Counterzähler ohne Javascript

 

Der Innenausbau II

NEU!! Die Seite "Bedenken und Mängel" ist online, siehe links im Menü, und wird nach und nach mit Inhalten gefüllt!
20.08.07
21.08.07
22.08.07
23.08.07
24.08.07
27.08.07
28.08.07
29.08.07
30.08.07
31.08.07
01.09.07
03.09.07
04.09.07
05.09.07
06.09.07
07.09.07

08.09.07
11.09.07
12.09.07
14.09.07
18.09.07

19.09.07
20.09.07

 

23.09.07
24.09.07
26.09.07
30.09.07
02.10.07
10.10.07
11.10.07
12.10.07
16.10.07
20.10.07
22.10.07
31.10.07

 

04.11.07
09.11.07
10.11.07
12.11.07
23.11.07
24.11.07
05.12.07
06.12.07
07.12.07
08.12.07
12.12.07
20.12.07

 

23.12.07
29.12.07
06.01.08
07.01.08 13.01.08 14.01.08


Hier geht´s zurück zur Seite Innenausbau I.

Für eine größere Darstellung der Fotos einfach draufklicken. 

20.08.2007:



Nur um sich das noch einmal zu verdeutlichen: Heute vor 17 Tagen wäre die Abnahme gewesen. Ob diese Woche alle Arbeiten und Nachbesserungen abgeschlossen werden kann ich irgendwie nicht glauben. Die Fliesenleger sind heute nicht, wie vorher angekündigt, erschienen.

 


 


Statt dessen müssen irgendwann die Treppenbauer da gewesen sein. Seitens der Bauleitung hieß es immer, die Treppenstufen müssten noch aufgedoppelt werden um einen Höhenunterschied zwischen der belegten Treppe und dem Treppenaustritt zu vermeiden. Stellt sich die Frage warum dann bereits das Brüstungsgeländer montiert wird, wenn noch gar nicht klar ist wie hoch die Stufen werden.

 

 



21.08.2007:



Heute vor 18 Tagen wäre die Abnahme gewesen. Kurz vor Mittag  war unser Tischler vor Ort um das Brüstungsgeländer in Augenschein zu nehmen und um die Problematik  mit dem Höhenunterschied zwischen der Austrittstufe und dem Estrich im DG hinsichtlich des Fußbodenbelages zu besprechen. Er schlägt vor die Austrittsstufe auf das gleich Niveau wie den Estrich zu bringen und dann das Laminat darüber zu verlegen was wir für den Bereich der Empore vorgesehen haben.

 


Hinsichtlich des Treppengeländers monierte er das, was mir als Erstes aufgefallen war. Nur die oberen Kanten des Handlaufes sind gebrochen, also rund geschliffen worden. Alle anderen Kanten und Ecken sind zwar leicht angefast worden, sind jedoch noch richtig scharfkantig. Das finde ich optisch suboptimal. Zudem werden die Kids sofort ein Loch im Kopf haben wenn sie vor solch eine scharfe Kante baseln. Hier wird unser Tischler also noch mal aktiv werden müssen.

 


Beim Anbau des Treppengeländers ist an einigen Stellen der Estrich weggebrochen.

Gegen Mittag erschien zu einem erneuten, dem so glaube ich 5. Nachbesserungsversuch, ein Mitarbeiter der Firma, die den Estrich eingebracht hat. Es war für mich ein neues Gesicht. Er ersetzt den Kollegen, der zuvor mehrmals hier war. Dieser arbeitet angeblich nicht mehr für die Firma.

 


 


Nach dem ich ihm klar gemacht hatte, dass nicht nur die Riesendelle im Estrich gespachtelt werden müsse sondern auch die Austrittsstufe auf das gleiche Niveau gebracht werden muss, begann er die Dehnungsfugen zwischen Estrich und Austrittsstufe freizulegen. Sie waren durch den aufgebrachten Fließestrich vollgelaufen. Außerdem war der Fließestrich die Stufen hinuntergelaufen. Unten rechts im Bild sieht man einen dicken Versatz. Hier stand ein Karton Fliesen der das Zeugs hier aufgestaut hat. 

 



So sah dann die mit Fließestrich nachgebesserte Austrittsstufe aus. Nun ja, nicht das es mir unangenehm wäre einen 6. Nachbesserungsversuch zu fordern (irgendwann bekommt ja so eine Art von Routine darin, die solche Gefühle eher in den Hintergrund drängt) aber irgendwann ist man es auch leid. Irgendwann will man ja auch mal FERTIGWERDEN!! Diese seltsame Stufenkante bessere ich dann halt irgendwann mal selbst mit Fliesenkleber oder so aus.

 


Irgendwann will man ja auch nicht mehr diesen DRECK, der überall herunterläuft, im Haus haben.

Kurze Geschichte am Rande: der neue Mitarbeiter scheint noch nicht so recht zu wissen, zu was seine Kollegen so fähig sind. Er behauptete steif und fest, so blöde könne ja niemand sein, dass er den Estrich stumpf vor die Antrittsstufe legt ohne einen Randdämmstreifen davor zu legen. So etwas hätte er in 22 Jahren Berufserfahrung nicht erlebt. Von sich aus bot er eine Wette um einen Kasten Bier an. Seiner Meinung nach befände sich dort selbstverständlich ein Randdämmstreifen. Ich nahm die Wette gerne an und wies darauf hin, dass ich am liebsten Hefeweizen trinke. Rechts das Bild, aufgenommen am Tag der Estrichlegung.

Nachdem er eine Fliese losgeschlagen hatte kloppte er noch ziemlich lange unter der Treppe liegend in den Estrich hinein. Was er nicht fand war ein Randdämmstreifen. Irgendwann kam er schwitzend hervor und drückte mir 20 Euro für einen Kasten Bier in die Hand. Er tat mir ja auch leid. Letztendlich bezahlte er mit Schweiß und Barem die Bornierheit seiner neuen Kollegen. Aber irgendwann verliert auch der Bauherr alle Skrupel: na klar steckte ich den Zwanni ein. Offensichtlich hatte er danach die Schnauze voll. Er telefonierte und kündigte an, dass morgen eine Kollege von ihm den fehlenden Randdämmstreifen einbauen würde. Die arbeiten offensichtlich im TEAM: Toll Ein Anderer Macht´s! Von dem Zwanni bestelle ich morgen die Ablaufgarnitur für die EG-Dusche.

Wie sagt man so schön: Was lange währt, wird endlich gut. Am 14.06. das erste mal bemängelt und heute, 68 Tage später, wird der Mangel, nach mindestens drei gescheiterten Nachbesserungsversuchen, wenigstens teilweise behoben: Die Schallschutz-Sets der Firma Uponor, die ich dem Bauleiter empfohlen hatte, wurden heute installiert.



Eben nur teilweise, weil die Wandscheiben in den Bädern bereits verfliest sind. Mit vertretbarem Aufwand lassen sich deshalb nur die Aufputz-Armaturen nachbessern. Tja, ein bisschen Schwund ist immer.

Und auch das von mir gewünschte Thermostatventil für die Heizungsrohre auf dem Spitzboden wurde heute montiert. In der letzen Woche hatte mich der Bauleiter der ausführenden Firma deshalb noch einmal  angerufen um das Ding, zwei Monate nach der ersten Beanstandung. Ja is denn heit scho Weihnochten? Die Isolierung gefällt mir aber noch nicht so richtig.



Die Fliesenleger haben heute den Fußboden im DG-Bad gelegt. Morgen wird noch verfugt und dann sind sie durch.



Vorher haben sie auf meinen Wunsch noch einige Höhenunterschiede im Estrich mit Fliesenkleber gespachtelt. Der Fliesenleger meinte, das sei im Toleranzbereich. Tolerierbar nach DIN sind 4 mm Unterschied auf einen Meter Länge.


Auf dem Bild sieht man die bereits eingezeichnete Linie auf den Wandfliesen die das Niveau des Rohrkastens markieren sollte. Auf meinen Wunsch hin wurde der Rohrkasten gekürzt. Zum einen finde ich es so optisch schöner, zum anderen kann die Luft am Heizkörper besser zirkulieren.

Der Rohrkasten wurde an der Wand und auf dem Estrich mit Silikon angeklebt bevor er befliest wurde. Der Fliesenleger meinte, so würden Spannungen abgefangen, die entstehen wenn der Estrich sich ausdehnt. Auch dann wenn die Kinder darauf rumturnen würden bleibe die Silikonklebenaht stabil. Nun ja, es käme auf einen Versuch an. 

 

 



22.08.2007:



Heute vor 19 Tagen wäre die Abnahme gewesen.

Morgens um 9 rief die Firma Gebäudereinigung Kasparek an. Sie kommt Montagmorgen um 8 Uhr um die Fenster zu putzen. Stellt sich mir spontan die Frage, wie man ohne Armaturen warmes Wasser zapfen will. Zum Glück bin ich kein Bauleiter, vielleicht putzen die ja auch mit kaltem Wasser.

Irgendjemand ist da gewesen und hat diverse Löcher in der Unterspannbahn im Spitzboden geflickt. 



Ansonsten ist nichts passiert. Weder die Fliesenleger noch die Estrichleger sind heute wie angekündigt erschienen. Ich habe Gesprächsbedarf und bitte deshalb den Bauleiter morgen zu einem Termin auf die Baustelle.

Ich hatte bei der Einweisung in die Bedienung des Drufi, der Heizkörperentlüftung, etc. den Heizungsbauer gefragt, ob es denn sein kann, dass die Leckwasserrohre bis in den Trichter hinein geführt werden dürfen. Es erschien mir sinnwidrig, denn so erfüllt diese Installation nicht seinen Zweck. Man muss doch SEHEN können ob und welche Leckwasserleitung tropft. 

So sieht man das jedenfalls nicht. Wenn das erlaubt sein soll hätte man die Rohre doch gleich in den daneben liegenden Abfluss hängen können. Es hätte zwei Minuten gedauert die Rohre zu kürzen. Er antwortete, dass wäre so ok. Jetzt wird er noch einmal kommen müssen.



Das ist der Druckausgleichsbehälter für die Soleflüssigkeit. Bei einem Druck von mehr als drei Bar macht das Ventil (das Ding mit dem roten Deckel) auf und es spritzt  Soleflüssigkeit heraus. Im schlimmsten Fall bekäme man die ins Gesicht da das Ventil auf Augenhöhe montiert ist. Auch wenn die Flüssigkeit nicht in den Gulli geleitet werden darf so gehört dort ein Rohr montiert um wenigstens einen Eimer drunter stellen zu können.



Zudem fehlt an diesem Ausgleichbehälter die verplombte Endkappe. Das Ding müsste so aussehen wie rechts im Bild.


Und hier ein Planungsfehler: das erste Stück Rohr nach dem Wasserzähler muss auf einer bestimmten Strecke horizontal verlaufen. Die Länge dieser sog. Ruhestrecke ist abhängig von Bauart und Rohrdurchmesser des Wasserzählers. Hier ist es definitiv zu kurz. Diese Ruhestrecke soll Verwirbelungen im Wasserdurchfluss verhindern die auf die Zählgenauigkeit des Zählers Einfluss haben können. Ich schätze mal, das wird aufgrund beengter Platzverhältnisse in jedem zweiten Neubau falsch gemacht.

Der Abstand zwischen Fliese und Wasserrohr (ist dort überhaupt ein Abstand?) ist zu gering. Bei Temperaturschwankungen wird sich das Rohr ausdehnen und wieder zusammenziehen. Dabei wird es an der Fliese scheuern.



Die WC-Betätigungsplate im DG sitzt schief. Auf die Idee, in den Spülkasten hineinzuschauen kommt auch nur ein gelernter Heizi. In beiden Spülkästen liegen Mörtelreste drin. Die müssen rausgesaugt werden bevor das Ding in Betrieb geht. Kleinste Krümel unter der Silikondichtung im Spülkasten und aus dem Kasten würde ständig Wasser abfließen. Zudem ist der Kasten von oben mit Bauschaum eingeschäumt worden. Immer wenn das Wort "Bauschaum" fällt sollten beim Bauherrn die Alarmglocken schrillen. Meiner Meinung verwendet man Bauschaum höchstens um Fenster und Türen einzusetzen, alles andere ist oft nur ein Kompromiss oder gar Murks. Das Volumen von Bauschaum verdreifacht sich bis er richtig trocken ist. Und genau deshalb darf man keine Spülkästen damit einbauen. Das Kastengehäuse, aus dünnem Kunststoff, wird durch den Schaum in alle möglichen Richtungen zusammengedrückt. Das Ergebnis sind oft nicht mehr schließende Ventile oder Abläufe.  



Und wer legt sich auf den Boden um die Silikonfuge unter dem Duschwannenrand zu prüfen? Auf die Idee kann nur ein Heizi kommen. Die Fuge ist auf einer Länge von zwei mal 40 cm abgerissen.


