abluft von Wohnungslüftungsanlagen, verwendet werden.

Wärmepumpen arbeiten besonders effizient, wenn die Wärmequelle konstant etwa 10 Grad Celsius hat und das Temperaturniveau der Heizung möglichst gering ist, zum Beispiel bei Fußbodenheizungen.

Für die Umweltverträglichkeit ist relevant, wie viel elektrischer Strom für den Betrieb der Wärmepumpe benötigt wird und in welchem Verhältnis dieser zur gewonnenen Wärme steht. Ein Kennwert dafür ist die so genannte Jahresarbeitszahl*. Ein hoher Wert bedeutet, dass im Verhältnis zum eingesetzten Strom viel Wärme gewonnen werden kann, der Betrieb der Wärmepumpe also wirtschaftlicher und umweltfreundlicher ist. Moderne Wärmepumpen sollten eine Jahresarbeitszahl von mehr als 3,5 besitzen. Die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe kann man beim Händler oder Hersteller erfahren.

* Das Verhältnis der über ein Jahr bereitgestellten Wärme zu dem für den Antrieb des Verdichters, für Hilfsaggregate und für die Erschließung der Wärmequellen eingesetzten Stroms wird Jahresarbeitszahl bezeichnet.