Wenn man wie ich keine Ahnung hat sieht das harmlos aus. Ein flexibler Schlauch verbindet dauerhaft zwei Rohre, getrennt von zwei Kugelventilen. Das ist de facto eine Ordnungswidrigkeit die der Betreiber der Anlage, also ich, verantworten muss. Es geht um den Schutz von Trinkwasser durch verschmutztes Wasser. Der Schlauch ist ein sog. Befüllschlauch. Das heißt, dass hier Trinkwasser in die Heizungsrohre eingefüllt wird wenn die Heizungsanlage Wasser verliert oder gewartet wird bis ein bestimmter Druck in der Heizungsanlage erreicht ist. Das entsprechende Manometer liegt auf der anderen Seite der Wärmepumpe, man müsste also flink hin und her springen um es abzulesen und gleichzeitig die Ventile zu bedienen. Aber das ist ein anderes Thema.  An den Ventilen sitzen keine Rückflussverhinderer so das Heizungswasser (Flüssigkeit der Kategorie 3 der DIN EN 1717) in die Trinkwasserinstallation fließen kann. Das verbietet die Trinkwasserverordnung. Der Wasserversorger müsste die Anlage still legen, von der Wasserversorgung abklemmen.

Ich erinnere mich und zitiere aus der Seite des Massivhaus-Herstellers: "Jedes unserer Systemhäuser ist von DIN CERTCO zertifiziert, und zwar jedes Detail sowie sämtliche Materialien und Verarbeitungen, also alles, was aufgewandt wird, um ein Viebrockhaus zu bauen. Diese Vorgehensweise ist absolut einzigartig. Jedes Einzelteil entspricht höchsten Qualitätsansprüchen. Es ist somit abgesichert, dass auf Ihrer Baustelle nicht „irgendetwas“ gemacht wird, sondern jeder Handgriff erfolgt nach DIN-Standard. Als Folge wird Ihr massives Haus geplant und gebaut nach DIN."

Einzigartig ist beispielsweise dieses Gerät. Die Befüllkombi BA 6628 der Firma Syr kostet ca. 150 € brutto. Die FüllCombi BA 6628 dient dem automatischen Be- und Nachfüllen von Warmwasser- Zentralheizungsanlagen entsprechend DIN EN 12828. Gemäß DIN EN1717 wird sie fest mit der Trinkwasserleitung verbunden. Sinkt der Versorgungsdruck während des Füllvorgangs unter den Druck der Heizungsanlage, unterbindet der in der FüllCombi eingebaute Systemtrenner BA (zulässig bis einschließlich Flüssigkeitskategorie 4) das Zurückfließen des Heizungswassers in die Trinkwasserleitung. Auch Heizungswasser mit Inhibitoren (Korrosions- und Frostschutzmittel) lässt sich mit Hilfe der FüllCombi BA fest mit der Trinkwasserinstallation verbinden, dadurch entfällt der bisher übliche Schlauchanschluss. 



Durch diesen Schlauch wird Kondenswasser aus dem Nibe-Abluftmodul in den Leckwassertrichter geführt. Er wurde mit Kabelbindern montiert. Das ist nicht fachgerecht.

Und hier ein weiterer Nachteil wenn ein Bau in Windeseile fertiggestellt werden muss. Die Wärmepumpe wurde bereits geliefert als noch nicht mal die Decke auf dem EG lag. Sie wurde aufgestellt bevor der Estrich gelegt wurde. Deshalb wurde sie auf diesem in der Höhe justierbarem Stahlpodest montiert. Das Podest liegt unter OKFF (Oberkante Fertigfliese). Beim Nasswischen wird sich dort das Wasser zuerst ansammeln.

Beim Wasserzapfen am Waschmaschinenanschluss fielen mir schwarze Schmutzpartikel im Wasser auf. Auf meine Frage am Tag der Heizungsfeinmontage behauptete der Heizungsbauer er habe die Trinkwasseranlage gespült. Stellt sich die Frage, mit was er gespült haben will. Als er weg war zeigt die Wasseruhr 0,00 m³ an. Das kann nicht sein wenn man durch jede Wasserentnahmestelle einzeln jeweils 5 Minuten lang Wasser durchjagt. Schmutzpartikel beeinträchtigen neben gesundheitlichen Aspekten die keramischen Dichtungen der Armaturen, können sie sogar irreparabel zerstören.



Und welche Bewandnis diese Konstruktion hat weiß wohl nur sein Erbauer. Ein Stück Pappe als Randdämmstreifen? Wieso hat er es nicht weggelassen? Die nur zwei Millimeter Dehnungsfuge, die die Pappe abdeckt, sind doch an zig anderen Stellen auch vorhanden.

Unter der zukünftigen Duschwanne im EG, die wir in Eigenleistung erbringen, fiel mir irgendwann dieses NYM-Kabel auf. Der Bereich der Dusche liegt in der Schutzzone 0, er ist gefahrtechnisch gesehen der sensibelste Bereich im Haus. Hier haben Kabel nichts zu suchen. Das ist nicht fachgerecht. Wir werden das Kabel irgendwie verarzten wenn mein Bruder die Duschwanne einsetzt. Diese ist aus Keramik. Keramik ist übrigens der beste Isolator gegen Strom. Nicht umsonst wurden früher die Strommasten mit Isolatoren aus Keramik ausgerüstet.


Apropos Duschwanneneinbau: Heute ärgere ich mich darüber damals auf den Heizungsbauer gehört zu haben, der die Fußbodenheizung installierte. Er bestand darauf für die Duschewanne mit der Größe 90x90 cm einen Bereich im Estrich auszusparen, der 93x93 cm groß ist.

Das Ergebnis sieht man hier: Die Fliesen werden bis zu 1 cm vor den Wannenrand laufen. Sie überragen den Estrich und die darunter liegende Styropor-Dämmung um zwei bis drei cm.  Die Fliesenleger mussten Wedi-Elemente darunter kleben um den Fliesen genug Auflage zu bieten. 

 





Und hier kann man sehr schön erkennen wie wichtig eine vernünftige Wärmedämmung auf der Bodenplatte ist. Im Bereich der Duschwannenaussparung liegt noch keine Wärmedämmung, hier haben wir eine klassische Wärmebrücke. Auf der Bodenplatte wurde lediglich einen Bitumenschweißbahn aufgebracht. Zwischen den beiden Aufnahmen liegen genau drei Tage. Je nach Luftfeuchtigkeit im Haus bildet sich mal mehr (rechtes Foto) oder mal weniger (linkes Foto) Kondensat auf der Schweißbahn. Heute wiederum, zwei Tag nach der letzen Aufnahme, ist dieser Bereich wieder völlig abgetrocknet. Fazit: Auch unter der Duschwanne muss eine vernünftige flächendeckende Dämmung eingebracht werden. Ist die Wanne erst einmal eingebaut würden hier Schimmelpilze wuchern.

 



23.08.2007:



Heute vor 20 Tagen wäre die Abnahme gewesen.

Außer einem Bauleitertermin, im Rahmen dessen die oben genannten Beanstandungen notiert wurden, ist nicht viel passiert auf der Baustelle.

Die von Nibe beauftragte Kundendienstfirma will morgen die Heizungseinweisung vornehmen.

Dann noch eine böse Überraschung: das eingebaute Wohnungslüftungsmodul mit Wärmerückgewinnung (Nibe, FLM 40) hat keine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik. Das teilte mir heute Nachmittag telefonisch ein Mitarbeiter der Firma Nibe aus Celle mit. Diese Zulassung ist jedoch Voraussetzung für die Auszahlung der Zuwendung in Höhe von 1.000 €, die uns von der Bezirksregierung Arnsberg aus dem Programmbereich Breitenförderung des REN-Programms zugesagt wurde.

Und genau damit hatte der Verkäufer Dr. von Hausbau Bethel doch uns gegenüber geworben! Das finde ich ziemlich bescheiden. Damit hatte sich der heutige Tag mental für mich erledigt. Nicht, weil wir die 1.000 € nicht bekommen werden, sondern weil ich daran erinnert wurde auf diesen windigen Verkäufer hereingefallen zu sein. Ja, ich bin nachtragend. Ja, ich werde nicht gern an meine Fehler erinnert.

Dazu im folgenden die Ausführungen von der Homepage des Deutschen Instituts für Bautechnik:

Was ist eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung?


Eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist der Nachweis der Verwendbarkeit eines nicht geregelten Bauproduktes oder einer nicht geregelten Bauart nach den Landesbauordnungen (§§ 18 Abs. 1 und 21 Abs. 1 Musterbauordnung [MBO]).

Bauprodukte und Bauarten sind verwendbar, wenn bei ihrer Verwendung die baulichen Anlagen
bei ordnungsgemäßer Instandhaltung
während einer dem Zweck entsprechenden angemessenen Zeitdauer

die Anforderungen der Landesbauordnungen oder aufgrund der Landesbauordnungen erfüllen und gebrauchstauglich sind (§ 3 Abs. 2 MBO).

Zu diesen Anforderungen gehören vor allem
Standsicherheit
Schutz gegen schädliche Einflüsse
Gesundheitsschutz und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen
Brandschutz
Wärme-, Schall- und Erschütterungsschutz
Verkehrssicherheit.


Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden (§ 3 Abs. 1 MBO).


Nicht geregelt bedeutet, dass

es für ein Bauprodukt allgemein anerkannte Regeln der Technik oder Technische Baubestimmungen (technische Regeln für die Planung, Bemessung und Konstruktion baulicher Anlagen und ihrer Teile) nicht gibt (§ 17 Abs. 3 MBO) oder

es für ein Bauprodukt in der Bauregelliste A zwar bekannt gemachte technische Regeln gibt, das Bauprodukt aber von diesen technischen Regeln in der Bauregelliste A wesentlich abweicht (§ 17 Abs. 3 MBO) oder

es für eine Bauart allgemein anerkannte Regeln der Technik nicht oder nicht für alle Anforderungen gibt (§ 21 Abs. 1 MBO) oder

es für eine Bauart von den obersten Bauaufsichtsbehörden eingeführte Technische Baubestimmungen zwar gibt, die Bauart aber wesentlich von den Technischen Baubestimmungen abweicht (§ 21 Abs. 1 MBO).


Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen erteilt nur das DIBt.

In welchen Fällen wird eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erteilt?


Eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für ein Bauprodukt kann erteilt werden, wenn

das Bauprodukt von den in der Bauregelliste A Teil 1 bekannt gemachten technischen Regeln abweicht, es sei denn, für den Abweichfall ist die Erteilung eines allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses vorgesehen.

es für das Bauprodukt keine allgemein anerkannten Regeln der Technik gibt. Es sei denn, das Produkt ist in der Liste C der Produkte mit untergeordneter Bedeutung aufgeführt; Bauprodukte der Liste C müssen keine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung haben.

es für das Bauprodukt keine technischen Regeln für die Planung, Bemessung und Konstruktion baulicher Anlagen und ihrer Teile gibt (Technische Baubestimmungen).

ein Bauprodukt, das die CE-Kennzeichnung nach Vorschriften zur Umsetzung sonstiger Richtlinien (Richtlinien der neuen Konzeptionen wie die Maschinenrichtlinie, die Niederspannungsrichtlinie, die Gasgeräterichtlinie, die Medizinprodukterichtlinie mit Ausnahme der Bauproduktenrichtlinie) trägt, die nicht die wesentlichen Anforderungen aus dem Bauproduktengesetz an die Brauchbarkeit von Bauprodukten berücksichtigen. Diese werden in der Bauregelliste B Teil 2 mit aufgeführt.

die Bauart von den (von den obersten Bauaufsichtsbehörden) eingeführten Technischen Baubestimmungen wesentlich abweicht.

es für die Bauart keine allgemein anerkannten Regeln der Technik gibt.

Ok, das muss man nicht verstehen. Ich auch nicht, das kann niemand wirklich erwarten. Dafür gibt es externen Sachverstand. Hierzu noch ein Artikel aus der Zeitschrift Haus+Garten online  einem Dienst der Zeitschrift DAS HAUS (info@haus.de) aus dem Internet Magazin Verlag.

 



24.08.2007:



Heute vor 21 Tagen wäre die Abnahme gewesen, die garantierte Bauzeit verlängert sich entsprechend. Unser Drei-Monats-Haus scheint ein Vier-Monats-Haus zu werden. 

Trotzdem scheint das niemanden wirklich zu stören. Heute erschien erneut niemand um den fehlenden Randdämmstreifen wie angekündigt nachzubessern.

Dafür erfolgte heute die Einweisung in die Heizungsanlage durch eine Nibe-Kundendienstfirma aus dem Sauerland. Der Firmenchef persönliche nahm die Anlage im Betrieb. Bisher war sie nur über den Heizstab betrieben worden um den Estrich trocken zu heizen. Daneben stellte er an jedem Abluftventil die passenden Volumenströme ein. Eine entsprechende Berechnung für die einzelnen Räume hatte die Firma Nibe hierfür erstellt. Leider wollte er mir die Daten nicht aushändigen. Deshalb werde ich sie direkt bei Nibe anfordern. Spätestens wenn die Einstellungen bspw. beim Filterreinigen etc. versehentlich verändert werden, werde ich die Daten benötigen.

Im Rahmen der Einweisung in die Heizungsanlage wurde ein weiterer Mangel deutlich. Im Werkvertrag ist geregelt, dass für Wasserentnahmestellen, deren Leitungswege zur Wärmepumpe länger als 5 m sind, eine Zirkulationsleitung installiert wird. Bei uns ist das bei allen Wasserentnahmestellen der Fall. Diese Zirkulationsleitung bewirkt, dass sofort warmes Wasser aus den Dusch- und Waschtischarmaturen kommt sobald man den Hahn öffnet. Das fanden wir sehr komfortabel da wir derzeit bis zu einer Minute Wasser verbrauchen bis das warme Wasser fließt. Diese Zirkulation wird über eine Zeitschaltuhr gesteuert um beispielsweise nachts Energie sparen zu können.

Ich war bis heute davon ausgegangen, dass diese Steuerung über die Wärmepumpe vorgenommen wird. Tatsächlich ist versäumt worden diese Zirkulationsleitungen zu installieren. Jetzt da der Estrich liegt, Fliesen gelegt sind, etc. wird man das kaum nachholen können. Mich schockt hier inzwischen gar nichts mehr. 

 



27.08.2007:



Heute vor 24 Tagen wäre die Abnahme gewesen, die garantierte Bauzeit verlängert sich entsprechend. Unser Drei-Monats-Haus scheint ein Vier-Monats-Haus zu werden. 

Zum Thema fehlende Zirkulationsleitung meinte der Bauleiter heute, dass diese nur dann installiert werde, wenn keine 2-Liter-Technik verbaut wird. Als Grund nannte er den höheren Stromverbrauch durch die Zirkulationspumpe. Die Begründung finde ich ziemlich schwach. Zum einen ist die Zirkulation Bestandteil der Baubeschreibung, zum anderen lässt sich der Stromverbrauch durch die Steuerung über eine Zeitschaltuhr reduzieren. Im übrigen verbraucht eine Zirkulationspumpe in Verbindung mit einer herkömmlichen Gas-Therme genau so viel Strom wie in Verbindung mit einer Wärmepumpe. Und überhaupt: wieso lässt man nicht einfach den Bauherrn selbst entscheiden ob er hierfür Strom aufwenden will oder nicht. Aus meiner Sicht ist das nicht nur eine Maßnahme um Kosten zu sparen sondern auch um das Produkt Wärmepumpe hinsichtlich ihrer Jahresarbeitszahl* besser darstellen zu können.
* Das Verhältnis der über ein Jahr bereitgestellten Wärme zu dem für den Antrieb des Verdichters, für Hilfsaggregate und für die Erschließung der Wärmequellen eingesetzten Stroms wird Jahresarbeitszahl bezeichnet.

Dann waren heute den ganzen Tag vier Mitarbeiter der Gebäudereinigung Kasparek im Einsatz um die Fenster, Rahmen und Rollläden beidseitig zu putzen. Abends habe ich alle Fenster auf Beschädigungen. etc. in Augenschein genommen. Das Küchenfenster hat tiefe Macken am Fensterrahmen. Der Bauleiter glaubt, dass es nicht ausreichen wird hier nur zu schleifen. Der Flügel wird wohl ausgetauscht werden.



Zwei von mir beauftragte Elektriker haben heute nochmals den Erdungswiderstand des Fundamenterders gemessen. Von Hausbau Bethel lagen mir ja inzwischen zwei unterschiedliche Schreiben vor. In dem einen wurde gesagt, dass die Funktion nur eingeschränkt gegeben sein, in dem anderen wurde ein gemessener Wert genannt, der völlig in Ordnung ist. Zunächst wurde ein Hilfserder in ca. 30 m Entfernung in den Boden eingeschlagen. So entsteht ein Spannungstrichter mit Hilfe dessen der Widerstand gemessen werden kann. Ergebnis: alles i. O. Verwendet wurde das Prüfgerät Profitest 0100S.



Auf ein Mängelfax des Bauleiters an die Trockenbaufirma erschien heute ein Firmenmitarbeiter um die Bodeneinschubtreppe nachzubessern. Mir war das noch gar nicht aufgefallen: Sie machte beim Schließen hässliche Geräusche. 

Der 6. Nachbesserungsversuch der Estrichlegerfirma: Heute erschien hoffentlich zum letzten Mal ein Mitarbeiter der Firma, die den Estrich gelegt hat. Er holte den fehlenden Randdämmstreifen an der Antrittsstufe nach. Hierfür musste er sich unter die Treppe legen,  die Fliesen losschlagen um dann den Streifen und Schnellestrich einzubringen. Der Bauleiter wird nun die Fliesenleger noch einmal bitten in diesem Bereich die Fliesen zu erneuern.  



Dann habe ich heute Secur Strips bestellt. Das sind weiße einseitig klebende PE-Streifen die die Montage von Sanitär-Keramik erleichtern. Sie dämmen den Schall und ermöglichen eine besonders saubere Silikonversiegelung.



 



28.08.2007:



Heute vor 25 Tagen wäre die Abnahme gewesen, die garantierte Bauzeit verlängert sich entsprechend. Unser Drei-Monats-Haus scheint ein Vier-Monats-Haus zu werden. 

Auf meine Bitte hin wird der Bauleiter noch diese Woche den Blower-Door-Test terminieren. Dieser wird von Ingenieur-Büro Windmöller durchgeführt.  Das gleiche Büro beschäftigt sich übrigens mit der Statik der Dreiecksfenster in den Giebelwänden. Beim Mauern der Fensterstürze für die Dreiecksfenster kamen mir Bedenken, die der Maurer damals nicht ausräumen konnte. Das Argument "Das machen wir immer so" überzeugt mich inzwischen nicht mehr. Unsere Sachverständige war auch nicht überzeugt. Sie hat daraufhin zunächst einen Statiker um Prüfung gebeten und anschließend Bedenken bei Hausbau Bethel angemeldet. Hausbau Bethel hat daraufhin das Ingenieur-Büro mit der Prüfung beauftragt.

Konkret geht es um die Stabilität der Fensterstürze. Ich habe mal versucht das Problem anhand einer Zeichnung darzustellen. Die grünen Porenbetonstürze liegen übereinander, dass heißt, der linke Sturz übt auch Kräfte auf den rechten Sturz aus. Die gesamte Giebelwand steht nur auf der EG-Decke. Verbindungen zur Dachhaut gibt es nicht. 



Offensichtlich liegt bei Viebockhaus kein rechnerischer Nachweis vor. 



 



29.08.2007:



Heute habe ich festgestellt, dass ca. die Hälfte der gelieferten Laminatmenge Farbspuren von  Kanten-Imprägnierung aufweist. Holz-Speckmann hat daraufhin den Hersteller kontaktiert, dort schien das Problem nicht unbekannt zu sein. Parador schickt kommenden Montag Ersatz.

Vormittags muss ein Heizungsbauer da gewesen sein. Es roch nach Essigsäure, die wird üblicherweise von Silikon ausgegast. Meine Nase führte mich zu den WC-Spülkästen. Dort hatte er den Bauschaum an den Spülkästen entfernt und gegen Silikon ersetzt. Warum da überhaupt eine Klebemasse hin muss (siehe rote Pfeile) konnte mir mein Bruder auch nicht sagen. Und der entwickelt genau diese Kästen dieses Herstellers. Zudem wurden noch die Mörtelreste aus den Kästen gesaugt. 

Warum der Klempner die Betätigungsplatte trotz Info an den Bauleiter wiederum schief montiert hat kann ich nicht nachvollziehen. Keine Zeit? Keinen Bock? Brille vergessen? Oder gefällt ihm unser Haus so gut? Sorry, ich wollte ja weniger subjektiv dokumentieren. Aber wir wollen auch mal irgendwann FERTIG WERDEN!


Dann hat er die Leckwasser-Abflussrohre gekürzt und den Schlauch für den Kondensatabfluss mit einer Schelle befestigt.


Den zuvor fest mit der Heizungsinstallation verbundenen Trinkwasseranschluss hat er gelöst und mit einer Kaltwasserarmatur versehen. Das ist genausowenig DIN-gerecht wie vorher. Da muss eine Füllarmatur nach DIN EN 1717 installiert werden.


Zudem wurde die Isolation der Rohrschellen 'fachgerecht' nachgeholt. 


Im DG-Bad wurde die bisher fehlende Abflussabdeckung eingebaut. 


Im HWR wurden die Eckventile nun doch angebaut die laut Bauleiter in der Standardausstattung nicht enthalten sind. 

Apropos fertig werden.  Heute war erneut niemand da um die drei Fliesen zu erneuern, die der Estrichleger vorgestern losgeschlagen hat.



 



30.08.2007:



Heute ist wieder nichts passiert.

 



31.08.2007:




Heute vor vier Wochen war die Abnahme vorgesehen. Wir haben ein Vier-Monats-Haus gekauft.

Vom Ingenieur-Büro Windmöller wurde heute auf meinen Wunsch der Blower-Door-Test durchgeführt. Ich fand es besser dbzgl. möglichst bald Gewissheit zu haben um ggf. notwendige Nachbesserungen zeitgleich mit den Nachbesserungen der anderen Gewerke ausführen zu können.  





Zunächst wurden allen beabsichtigten Leckagen wie Abflüsse, Zu- und Abluftöffnungen luftdicht verklebt.



Was ein Blower-Door-Test ist, warum man ihn durchführt und worauf es dabei ankommt ist kurz und bündig in diesem und diesem  Fachartikel zusammengefasst worden. Beide Artikel  wurden auf der Homepage der Seite www.frischlufttechnik.de veröffentlicht.

Bei uns wurden zwei Messungen vorgenommen. Zunächst  wurde hierbei ein Unterdruck, danach ein Überdruck erzeugt. Die Luftaustauschraten lagen bei 0,66 und 0,88 je Stunde. Daraus wird der Median (=0,77) gebildet und auf ganze Zehntel gerundet. Der für uns maßgebliche Wert liegt also bei 0,8. Je kleiner dieser Wert, umso besser ist die Luftdichtheit der Gebäudehülle. Die Energieeinsparverordnung setzt für unser Haus einen Wert von 1,5 voraus, Viebrock strebt bei Einbau der 2-Liter-Technik einen Wert von 1,0 an. Unser Haus ist also ordentlich abgedichtet worden. Der Wert wird noch besser werden sobald der Fliesenbelag im DG-Bad versiegelt wurde und die Duschewanne im EG eingebaut ist. Ein Wert größer 1,0 wäre schon deshalb nicht akzeptabel gewesen weil die Wärmebedarfsberechnung für unser Haus auf einer Luftaustauschrate von 1,0 basiert. 

Eine weitere Maßnahme, die die Luftdichtheit der Gebäudehülle verbessern wird, wurde uns von unseren Bausachverständigen empfohlen. Ich werde sie selbst vornehmen sobald ich wieder fit bin. Näheres dazu dann später.

Apropos Ingenieurbüro Windmöller. Irgendwie scheint sich der rechnerische Nachweis für das Problem "Giebelwandstatik" schwieriger zu gestalten. Der Bauleiter teilte heute mit, dass nun auch das Büro Fröhling & Rathjen, welches die Statiken für unseren Generalunternehmer rechnet, zu diesem Thema hinzugezogen wurde. 



 



01.09.2007:



Heute kam Post von Hausbau Bethel. Es wird an die Bezahlung der Abschlagsrechnung "Bautenstand Fliesenfertig" erinnert. Dieser Bautenstand ist noch nicht erreicht, die Fliesenleger müssen die vom Estrichleger losgeschlagenen Fliesen unter der Treppe noch erneuern. 

Heute am Samstag roch es bereits morgens um 9 Uhr nach Essigsäure im Haus. Diesen Geruch verbinde ich seit der Bauphase nur noch mit Silikon. Und tatsächlich, die Firma, die die Versiegelungsarbeiten ausführt, war früh auf den Beinen und hatte bereits Restarbeiten im DG-Bad ausgeführt. Die abgerissenen Silikonfugen unter dem Duschwannenrand sind dabei auch erneuert worden.

Ulf, unser Tapezierprofi, war bereits da. Er begann ein Kinderzimmer zu tapezieren, wurde aber nicht ganz fertig. Er hat super sauber gearbeitet, Bilder folgen noch. Es tut gut zu wissen, dass man Freunde hat, die da sind, wenn man sie braucht. Ulf jammert nicht lange herum, er fängt einfach an. Danke, Ulf! Super saubere Arbeit.

 



03.09.2007:



Gestern und heute haben wir in Eigenleistung Laminat im DG verlegt. Ich denke, dass wir mit den rund 80 qm Grundfläche diese Woche fertig werden. Wenn ich "wir" sage meine ich meine Große und mich. Ich hatte erst Zweifel ob sie mich evtl. mehr bremsen wird als helfen kann. Seit heute nenne ich sie nur noch "Laminatverlegemeisterin". Als ich die ersten drei Reihen in der richtigen Flucht verlegt hatte, legte sie nach einer kurzen Einweisung los. Im wahrsten Sinne des Wortes "legte sie los".  Eigentlich habe ich nur noch vor der Tischkreissäge gesessen, den Handlanger gemimt und darauf geachtet, dass sie den Abstand der Dehnungsfugen nicht vergisst. Sie hat mit ihren sieben Jahren ihr Zimmer quasi selbst verlegt und war anschließend zu Recht Stolz wie Bob, der Baumeister. Das Parador-Laminat lässt sich natürlich super gut verlegen. Und ich konnte dabei meine lädierten Knochen schonen. Bilder und Details von den Böden stelle ich im Laufe der Woche noch ein.

 



04.09.2007:



Die Fliesenleger waren heute da und haben die noch fehlenden Fliesen unter der Treppe gelegt und sofort verfugt. Eigentlich soll man nach dem Fliesenkleben noch einen Tag warten mit dem Verfugen. Aber da unter der Treppe ist das offensichtlich egal.



 



05.09.2007:



Die Firma, die die Umbindungsarbeiten ausgeführt hat, war heute da und hat die fehlende Plombe am Sicherheitsventil angebracht.



Warum hier ein Schraubgewinde montiert wurde weiß ich nicht. Ich wollte hier ein Abflussrohr nach unten dran haben um die Sole im Zweifel in einem Eimer auffangen zu können.



Morgens rief die Tischlerei Bethel an und fragte, ob jemand da sei um das Haus zu öffnen.  Der Tischler konnte gar nicht glauben, dass Hausbau Bethel einen Monat im Verzug ist und deshalb noch das Baustellenschloss eingebaut ist. Wir können es auch nicht glauben.



Abends sah unsere Haustür dann so aus. Die Haustür federte bisher beim Schließen enorm hin und her. Deshalb wurde nun eine sogenannte Lysene, ein zusätzliches Profil mittig auf der Haustür montiert, welches nun Stabilität in die Konstruktion bringt. Mag ja nützen, sieht aber ziemlich bescheiden aus und erinnert mich irgendwie an eine Volvo-Stoßstange. Leider fällt die Tür weder ohne noch mit Gewaltanwendung ins Schloss. Man bekommt sie nur zu wenn man das Schloss verriegelt.

Zudem wurde die beschädigte Türdichtung ausgetauscht. An dem beschädigten Rahmen des Küchenfensters versuchte er erst gar nicht nachzubessern. Der Flügel wird noch ausgetauscht.



Der Klempner, dem unser Haus so gut gefällt dass er immer wieder mal vorbeikommt, war wieder da. Die WC-Betätigungsplatte sitzt nun gerade auf dem Vorwandelement. Als ich die Blende löse um in den Spülkasten zu blicken glaubte ich zunächst an eine Wahrnehmungsstörung. Da wurde ein Reststück von unserem guten Parador-Laminat hineingeklemmt. Seine Funktion erschließt sich mir nicht. Also so langsam wird es aber mal Zeit für einen Gegenbesuch, finde ich.



Übrigens hatte er ja zunächst vergessen die Revisionsklappen mit dem ovalen Kreisausschnitt in beide Spülkästen einzubauen. Rechts im Bild habe ich das fehlende Ding mal rot markiert. Inzwischen sitzen die Dinger zwar drin, stellt sich jedoch die Frage, wie man sie im Revisionsfall wieder herausbekommt, wenn man sie mit Silikon fixiert? Und wieso sind sie mit einem Cuttermesser verstümmelt worden?



Dann bekamen wir noch ein Paket von der Elektroinstallationsfirma. Sie lieferte per Post den noch fehlenden fünften Rauchmelder nach.



Beim Laminatlegen sind mir dann noch zwei Kleinigkeiten aufgefallen. Links im Bild ist der Randdämmstreifen beim Estrichauftrag verrutscht. Da kann ich mit leben. Rechts im Bild ist im Fußbodenbereich nicht ordentlich die Giebelwand verputzt worden. Hier zieht es durch eine Wandöffnung hinein.

Freitag, dem 14.09.07 um 14 Uhr soll die Abnahme sein. Vorher hat der Bauleiter keine Zeit. Hausbau Bethel ist dann ziemlich genau sechs Wochen in Verzug. Jetzt muss ich sehen, dass ich zu diesem Termin auch unseren Sachverstand auf die Baustelle bekomme.

 



06.09.2007:



Heute habe ich den letzten Raum im DG mit Laminat ausgelegt. Für das Wochenende habe ich mir noch den Flur vorgenommen. Dann liegen da nur noch die Fußleisten herum. Bevor die montierte werden müssen jedoch erst alle Tapeten kleben.

Morgen werde ich die Sanitärkeramik ins Haus schaffen. Ich hatte sie in einer Garage zwischengelagert bis die Handwerker aus dem Haus sind und niemand mehr davor wemsen kann. Mein Bruder wird sie am Wochenende montieren. Die Armaturen will er jedoch erst installieren wenn Hausbau Bethel ein Protokoll über das Spülen der Wasserleitungen vorgelegt hat.

 



07.09.2007:



Heute ist nicht viel passiert auf der Baustelle. Der Bauleiter scheint noch mal einen Tischler geschickt zu haben, die Haustür schließt nun ohne Probleme.

Dann haben wir die Armaturen und die Sanitärkeramik ins Haus geschafft und ein Subunternehmer der Telekom hat heute die TAE für ISDN und DSL gesetzt.

Abends war ich dann noch los um die Fliesen zu bestellen, die wir uns ausgesucht hatten. Ich werde 42 qm davon in Eigenleistung im Ess-/Wohnbereich verlegen. Anfangs wollten wir dort eigentlich Holzdielen verlegen. Das Thema "Holz auf Fußbodenheizung" ist jedoch eines der wohl am meisten diskutierten im Tischlerhandwerk. Und wie das oft so ist: fragt man drei Fachleute hört man vier Meinungen. Eine Meinung findet man beispielsweise hier auf der Seite eines Sachverständigen für das Tischlerhandwerk. Da Fliesen unbestritten den besten Wärmedurchlasswert haben, haben wir uns dann für einen keramischen Fußbodenbelag entschieden. Und als wir auf Fliesen in Holzoptik stießen war die Frage dann endgültig entschieden. Näheres dazu werde ich hier schreiben wenn ich beginne die Platten zu verlegen.

 



08.09.2007:



Heute habe ich damit begonnen die letzte Fläche, die Empore im DG, mit Laminat zu belegen. Alle anderen Räume sind bereits fertig.





Auf dem Estrich wird zunächst eine Dampfbremse, eine 0,2 mm dicke PE-Folie gelegt. Sie verhindert aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Estrich die das Laminat aufquellen lassen würde. Darüber liegt eine 2 mm dicke Korkschicht. Diese dient als Trittschalldämmung. Ich habe bewusst Kork gewählt, weil Kork die Wärme aus der Fußbodenheizung besser durchlässt als PE-Schaum, etc. Beim Legen des Laminats habe ich darauf geachtet, dass es ca. 15 mm von der Wand entfernt liegt. So kann sich das Laminat bei Betrieb der Fußbodenheizung genug ausdehnen. Wären die Dehnungsfugen zu eng würde sich das Laminat im Zweifel wölben bzw. hochdrücken.



Die PE-Folie habe ich bewusst einige Centimeter an den Wänden hochgeführt. Sie wird später 2 cm über OKFF abgeschnitten und mit Silikon luftdicht an die Wand geklebt. Sie wird später von der Fußleiste verdeckt. Das dient zum einen der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle. Gerade in diesem Bereich knapp über dem Estrich habe ich Luftzüge bemerkt die zwischen Estrich und Wand hochziehen. Da die Porenbetonsteine nur horizontal und nicht vertikal verklebt worden sind ist der Innenputz quasi die innenliegende Gebäudehülle. Die Giebelwände sind unter Fußbodenniveau aber nicht verputzt, deshalb zieht es hier herein.

Zum anderen ist das Gesundheitsprophylaxe. Sollten sich unter dem Estrich tatsächlich Sporen, Pilze, Milben, etc. ansammeln, würde dieses Zeugs beim Begehen des Laminats, welches ja durch den Trittschall immer etwas federt, durch die Dehnungsfugen hindurch in die Zimmer gepumpt. Quasi das Blasebalg-Prinzip. Aus dem gleichen Grund müssen die Stöße der PE-Folie mindestens 20 cm überlappen. Zudem habe ich die Stöße mit sog. Panzerklebeband verklebt. Beim nächsten Mal würde ich Alu-Klebeband nehmen. Das ist zwar genauso teuer, trägt aber weniger auf.



Dann hat mein Bruder heute die Sanitärobjekte sowie die Armaturen an den Waschtischen montiert. Angeschlossen werden sie erst wenn das Protokoll über die Spülung der Trinkwasserinstallation vorliegt. Für das DG-Bad haben wir die V&B-Serie "Hommage" ausgewählt. Die Keramik hat diese angeblich schmutzabweisende Ceramicplus-Oberfläche. Die Armaturen sind von Grohe und heißen "Atrio". Insgesamt macht das Zeugs einen eher verspielten Eindruck, soll wohl an die alten Zeiten so um die Jahrhundertwende erinnern.



Im EG-Bad wollten wir es deshalb etwas moderner haben. Hier hängt die V&B-Serie "Subway". Die ist bei den Viebrockhäusern glaube ich nur bei den Editions-Häusern in der Standardausstattung enthalten. Die Grohe-Armatur heißt "Allure".

Wenn ich morgen mit dem Laminat fertig werden sollte werde ich noch die Keramik-Duschwanne im EG versuchen ebenerdig einzubauen. Mal schauen, ob ich das alleine hinkriege, immerhin wiegt das Ding stattliche 36 kg.

 



11.09.2007:



Am Wochenende bin ich mit dem Laminatlegen fertig geworden. 

Heute habe ich mit dem Duschwanneneinbau begonnen. Nach vorheriger Rücksprache mit unserer Bausachverständigen habe ich zunächst mit Rigips und Wedi-Board die Estrichaussparung nachgebessert. Es ging darum in diesem Bereich eine Wanne gegen den Estrichquerschnitt auszubilden. Ich meine damit nicht die Duschwanne, diese wird danach in diese Wanne eingebaut. 

Diese Wann habe ich dann mit MEM-Water-Stop abgedichtet. MEM-Water-Stop ist eine lösemittel- und bitumenfreie und universelle Abdichtung auf MS-Polymer-Basis. Damit eignet sich die flexible Dichtmasse für eine Vielzahl von Anwendungen: Beton, Holz, Metall, besandete Dachpappe, Styropor, verschiedene Kunststoffe u. a.



MEM Water-Stop wurde in Anlehnung an die DIN 18195 geprüft und erfüllt alle Anforderungen der DIN 18195, Teil 9 für Bitumendickbeschichtungen zur Abdichtung von Nasszellen und Kelleraußenwandabdichtungen. Teilweise werden die Anforderungen sogar deutlich übertroffen. Ich habe das Zeugs in einem ersten Gang mit einem Spachtel aufgezogen und zwischendurch in die Anschlussfugen ein Dichtband eingelegt. 



 



12.09.2007:



Heute habe ich nur den zweiten Anstrich für den Duschwanneneinbau aufgebracht 


Dann wurde heute der Leckanschluss für das Sicherheitsventil am Sole-Anschluss montiert. Den Rest des Tages und den morgigen Tag werde ich zur Vorbereitung des Abnahmetermins nutzen.


 



14.09.2007:



Heute war der Abnahmetermin, 41 Tage nach dem laut Bauplan vorgesehenen Termin. Das Thema Abnahme finde ich so bedeutend, dass ich ihr (der Abnahme) eine eigene Seite widmen werde.

Aufgrund dieser Bedeutung einer Bauabnahme habe ich mich ziemlich intensiv vorbereitet. Mir war klar, sollte ich dbzgl. irgendetwas verbaseln, würde ich mir im schlimmsten Fall die nächsten 20 Jahre vorwerfen mit diesem Thema nicht sorgfältig genug umgegangen zu sein.

Zunächst nahm ich mir nochmals das gesamte Vertragswerk, insbesondere die Baubeschreibung, vor um zu prüfen, ob das Bauwerk dem vereinbarten Leistungsumfang in Art und Umfang entspricht. Der gleichen Prüfung unterzog ich der Dokumentation des Bemusterungstermins. Die Punkte die mir auffielen notierte ich in meiner "Liste der Grausamkeiten", der Mängelliste. Diese hatte ich mir bereits angelegt als noch die Bodenplatte hergestellt wurde. Später fuhr ich dann noch einmal zur Baustelle um diese Punkte vor Ort zu verifizieren. Schließlich hat der laienhafte Bauherr nicht alle Details im Kopf. Daneben prüfte ich noch die Funktion der Lichtauslässe. Bisher waren wir noch ohne künstliches Licht im Haus ausgekommen, diese Funktionsfähigkeit hatte ich also noch gar nicht untersucht.
Anschließend sortierte ich alle neuen Punkte und die Beanstandungen, die ich mir während der Bauphase notiert hatte, in sieben Kategorien:

1. Prüfungspunkte: Im Laufe der Zeit hatten sich mir zu diversen Gewerken Fragen, Vermutungen, Verdachtsmomente, etc. ergeben, die ich einfach nur beantwortet haben wollte. Diese Fragen sollten mir Bauleiter und unsere Sachverständige vor Ort beantworten, meine Befürchtungen ausräumen oder eben bestätigen. Die bestätigten Punkte sind sind im Sinne des Bauherrn im Abnahmeprotokoll zu dokumentieren.

2. Mangelnachbesserungen: Im Rahmen der Bauleiterterminen hatte der Bauleiter die Beseitigung diverser unstrittiger Mängel bereits mündlich zugesagt. Teilweise waren die entsprechenden Materialien noch nicht geliefert, andere Punkte waren so frisch, dass sie erst noch der Bauleitung mitgeteilt werden mussten. In einem Abnahmeprotokoll gehören diese Punkte, soweit sie noch nicht erledigt sind, dokumentiert.

3. Mangelhafte Ausführung: Einige Gewerke wurden in Teilen mehr schlecht als recht ausgeführt. Einige wenige mitgeteilte Punkte wurden nicht rechtzeitig ausgeräumt. Bspw. kann man bestimmte Schallschutzmaßnahmen im Duschbereich nur dann mit vertretbarem Aufwand nachholen so lange die Fliesen nicht kleben. Andere Sachen wurden bereits in der Rohbauphase schlichtweg vergessen. Wiederum gibt es nachgebesserte Gewerke die nach einer notwendigen Nachbesserung einfach nur bescheiden anmuten.

4. Abweichungen von der Baustellenzeichnung: Hiermit sind tolierbare/nicht tolerierbare Abweichungen vom Plan gemeint, bspw. die Herstellung zu großer Rohrkästen aber auch Planungsfehler wie vergessene Wanddurchführungen, etc.

5. Toleranzbereich: Einige Beanstandungen sind unerheblich. Bspw. Macken in der Bodeneinschubtreppe, produktionsbedingte Fehlstellen an Türgriffen, leicht beschädigte Klinkersteine, etc. Gemeint sind hier Kratzer, etc. die zwangsläufig durch Benutzung entstehen oder eben Bestimmungen in DIN´s, die nur sehr wenig sinnvoll sind oder nur bei sehr unwahrscheinlichen, konstruierten Lebenssachverhalten Sinn machen. Im Grunde ist diese Kategorie ein Sammelbecken für die Punkte, die aus den genannten Gründen aus den vier vorgenannten herausfliegen. In einem Abnahmeprotokoll haben diese Punkte auch nichts zu suchen.

6. Vorbehalte:  Hier finden sich Gewerke, zu denen noch keine Klärung erfolgt ist. Bei einigen Punkten hatte unsere Bausachverständige bereits Bedenken angemeldet oder  Nachweise gefordert. Soweit diese zum Abnahmetermin nicht vorliegen und nicht von wesentlicher Bedeutung sind, sind diese offenen Punkte im Abnahmeprotokoll zu dokumentieren um eine spätere Beantwortung sicherzustellen.

7. Erstattungen/Schadensersatz: Hier finden sich Punkte, durch die ein finanzieller Schaden entstanden ist. Das betrifft insbesondere die nicht fristgemäße Fertigstellung des Werkes wodurch zusätzlicher Zinsaufwand und Mietkosten entstanden sind. Auch solche Forderungen gehören dem Grunde nach in ein Abnahmeprotokoll, die genaue Bezifferung dieses Schadens wird im Zweifel der Anwalt nachholen.
Insgesamt befanden sich ca. 60 Punkte in diesen Kategorien. Innerhalb der Kategorien hatte ich die Punkte am PC nach ihrer Örtlichkeit eingefärbt. Es gab je eine Farbe für das EG, das DG, den Spitzboden und die Außenfassade. So war sichergestellt, dass im Rahmen der Begehung ein Geschoss nach dem anderen abgearbeitet werden konnte ohne ständig hoch und runter rennen zu müssen.

Ohne bereits im Detail auf jeden einzelnen Punkt einzugehen nehme ich das Ergebnis hier vorweg: wir sahen uns trotz good will nicht in der Lage das Werk zum jetzigen Zeitpunkt abzunehmen.

Wir gingen zunächst davon aus, dass wir nur mit diversen Vorbehalten die Abnahme erklären würden. Ziemlich früh war dann klar, dass wir bereits wegen fehlender Fachunternehmerbescheinigungen auf der sicheren Seite waren. Ich sage "sichere Seite", weil man allenfalls wegen wesentlicher Mängel die Abnahme verweigern darf. Welcher Mangel aber "wesentlich" im Sinne der Rechtsprechung ist, ist dann häufig strittig. Das Fehlen dieser Bescheinigungen ist aber unstrittig wesentlich. Nur aus diesem Grunde hätten wir jedoch die Abnahme nicht verweigert. Ich bin mir sehr sicher, dass die Subunternehmer von Hausbau Bethel entsprechende Bescheinigungen nachliefern würden.

Ausschlaggebend war dann letztendlich die Anzahl der FBH-Heizkreise im Wohn-/Esszimmer. Hier wurden drei Heizkreise gelegt, der Estrich mit einer Dehnungsfuge aber nur in zwei Bereiche aufgeteilt. Laut DIN muss über jedem Heizkreis ein separater Estrichbereich liegen. Hier besteht nun die Gefahr, dass ein Estrichbereich, der über zwei Heizkreisen liegt reißt, weil  bspw. nur einer aufgeheizt wird. 

Das wusste ich bis dato auch nicht. Ich hatte es eigentlich nur auf meiner Frage-Liste, wusste gar nicht um deren Bedeutung. Ich habe zum Glück über 5.000 Fotos auf dem Rechner, die ich auf dem Bau, teilweise nur blind in die Räume hinein geschossen habe. Mein Tipp: wer baut sollte eine hochauflösende Digitalkamera besitzen. Ich habe schon Fotos rausgesucht und Risse in Abdichtfolien erkannt, die man zu Zeitpunkt ihrer Relevanz gar nicht mehr vor Ort hätte erkennen können weil das Folgegewerk schon fertig war.

Hier nur ein paar Stichworte aus der Mängelliste:

  • Fliesenunebenheiten im Bad außerhalb des Toleranzbereiches

  • der vorliegende rechnerische Statiknachweis der gemauerten Fensterstürze (Dreiecksfenster im Spitzboden) überzeugt noch nicht

  • es wurde nicht die vereinbarte Warmwasser-Zirkulationsleitung eingebaut

  • Haustür wurde wie gewünscht ohne Rollschicht ausgeführt, dieser Bereich wurde aber nicht abgedichtet

  • verschlossene Luftzirkulationsöffnungen im Klinkermauerwerk

  • Trinkwasserinstallation wurde nach unserer Auffassung nicht DIN-gerecht gespült

  • fehlender Nachweis über den Schallschutz der Lüftungsanlage, ständiges Kondensat an den Zuluftöffnungen, etc.

  • ein WC hängt 3 cm unter der vereinbarten Höhe

  • es scheint so, als ob die wasserabweisende Folien, die zwischen Porenbeton und Klinker Wasser ableiten sollen, welches üblicherweise durch die Klinker-Außenfensterbänke (Rollschichten/Sohlbänke) an der nördlichen Hausseite dringt, falsch ausgeführt wurden

  • im Wohnzimmer und im DG-Bad wurden zwei Fußbodenheizkreise unter eine, nicht durch ein Bewegungsfuge geteilte Estrichfläche verlegt.

Daneben bestehen viele kleine Mängel, unschöne Sachen, die man besser hätte machen können. Einiges wird nachgebessert, andere Sachen werden finanziell ausgeglichen werden müssen, diverse Dokumente noch von Hausbau Bethel nachgereicht. Ein, zwei Sachen muss der Anwalt im Rahmen der Vertragsauslegung klären, ob sie begründet sind oder nicht.

Das Fazit was ich aus diesem Termin mitnehme: Wer ohne Sachverständigen zur Abnahme geht spart am falschen Ende.

 



18.09.2007:



Ich hasse es zu tapezieren. In der Woche kann ich nur nach Feierabend was im Haus machen. In den drei, vier Stunden während dieser zweiten Schicht schaffe ich maximal eine Zimmerwand. Vielleicht bin ich auch zu pingelig. Rauhfasertapete hätte man nach der Hau-Drauf-und-Schluss-Methode bestimmt schneller geklebt. Heute habe ich zwei Bahnen verschnitten und kaum was geschafft. Das ist demotivierend. Mein Tapezierkönig Ulf hat die kommenden drei Wochenenden keine Zeit. Hoffentlich kommt mein Bruder bald von seiner Schulung zurück. 

Dann hat heute der Werkskundendienst der Firma Grohe angerufen. Er wollte einen Termin für den Austausch der klemmenden WC-Betätigungsplatte vereinbaren. Ich konnte ihn überzeugen, dass es kostengünstiger ist das Ding einfach zuzusenden.

Beim Tapezieren denke ich viel nach. Meist überlege ich wie man etwas besser oder einfacher erledigen kann. Das nennt mein Chef Prozessoptimierung. Oft fallen mir dann Sachen ein, die ich im Baustress erst mal zeitlich nach hinten geschoben habe. Heute habe ich entschieden die Rollschichten, also die Sohlbänke aus gemauertem Klinker, zu imprägnieren. Für gemauerte Rollschichten gilt die DIN 1053. Übrigens eine der wenigen DIN´s deren Inhalt man wenigstens in Auszügen im Internet finden kann. Zum Beispiel hier. Gemauerte Rollschichten als Abdeckungen oder Sohlbänke sind bedingt durch den Mörtelfugenbereich (evtl. auch den Stein selber) immer wasserdurchlässig. Gerade hier, wo Regenwasser flächig herunterfließen kann, werden oft weiße Salzkristalle  aus dem Klinkerstein herausgespült. Diese Ausblühungen auf Rollschichten bilden sich meist nur in den ersten beiden Jahren, insbesondere auf der West-Seite, der sog. Regenseite des Hauses. Nicht umsonst bildet sich Moos auch nur auf der West-Seite von Baumstämmen. Genau dieser Ausblühungen haben wir bereits auf den Rollschichten der West-Seite.

Wegen der Wasserdurchlässigkeit muss unter der Rollschicht eine Dichtungsfolie vorhanden sein. Die Folie wird bis in die Mörtelfuge der darunter liegenden Klinkerschicht eingebunden.  Der Mörtel sollte ggf. mit einem Plastifizierer ausgeführt sein, hydrophobiert (=dauerhaft wasserabweisend) werden. Der Überstand sollte am unteren Ende (Tropfkante) der möglichst Schrägen Bank (mindestens 5%, besser 15%) mindestens 3,5 cm betragen.

Dieses Foto habe ich mal in einem Musterhaus Viebrock in Bad Fallingbostel ausgenommen: Extreme Moosbildung auf einer Fensterrollschicht auf der West-Seite des Hauses.



Die Fachwelt empfiehlt Ceresit CT13 der Firma Henkel zur farblosen Imprägnierung. Ich werde bei Gelegenheit mal unseren Sachverstand dazu befragen.



 



19.09.2007:



Das Problem mit der fehlenden Bewegungsfuge im Estrich (Wohnzimmer und DG-Bad) halte ich für den erheblichsten Mangel, der im Rahmen der Abnahme deutlich wurde. Das Problem: beide Heizkreise werden jeweils über einen Raumtemperaturregler angesteuert. Der Temperaturregler steuert zwei Stellregler im Heizkreisverteiler an, die den Volumenstrom des Heizungswasser regulieren. Fällt einer dieser beiden Regler aus würde nur eine Hälfte der Estrichfläche erwärmt und sich ausdehnen. Es käme zu Estrichspannungen, im schlimmsten Fall zu Rissen. Der von mir in Eigenleistung zu erbringende Fliesenbelag könnte dabei ebenfalls reißen.

Theoretisch könnte man nun im Nachgang die fehlende Bewegungsfuge nachholen. Leider gibt es für das Wohnzimmer keine Fotos die Aufschluss über die genaue Lage der Heizschlangen geben könnten. Von einer solchen  Fuge wäre natürlich nicht nur der Estrich sondern auch die Fliesen betroffen. Aus meiner Sicht nicht zumutbar, aus optischen Gesichtspunkten halte ich das für die ultima ratio. Der Bauleiter hatte bereits telefonisch die Sanitärfirma, den Hersteller der FBH, die Estrichlegerfirma und die interne Qualitätskontrolle von Viebrockhaus bemüht. Eine abschließende Antwort hatte er noch nicht erhalten. 

Ich hatte mir gestern während meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Tapezieren, meine Gedanken gemacht und nach Lösungen gesucht. Ich sagt dem Bauleiter, das ein Problem ja nur entstünde wenn einer von zwei Stellreglern ausfalle und der andere weiterhin funktionieren würde. Es müsse doch möglich sein, eventuell über eine elektronische Steuerung, diese Risiko auszuschalten. Oder gibt es Stellregler die in der Lage sind gleichzeitig die Volumenströme von zwei Heizkreisen zu regulieren? Könne man im Heizkreisverteiler nicht mit Hilfe von T-Stücken zwei Heizkreise zusammenschließen und nur einen Stellregler davor setzen? So langsam geht mir das alles ziemlich auf den Keks. Seit dem Abnahmeversuch sind drei Werktage vergangen und nichts ist passiert. Heute ist Hausbau Bethel 46 Tage in Verzug. Ich glaube unser 3-Monats-Haus wird ein 5-Monats-Haus. 

 



20.09.2007:



Heute wurde der beschädigte Fensterflügel in der Küche ausgetauscht und der Grohe-Werkskundendienst hat die auszutauschende WC-Betätigungsplatte geliefert.

 



23.09.2007:



Am Wochenende habe ich drei ganze Tage tapeziert. Freitagmorgen ist das zweite Kinderzimmer fertig geworden, am Samstag das Schlafzimmer. Für das Schlafzimmer und den oberen Flur hat meine Frau zum Glück Vlies-Tapeten ausgesucht. Das geht erheblich schneller: Kleister auf die Wand, Tapeten davor, ein bisschen hier und da geschnippelt und gut ist´s. Wenn es nach mir ginge müssten alle anderen Tapeten verboten werden. Vlies-Tapeten senken das Frustpotential enorm. Im Flur fehlen die Tapeten jetzt nur noch im Bereich des Treppenauges. Ohne Gerüst wäre das eine Arbeit für Suizid-Gefährdete.  

 



24.09.2007:



Für heute hatte mir der Bauleiter die Erledigung aller Nachbesserungen versprochen. Und was ist? Nix ist! Heute sind wir sieben Wochen über dieser angeblichen 3-Monats-Bauzeitgarantie. Das zugesagte Protokoll über den Abnahmeversuch vor 10 Tagen ist trotz Anmahnung auch noch nicht eingetroffen. Meine mir oft nachgesagte Lethargie mutiert langsam aber sicher zu Aggressivität. Den Bauleiter konnte ich heute telefonisch nicht erreichen. 

Der Baustoffhandel hat sich heute gemeldet. Die Fliesen aus Italien sind eingetroffen. Sie wollen sie vielleicht morgen schon liefern. Sie werden mir leihweise einen 1m-Fliesenschneider dazu packen. Toll, so lange das Problem mit der fehlenden Bewegungsfuge im Estrich (Wohnzimmer und DG-Bad) besteht werde ich die Fliesen erst einmal nicht verlegen.

Heute ist mir aufgefallen dass der Sicherungsschalter für die Heizkreisverteiler ausgelöst hat. Trotz mehrmaliger Versuche ist er spätestens immer dann herausgesprungen wenn ich einen Raumtemperaturregler anschaltete. Mal sehen wann der Bauleiter den Elektriker wieder aktivieren kann.

 



26.09.2007:



Heute ist dann endlich ein Schreiben eingetroffen wo in der Betreffzeile der Begriff  "Vorabnahmeprotokoll" steht. Ich habe es kurz überflogen, fand es dann aber angenehmer das Arminen-Spiel zu verfolgen als die Frage zu entscheiden, ob ich lachen oder weinen soll. Ich werde mich am Wochenende damit auseinandersetzen. Der nächste Abnahmetermin soll übrigens in der zweiten Oktoberwoche stattfinden und die alle Mängel sollen bis 05.10. behoben sein. Unser 3-Monats-Haus wird also damit definitiv mindestens ein 5-Monats-Haus.

Das Leben kennt bekanntlich keine absolute Sicherheit, noch viel weniger kennt eine solche das Recht oder die Vertragsgestaltung.

 



30.09.2007:



Heute habe ich mit meinem großen Bruddaaa die Keramik-Duschwanne von V&B eingebaut. Das Ding wiegt 36 kg, alleine kriegt man das unbeschädigt kaum hin.  Darunter liegen 13 cm Styropor-Dämmung bzw. Wedi-Elemente mit geringerem Stauchfaktor.

 



02.10.2007:



Heute war endlich mal wieder Nachbesserungstag. Irgendwie hatte ich mir eingebildet, das könnte auch schneller von statten gehen, dass unser Vertragspartner ein gesteigertes Interesse daran haben könnte das Projekt, wenn auch mit zweimonatiger Verzögerung, zügig abzuschließen. Aus meiner Sicht hätte jedenfalls nichts dagegen gesprochen wenn die Klempner nicht erst heute sondern vielleicht an einem der vorherigen 18 Tage (am 14.09. wurden die Mängel im Rahmen des Abnahmeversuchs dokumentiert) erschienen wären um ihrem Murks zu beseitigen. Was sie dann in meiner Anwesenheit abgezogen haben finde ich nur noch witzig.

Den wackelnden Heizkörper im EG könne man nicht nachbessern. Auf meine Frage, warum denn dann der Heizkörper im DG nicht wackelt hatten sie keine Antwort. Ich sollte mich an den Hersteller wenden. Wer das ist, weiß ich bis heute nicht. Auf meinen Einwand, dass ich weder einen Vertrag mit dem Hersteller noch mit der Heizungsbauerfirma habe nur Schulterzucken.

Der Heizkörper wackelt immer noch. Hausbau Bethel hatte schriftlich zugesagt, dass alle Mängel bis zum 05.10. behoben sein werden. Das Versprechen war in diesem Moment gebrochen.

Weiteres Highlight: DIN-gerechte Spülung der Trinkwasserinstallation. Das Wasser steht seit 9 Wochen in den Leitungen. Der Armaturenhersteller und die entsprechende DIN sagen, dass vor der Installation der Armaturen die Leitungen gespült werden müssen. Zum einen würden Feststoffe im Leitungswasser die Armaturen, die wir in Eigenleistung erbringen, beschädigen. Zum anderen ist das Wasser gesundheitsgefährdend, letztendlich steht es seit 9 Wochen in den Leitungen. Der Bauleiter hatte die Klempner angewiesen die komplette Trinkwasserinstallation zu spülen, vorher alle Eckventile abzubauen. Unsere Waschtischarmaturen sind bereits montiert, jedoch wegen der ausgebliebenen Spülung trotz vorhandener Eckventile noch nicht angeschlossen. An Wanne und Duschen sind noch die Blindstopfen eingeschraubt.

Dialog Heizungsbauer/Bauherr:
1. Heizungsbauer: "Wir werden alle Armaturen montieren, die Siebe an den Hahnausläufen abschrauben und ordentlich durchspülen".
Bauherr: "Habt Ihr das überhaupt schon mal gemacht? So spült man keine Trinkwasserinstallation."
1. Heizungsbauer: "Wieso?".
Bauherr: "Dafür hättet Ihr nicht kommen müssen. SO hätte ich das auch selbst hingekriegt."
1. Heizungsbauer: "Ja, dann machen wir das jetzt so."
Bauherr: "Wenn Ihr meine Armaturen anfasst habt Ihr ein Problem. MEINE Armaturen fasst Ihr nicht an. Gespült wird laut DIN ohne Armaturen, ohne Eckventile.".
2. Heizungsbauer: "Wieso? Wenn die Siebe ab sind kann doch nichts mehr verstopfen."
Bauherr: "Habt Ihr schon mal eine Armatur auseinandergebaut, von innen gesehen? Da sind noch mindestens vier Siebe drin, die die Durchflussgeräusche mindern. Spülen tut man mit Kugelventilen, Nippel-Nippel-Verbindern und einem Stück Schlauch. Jede Wasserentnahmestelle einzeln, an der weitest entfernten beginnend, jeweils fünf Minuten lang, die Eckventile raus, Stopfen raus."
2. Heizungsbauer (kopfschüttelnd grinsend): "Tss, tss". Den Blick des Bauherrn wahrnehmend, plötzlich verstummend, wissend, dass gleich niemand Beifall klatschen wird.
1. Heizungsbauer: "Ich frage mal beim Chef nach." Geht telefonieren.

Ich rufe derzeit genervt den Bauleiter an, der sagt "Die sollen das so machen wie es im Auftrag steht". Der 1. Heizungsbauer kommt wieder und sagt, wir spülen jetzt. Ich gebe ihm meinen Bruder am Handy, den ich inzwischen auch angerufen habe, der erklärt ihm, wie man WC-Kästen spült. Sie holen original verpackte Kugelventile aus dem Bulli und spülen.

1. Heizungsbauer: "Wir haben gespült".
Bauherr: "Habt Ihr die Außenzapfstelle gespült?".
1. Heizungsbauer: "Bitte?".
Bauherr (geduldig): "Habt Ihr die Außenzapfstelle gespült?".
1. Heizungsbauer: "Was?".
Bauherr (lauter, bewusst beherrscht): "Habt Ihr die Außenzapfstelle gespült?"
1. Heizungsbauer: "Nö.".
Bauherr (geduldig): "Bitte spülen Sie die Außenzapfstelle."
1. Heizungsbauer: "Ja klar.". Geht raus und dreht das Außenzapfventil auf.
Bauherr denkt "Im Zweifel ist die Zapfstelle jetzt hinüber, so hätte ich das auch gekonnt, egal, da ist Gewährleistung drauf, auf meinen Armaturen in Eigenleistung nicht."
1. Heizungsbauer: "Wir haben gespült".
Bauherr: "Habt Ihr die Anschlüsse in der Küche gespült?".
1. Heizungsbauer: "Nö. Da liegt ein T-Stück, da reicht es wenn wir im Bad spülen".
Bauherr (lethargisch): "Erstens liegt da kein T-Stück, die Leitung kommt direkt aus dem Bad. Zweitens spielt die Leitungsführung keine Rolle. Drittens hätten Sie dort zuerst spülen müssen, es ist die weitest entfernte Entnahmestelle. Bitte spülen Sie die Anschlüsse in der Küche."
1. Heizungsbauer: "Ja klar.". Geht in die Küche und lässt am Doppelspindeleckventil (Kaltwasseranschluss) einen Eimer voll laufen, gießt ihn in den Lokus, lässt am Doppelspindeleckventil einen weiteren Eimer voll laufen.
Bauherr denkt "Im Zweifel ist das jetzt hinüber, so hätte ich das auch gekonnt, egal, da ist Gewährleistung drauf, auf meinen Armaturen in Eigenleistung nicht."
Bauherr: "Herr Z., was haben Sie eigentlich für ein Problem? Wollt Ihr ins Wochenende oder was? Wollen Sie das Wasservolumen von einer 5-Minuten-Spülung nach und nach mit dem Eimer entsorgen? Was spricht dagegen einen Schlauch anzuschließen und diesen in den 10 cm entfernten Abfluss zu hängen?"
1. Heizungsbauer: "Ja klar.". Geht, holt einen Schlauch und verfährt wie vorgeschlagen. Den Warmwasseranschluss ignoriert er anschließend, er wird nicht gespült.
1. Heizungsbauer: "Wir haben gespült".
Bauherr: "Habt Ihr alle Wasserentnahmestellen gespült?".
1. Heizungsbauer: "Nein. Laut Hersteller reicht es aus, wenn wir in jedem Bad zwei Entnahmestellen spülen. ".
Bauherr: "Dort sind aber fünf bzw. drei Entnahmestellen. Bitte spülen Sie alle Entnahmestellen.".
1. Heizungsbauer: "Ich frage mal beim Chef nach." Geht telefonieren. Kommt wieder und sagt: "Nein. Laut Hersteller reicht es aus, wenn wir in jedem Bad zwei Entnahmestellen spülen. ".
Bauherr: "Muss ich das verstehen? Die Leitungen sind nicht durchgeschleift, das sind jeweils separate Leitungsstränge. Während neun Wochen Stagnationswasser bildet sich mindestens ein Biofilm an den Rohrwänden. ". Versucht den Bauleiter zu erreichen, kriegt ihn nicht. Gibt auf. Die Heizungsbauer fahren ab.

Ich schaue auf den Wasserzähler. Er zeigt einen cbm an. Mein Bruder hatte ausgerechnet, dass man bei einer DIN-gerechten Spülung aller Entnahmestellen neun cbm Wasser benötigt. Normalerweise vermeide ich das Wort Pfusch und verwende den moderaten Begriff Murks. Aber das ist kein Murks mehr. Ich behaupte mal vorsichtig: Wer original verpackte Kugelventile zusammensuchen muss, spült nicht oft eine Trinkwasserinstallation.

 



10.10.2007:



Heute und morgen kommen die Landschaftsbauer um die zu pflasternden Flächen zu schottern und den Mutterboden auf dem Grundstück anzufüllen. Die Schotterflächen habe ich in der Skizze mal blau eingefärbt.

 



11.10.2007:



Das Ergebnis von zwei Tagen Arbeit sieht so aus. Ich werden einen Freund bitten mit seinem Traktor den glatt abgezogenen Mutterboden zu fräsen.

 



12.10.2007:



Die letzte Woche habe ich jede freie Minute damit verbracht das Ess-/Wohnzimmer zu fliesen. Die Kinder fragen schon wer denn der fremde Onkel sei, der immer nur zum Schlafen nach Hause kommt. Wir haben uns nach längerem Hin und Her und wochenlanger Suche bei Baustoffhändlern und im Internet für diese Fliesen in Holzoptik der italienischen Firma Kronos entschieden. Und zwar in den Formaten 20x60 cm, im Wechsel mit 15x60 cm. Eigentlich wollten wir immer Holzdielen im Wohn-/Essbereich verlegen. Bei Fußbodenheizung ist das, und erst recht mit Wärmepumpe, energetischer Unsinn. Fliesen in Holzoptik sind für uns die Symbiose aus Optik und Energieeffizienz.



 


Die Woche nach Feierabend und zwei kompletten Wochenenden  sind mit dem Verfliesen drauf gegangen. Der Zement im Flexklebemörtel hat Löcher in meine Fingerkuppen gefressen, auf meinen Knien hat sich Horn gebildet und ich kann mir jetzt vorstellen, in welcher Haltung ich als Greis den Weg zwischen Kühlschrank und Fernseher zurücklegen werde. Irgendwie ging mir das Fliesenlegen vor acht Jahren nicht so auf die Knochen. Doch die Schmerzen haben sich gelohnt. Zum einen finanziell: Hausbau Bethel hatte angeboten die 43 qm im Ess-/Wohnbereich für rund 4.200 € zu befliesen, im Standard war dort Teppichboden vorgesehen. Mit Fliesen, Flexkleber, Grundierung, etc. liegen wir nun unter 2.000 € und haben dabei Fliesen verwendet die ca. 17 €/qm teurer waren als die, die Hausbau Bethel angeboten hatte. Hinzu kommt noch eine marginale Gutschrift für den Teppichboden von Hausbau Bethel. Zum anderen optisch: sieht aus wie Holz, fühlt sich an wie Holz, die Oberfläche hat diese typische Holzstruktur. Jeder der während der Arbeiten mal reinschaute und es nicht besser wusste, stellte die gleiche Frage "Wie, Parkett verlegst Du auch selbst?".



Ich bin stolz wie Oskar. Das war mein ganz persönlicher Beitrag zu unserer Altersvorsorge. Laminatlegen und Tapezieren sind da nix gegen.

 



16.10.2007:



Genau SO muss das laufen: Montagabend angerufen und Dienstagabend stand er vor der Haustür: Heiko mit einem 110 PS starken Traktor und dahinter eine drei Meter breite Fräse. Das Ding wild rangierend 20 Minuten über den Mutterboden gejagt, kurz gestoppt um zu fragen ob ich mir das genau so vorgestellt habe, seine Hilfe für den Umzug angeboten und nach einem kurzen Händedruck war er wieder wech. Genau SO muss das laufen. Danke, Heiko!

 



20.10.2007:

Gestern haben wir mit dem Einbau der Türzargen und Türblätter begonnen, heute Mittag waren wir auch mit diesen Thema durch.





Beim Einbau der Zargen wurde deutlich wo die Fliesenleger nicht so sauber gearbeitet haben.  Teilweise sind die Spaltabstände zwischen Zarge und Fußbodenfliese doch erheblich unterschiedlich.



Insbesondere die Türschwelle zum Badezimmer gefällt mir überhaupt nicht. Beim Nachbessern mit dem Fließestrich ist der Estrich im Bad höher aufgebaut worden als im Flur. Das Ergebnis trotz gleicher Belagshöhe von 1 cm sieht man hier. Auch die Wandanschlüsse sehen extrem aus. Hier werde ich mit Silikon versuchen das ein wenig zu kaschieren.

Damit beim Nasswischen kein Wasser unter die Zargen läuft werden ich die Anschlüsse zwischen Zargen und Fliesen noch mit transparentem Silikon nacharbeiten. Würden die Zargen Feuchtigkeit ziehen würden diese, wie bei Arbeitsplatten auch, aufquellen.

Beim Einbau der Zargen ist darauf zu achten, dass diese als Lüftungszargen hergestellt werden um den Belangen einer kontrollierten Lüftungsanlage zu entsprechen.

Um den Rohraufwand zu reduzieren werden kontrollierte Wohnraumlüftungen oft so geplant, dass die Zuluft in Zuluftzonen eingebracht wird (Schlafzimmer, Wohnräume) und die Abluft in Abluftzonen abgesaugt wird (Bad, Küche, WC). Dazwischen liegen Überströmzonen, bei denen die Luft mittels sogenannter Überströmöffnungen durchgeleitet wird.

Zentrales Problem der Überströmöffnungen ist die Verhinderung von zu hoher Schallübertragung von einem Raum in den anderen. Aus diesem Grund sind einfache Wandöffnungen oder Türausschnitte fast überall ungeeignet.

Weiter ist darauf zu achten, dass die Luftgeschwindigkeit in den Überströmzonen nicht zu groß wird. Zu große Luftgeschwindigkeit führt zu Geräuschbelästigung und Zugerscheinungen im Bereich der Öffnungen.

Die Türzarge als Überströmöffnung ist aus meiner Sicht die elegantestes Lösung, da die Überströmöffnung praktisch unsichtbar ist, kein Licht durch die Öffnung fällt und fast keine zusätzlichen Kosten entstehen. Konstruktiv werden solche Überströmöffnungen durch Ausfräsen der Querteile der Zargen erreicht, sodass zwischen der Zarge und der Wand (eigentlich: Türsturz) ein Luftdurchlass ermöglicht wird. Die Zarge muss zum Sturz einen Abstand von rund 2cm haben. Natürlich darf die Zarge dann nicht komplett eingeschäumt werden, sondern sollte nur teilgeschäumt oder am besten verschraubt werden. Um noch bessere Überströmeigenschaften zu erreichen können auch die seitlichen Wangen der Zarge mit etwas Abstand zur Wand eingebaut werden.

Die Kunst liegt also darin, alle Überströmöffnungen so klein wie möglich (bestmögliche Verhinderung von Schallübertragung) aber so groß wie nötig (Verhinderung von Zugerscheinungen, Luftführung möglichst wenig beeinflusst) zu gestalten. Im Prinzip lässt sich dies aber durch sorgfältige Dimensionierung eines seriösen Planers gut lösen. Für Einfamilienhäuser kommt man meist auf etwa ein Zehntel m² Wandöffnung (also z. B. etwa 10x10cm von einem Raum in den nächsten.

Klingt alles sehr kompliziert, ist es aber nicht. Wie man das eine Zargenlüftung mit 5mm Abstand zur Wand konstruktiv in den Griff bekommt habe ich von dieser Seite im Internet abgeschaut.

Der Einbau der Türen war Voraussetzung für die Montage der Fußleisten. Da ich das DG bereits tapeziert habe konnte ich damit also im DG beginnen. Im Grunde habe ich damit meine "Lieblingseigenleistung" verschieben können: ich hätte ja auch erst das EG tapezieren können. Das nehme ich mir dann für nächste Woche vor. Mein neuer Nachbar zitiert immer einen Satz aus der Baumarktwerbung: "Mach´s fertig, sonst macht es Dich fertig.". Irgendwie trifft es das genau. Es nervt unheimlich wenn man weiß, dass da noch Arbeit wartet, die man äußerst ungern ausführt. Die Alternative wäre die Malerarbeiten zu vergeben. Aber Tapezieren ist nicht schwierig, es nervt nur. Und ich sehe nicht ein aus Bequemlichkeit Geld für einen Maler ausgeben zu müssen. Also mache ich das nächste Woche. Vielleicht.

Die Form der ausgewählten Fußleisten ist nicht zufällig. Unsere Fußleisten im DG sollten für den Fall der Fälle mal ein TV-Kabel verdecken können, dezente 40 mm hoch sein und unsichtbar mit Clips befestigt werden. Wir haben ein System von Parador gewählt, hier sind die Clips mit integrierter Kabelführung. Und hier spielt auch die Form der Türzargen für mich eine entscheidende Rolle. Es gibt Zargen, deren Profil verjüngt sich von der Wand nach vorn. Im schlimmsten Fall sind in das Profil noch irgendwelche optisch ansprechenden Kanten eingefräst. Oder die Zarge trägt weniger auf als die Fußleiste. All diese Aspekte lassen die Montage von Fußleisten zum Albtraum werden. Meine Erfahrung ist, dass die sich dann über Stunden hinziehenden Friemeleien mit der Gehrungssäge das Frustpotential enorm steigern und man letztendlich nach der Hau-drauf-und-Schluss-Methode verfährt. Das Ergebnis sieht dann jedenfalls nicht so aus.





 

 



22.10.2007:

Heute wurde rund ums Haus das Feinplanum hergestellt. Klingt wichtig, wie? Den Begriff habe ich aus einem Buch eines Kollegen für Gartenanfänger. Es trägt den Titel "Wie lege ich einen Rasen an", oder so ähnlich. Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wer es weiß. Vier Opas, zwei aus der Familie, zwei aus dem Bekanntenkreis, haben heute einen halben Tag damit verbracht, mit Stangen, Rechen und Schnüren bewaffnet, den gefrästen Mutterboden zu ebnen und haben dabei gleich das Gefälle und all so was berücksichtigt. 

 




Als ich heute zum Haus kam wähnte ich mich erst in der falschen Siedlung, weil ich unser Grundstück nicht wiedererkannte. Unbestätigten Augenzeugenberichten zufolge sollen bis zu zwei Opas gleichzeitig, unter bedingungslosem Einsatz von Leib und Leben, bäuchlings auf dem bloßen Asphalt gelegen haben um die avisierten Höhen mit geschultem Blick und der Erfahrung jahrzehntelanger Gartenarbeit zu kontrollieren. Das Ergebnis ist sensationell. 


Kurze Zeit später kam das, was kommen musste. Die ersten Nachbarn riefen an und fragten, ob man sich die Opas mal ausleihen könnte. Aber es gibt Sachen, die kann man nicht kaufen. Und mit den Opas ist das nicht anders.

Jetzt muss nur noch Frühling werden, zum Säen von was auch immer ist es nun schon zu kalt. Sagen die Opas. Und denen widerspreche ich nicht.

 

 



31.10.2007:

Heute haben wir den Meilenstein erreicht, der mich in den letzten Wochen mental am meisten beschäftigt hat. Eigentlich hatte ich so etwas wie Stress, Zeitdruck, Frust, etc. für mich persönlich immer verneint. Ich empfand es immer irgendwie unprofessionell wenn man sein Handeln von Emotionen und Stimmungen leiten lässt. Ich fand das nie zweckdienlich. Zumal ich im Job aktuell auch über Gebühr eingespannt bin und meine Konzentration auch hier gefragt ist. Im Rahmen dieses Projektes habe ich deshalb bspw. immer betont, dass wir keinen Zeitdruck haben. Es gibt Bauträger, die setzen genau auf diese Probleme des privaten Häuslebauers. Sie verweigern Nachbesserungen, verneinen Mängel, wohlwissend, dass der Bauherr ja sowieso bald aus Zeit- oder finanziellen Gründen einziehen muss und seine Abnahmeerklärung somit irgendwann konkludent abgibt. Und trotzdem ist mir dann heute Abend doch ein ziemlicher Brocken von der Seele gefallen. Heute war Abnahmetermin. Und diesmal haben wir sie auch erklärt.
Pünktlich um 11 Uhr begonnen, für mich eher weniger überraschend erst nach ca. 7,5 Stunden gegen 18.20 Uhr beendet, kam es heute zu einem durch die Viebrockhaus AG angeregten ergebnisorientierten Abnahmetermin. Anwesend waren vier Dipl.-Ing.´s, drei Volljuristen sowie der Bauherr. Die drei Mitarbeiter der Viebrockhaus AG hatten eine dreistündige Anfahrt hinter sich. Unsere Anliegerstraße war zugeparkt von mit  Viebrockhaus-Schriftzug versehenen Limousinen, in der Grundstückseinfahrt parkten die Autos unseres Sachverstandes. Die Nachbarn werden sich gefragt haben, ob die Mitarbeiterversammlungen der Viebrockhaus AG jetzt immer bei uns stattfinden werden. Und warum die sich dafür keine Stühle mitbringen. Als alle weg waren hatte ich das Gefühl in den Beinen, das man wohl spüren muss, wenn man an Krampfadern leidet.

Ich persönlich werde zunächst lethargisch angemutet haben. Von anfänglicher Skepsis bestimmt, stand ich erst einmal, etwas angenervt mit beiden Händen in den Hosentaschen wie Falschgeld herum, wohlwissend, das meine Körpersprache einen eher weniger zielorientierten Eindruck hinterlassen dürfte. Während die Leiterin der Rechtsabteilung der Viebrockhaus AG in das Thema einstimmte fiel mir dieser Spruch aus der Werbung wieder ein: Mach´s fertig, sonst macht es Dich fertig. Ist zwar nur ein Werbeslogan, aber irgendwie trifft es das genau. Denn inzwischen habe ich einen Reizmagen, meine Hosen rutschen, die Kinder sagen Onkel zu mir und das Premiere Sports-Abo hätte ich mir für diese Bundesliga-Saison auch sparen können. Egal, ich hatte das vorhergehende Wochenende dazu genutzt mich mit meinen technisch und juristisch versierten Brüdern vorzubereiten. Und dann haben wir´s fertig gemacht: im Detail werde ich an dieser Stelle nicht auf die Abnahme eingehen. Ich will gleich noch das Bayern-Spiel sehen und mal wieder abschalten können. In Kürze vorab: die Abnahme war verbunden mit allem, was da so theoretisch zugehören kann: Mängelbeseitigungen, Gewährleistungsverlängerungen, zähen Verhandlungen, Minderungen, Fristsetzungen, Schadensersatz, Aufwandsersatz, Abnahmevorbehalten und Zugeständnissen.

Kleine Geschichte am Rande: zwischendurch hatte ich wieder mein ganz persönliches Erfolgerlebnis. Der geballte Sachverstand stand sich anfangs im von mir mit Fliesen in Nussholzoptik belegten Wohn-Essbereich gegenüber. Als irgendwann das Thema "alle Estrichdehnungsfungen mit Kellenschnitt ausgeführt" auf die Tagesordnung kam geschah das, was ich eigentlich schon früher erwartet hatte: "Wie, das sind doch keine Fliesen, das ist doch Holz!". Und alle, die zum ersten Mal bei uns zu Besuch waren, begannen zu stampfen, zu hüpfen und sanken auf die Knie und fummelten an der Fußbodenoberfläche herum. Leider hatte ich die Kamera nicht zur Hand. Unsere Entscheidung wurde bestätigt: Fliesen in Holzoptik, für uns die Symbiose aus Optik und Energieeffizienz.

 

 



04.11.2007:

Am Wochenende haben wir mit dem Tapezieren der Diele und der hohen Wand über der Treppe  begonnen. Um uns nicht den Hals über der Treppe zu brechen hatte ich im Vorfeld zwei 3,50 m lange ungehobelte Hölzer im Format 6x12 cm und einen 50 cm breiten Sperrholzstreifen besorgt. 



Diese legten wir auf kurzen Holzstreifen auf nachdem wir sie quer über das Treppenauge durch die Geländerstäbe geführt hatten. Anschließend wurde alles miteinander verschraubt. Kostete alles in allem rund 20 €. 20 € für die Sicherheit. Eine Leiter oder so ein Alu-Gerüst hätten wir so standsicher nie aufgestellt bekommen. Und Brennwert haben die Hölzer allemal.



 



Das Ergebnis sah danach so aus. Ich liebe Vliestapeten. Kaum vorstellbar welcher Krampf uns beim Verarbeiten von 5 m langen Bahnen widerfahren wäre, die man vorher herkömmlich hätte einweichen müssen.

Geklebt haben wir eine Vliestapete von Esprit aus der Lyrical-Serie. Tapetenbordüren klebt man jetzt übrigens vertikal. Muss wohl hipp sein. Hatte ich wenig Einfluss drauf, haben die Mädels entschieden. Bin gespannt wann die Kids auf die Idee kommen diese langweiligen Blumen bunt auszumalen....



 



09.11.2007:

Es scheint so, als müssten wir hinsichtlich der Mängelbeseitigungen noch etwas mehr Geduld üben. Für heute war vereinbart, dass diverse Mängel an Heizungs- und Trinkwasserinstallation beseitigt werden. Das ist auch geschehen. Ab 14 Uhr waren zwei Heizungsbauer im Haus, die in Anwesenheit des Bauleiters und einer Dipl.-Ingenieurin von Viebrock innerhalb von vier Stunden diverse Mängel beseitigten. Nachdem die Trinkwasserinstallation gespült war montierte mein Bruder die noch nicht angeschlossenen Armaturen. Dabei stellte sich ein weiterer Mangel heraus: die Armaturenanschlüsse der EG-Dusche sitzen nicht fest in der Wand. Zum einen wackeln sie in horizontaler als auch in vertikaler Richtung um mindestens 5 mm, zum anderen haben sie eine leichte Schräglage. Die Armatur hängt nach vorn herunter. 

Nach kurzer Diskussion, im Rahmen dessen wir dem anwesenden Heizungsbauer schilderten auf welche Weise die Anschlüsse montiert worden sind, war dieser nicht verwundert, dass die Armatur wackelt. Nun müssen vier Wandfliesen entfernt werden um die Anschlüsse freizulegen und fachgerecht zu befestigen. 

 



10.11.2007:

Heute erneut eine Überraschung: Im Rahmen der gestrigen Nachbesserungsarbeiten war es erforderlich das Heizungswasser abzulassen und wieder aufzufüllen. Heute funktioniert die Heizung nicht mehr, es ist kalt im Haus. Die Wärmepumpe zeigt auch nach mehreren Neustarts immer wieder "HP-Alarm" an.

Daneben hatte ich heute ein sehr angenehmes Gespräch mit dem Dachdeckermeister. Er hatte sich heute, am Samstag, die Zeit genommen, um mir im Detail diverse Lösungsmöglichkeiten für einen dichten Anschluss der Fallrohre an die Grundleitungen darzustellen. Ich hatte letzte Woche schon einmal bei der Firma Loro, dem Hersteller der Fallrohre, angerufen und wusste daher, dass dieser für die Kupfervariante standardmäßig keine Übergangsstücke anbietet. Glücklicherweise liegen diese Übergangsstellen so tief, dass sie im Kiesstreifen versinken werden, der demnächst angelegt wird. Der Meister selbst wird sich der Sache kommende Woche annehmen.

 



12.11.2007:

Das Problem mit der Heizung hat sich heute erledigt. Nachdem ich auf der Leiter stehend hinter die Wärmepumpe geschaut hatte entdeckte ich ein geschlossenes Kugelventil am Heizungsrücklauf. Der Heizi hatte am Freitag versäumt es nach den Nachbesserungen wieder zu öffnen. Es ist aber auch wirklich nur aus der Vogelperspektive zu sehen. Egal, die Hütte ist jedenfalls wieder warm.

 



23.11.2007:

Eigentlich hatten wir ja vor unsere alte Küche mit umziehen zu lassen. Dann hätte ich die passenden Arbeitsplatten besorgt, ein oder zwei Unterschränke zurecht geschnitten und gut wär´s gewesen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne die Regierung gemacht. Die bestand nämlich gleichzeitig darauf den Herd, das Kochfeld und die Dunstabzugshaube auszutauschen. Insgesamt gesehen fand ich das wirtschaftlichen Unsinn. Die alte Küche ist zwar top gepflegt aber mit der Holzfront auch nicht mehr so wirklich up to date. Im Falle eines Neukaufs könnte man sie ohne viele Aufwand super in den HWR und den Abstellraum integrieren. Sogar die Arbeitsplatten müsste man nicht mal passend schneiden. Also habe ich am Montagabend auf dem Rückweg vom Baumarkt spontan mal bei einer bekannten Frenchise-Küchenbude reingeschaut und von einem wirklich bemühten und kompetenten Verkäufer eine Küche rechnen lassen. Die Küchenmaße kennt der weniger gestresste Bauherr ja inzwischen auswendig.

Ca. eine Stunde hat der nette Mann Küchenmöbel auf dem Monitor hin und her geschoben und das Ergebnis überraschte mich. Die gleiche Küche hatten wir uns im Vorfeld mal von einem großen Möbelhaus anbieten lassen, das war 3.000 Euro teurer. Das war doch mal eine Basis, bei der er sich lohnte sich näher damit zu beschäftigen. Zwei Tage später fand auch die Küchenfee Zeit sich damit auseinander zu setzen und ich stieß, für mich natürlich völlig überraschend, auf wohlwollende Zustimmung. Beim heutigen dritten Termin im Küchenstudio kam es dann nach kurzem hin und her zum Vertragsabschluss. Insgesamt liegt die Küche nun 4.400 Euro unter dem Vergleichsangebot und wird noch vor Weihnachten geliefert. Unsere alte Kühl- und Gefrierkombi nehmen wir mit, die haben wir gerade erst ersetzt.

Die Küche sieht ungefähr so aus. Die Anschlüsse passen alle bis auf die Steckdose hinter dem Geschirrspüler, die muss ich ca. 20 cm versetzen.

Die alte Küche im HWR sieht dann so aus wie auf dem Bild links. Auf der Arbeitplatte über der Waschmaschine soll dann der Kondenstrockner stehen. Das Ding rechts an der Wand soll den Zählerstand symbolisieren. Alle anderen Anschlüsse (Wasserzähler, Telekom, Strom) sind dann unter der Arbeitsplatte versteckt. Die Schränke werde ich entsprechend modifizieren. Den Rest der alten Küche stellen wir dann erst mal in den Abstellraum (siehe Bild rechts). Übrig bleiben dann ein Backofen Edelstahl mit Kochfeld und eine Dunstesse von der Firma Zanussi sowie ein Unterbaugeschirrspüler von Siemens. Wer Interesse hat kann ja einfach mal durchmailen, ich könnte auch Fotos versenden.

 



24.11.2007:

Irgendwann müssen die Dachdecker der Firma Schlüter wie versprochen noch mal da gewesen sein. Es ging um den dichten Anschluss der Loro-Fallrohre an die Grundleitungen. Herstellerseits gibt es keine Überwurfmanschetten für die 100er Fallrohre in Kupfer die auf die Anschlüsse der Grundleitungen passen. Der Dachdeckermeister stellte mir drei alternative Lösungsmöglichkeiten vor. Ich entschied mich für die von ihm favorisierte Lösung, ein sog. Kebu-Dichtband, welches warm aufgebracht wird nachdem noch ein kurzes Stück KG-Rohr in die Muffe der Grundleitung eingeführt wurde. Sieht super aus, ich hatte es mir nicht so unauffällig vorgestellt. Sollte Viebrock meiner Meinung nach in den Leistungsumfang ´reinnehmen.



Inzwischen sind wir mit Hausbau so weit fortgeschritten, dass wir uns nun mit den kleinen notwendigen Details beschäftigen dürfen. Ich meine damit Klingelplatte, Briefkasten, Carport, Türdrücker, Waschmaschine, Trockner, etc.. Das ist oft zeitraubender als man denkt, meist müssen zwei, wenn nicht noch mehr, Geschmäcker unter einen Hut gebracht werden. Dabei darf ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis nicht außer Acht gelassen werden.

Am einfachsten fiel mir das bei der Klingelplatte. Minimalistisch schlicht und doch ein Hingucker: 12mm dickes gedrehtes Edelstahl auf Trägerplatte und in der Mitte ein vandalensicherer Bulgin-Schalter. Diese Schalter kennt der ein oder andere PC-Spezi vielleicht aus der Modding-Szene. Echte Freaks starten mit so einem Schalter ihren PC.



 

Diese Fußleiste hatten wir mal im Edition 430 im Viebrock-Musterhauspark in Bad Fallingbostel gesehen. Man nennt es Alterberliner Profil und wurde um 1900 verwendet. Nun ja, heute hat ist sie aus MDF, hat eine lackierbare Finishfolie in RAL 9010. Wir haben die 18/58er gewählt. Sie wird im Erdgeschoss mit einer Funktionsleiste für eine unsichtbare Befestigung montiert.

Inzwischen sind die Türdrücker eingetroffen. Für das, was der Fachhändler dafür verlangte hätte, ich ein billiges Türblatt bekommen. Ich habe sie für die Hälfte im Internet bestellt. Die Türdrücker sind aus Edelstahl, haben schraubbare Rosetten, Stütznocken mit verdeckter Verschraubung und Durchzugsschrauben. 



 



05.12.2007:

Irgendwann habe ich es mal erwähnt: der Keller, auf den wir dann verzichtet haben, hätte uns, so wie wir ihn hätten haben wollen mit allen damit verbundenen Kosten wie Bodenabfuhr, etc. mehr als ein BMW X5 gekostet. Einen X5 werde ich nie kaufen. Und wenn, würde ich ihn nie in der Erde verbuddeln. Statt des Kellers hatten wir ein Doppel-Carport mit Gerätehaus und ein Gartenhaus vorgesehen. Diese Carport habe ich heute bestellt, es soll schon Mittwoch geliefert werden. Im Bild sieht man die etwas breitere Variante. Als ich es sah fiel die Entscheidung leicht: 58er Blockbohlen in verleimter nordischer Fichte, sog. Brettschichtholz. Da kann der nächste Kyrill kommen.



 



06.12.2007:

Heute hatte ich mal wieder eine Begegnung der dritten Art. Nein, es war nicht der Nikolaus. Es waren drei Mitarbeiter der Ausbau- und Installationsfirma, die sich angekündigt hatten um die wackelnden Anschlüsse der Duscharmatur im EG nachzubessern. Ich werde darüber berichten wenn ich emotional wieder ´runtergekommen bin.

 



07.12.2007:

Heute habe ich das schlechte Wetter genutzt um im Haus zu werkeln. Die neue Küche hatte ich schon an die Wände gemalt, jetzt ging es um die Installation zusätzlicher Steckdosen. Hausbau Bethel wollte für jede zusätzlich Dose so um die 30 Euro haben. Inzwischen habe ich diesen Betrag 81 mal gespart. Dagegen muss man aber fairer Weise die Materialkosten in Höhe von ca. 400 Euro rechnen.

 



08.12.2007:

Heute habe ich die für das Carport vorgesehenen Punktfundamente betoniert. Auf einer Fläche von 40 mal 40 cm habe ich 80 cm tief gerüttelten Schotter und gewachsenen Boden ausgekoffert. Ab einer gewissen Tiefe konnte ich mit Spaten und Schaufeln nicht mehr viel anfangen. Also einen Eimer mit reingeschmissen und mit der Maurerkelle gefüllt bis die Tiefe erreicht war. Den Beton haben wir dann nach und nach im Erdreich angemischt, ordentlich gewässert und glatt abgezogen bis 10 cm unter Oberkanten Fertigpflaster.

Darauf wird dann ein höhenverstellbarer Pfostenträger mit Stabdübel aufgedübelt. Und zwar mit 115/10er Dübelschrauben. Ich finde diese Dinger hübscher als diese H-Anker. In H-Anker muss man die Pfosten schief reinschrauben wenn man sie schon krumm einbetoniert hat. Zudem hat das Wasser bei diese Trägern weniger Angriffsfläche weil nur eine Bohrung von unten und eine seitlich in den Pfosten ausgeführt wird. 



 



12.12.2007:

Heute wurde das Carport mit dahinterliegendem Gerätehaus geliefert und montiert. Die Zimmerleute begannen zunächst mit dem Aufbau des Gerätehauses. Als der Grundrahmen für das Gerätehaus montiert war verstand ich erst mal die Welt nicht mehr. Wenn man am Rahmen vorbeischaute um die Flucht zu den Punktfundamenten anzupeilen wurde es offensichtlich: Der Abstand zwischen den beiden vorderen Fundamenten war mindestens einen halben Meter zu groß. Prompt fiel mit dieser Satz wieder ein: 30% aller Bauschäden resultieren aus Planungsfehlern. Und das mir, der ich letzten Samstag eine halbe Stunde lang mit dem Fundamentplan und  Laserentfernungsmesser die Einfahrt rauf und runter gerannt war um die richtige Position für die Fundamente zu bestimmen. Das war etwas komplizierter weil sich die Grundstücksgrenze zur Straße hin um ca. 8º verschiebt. 

Was tun? Drei Zimmerleute standen bereit, wollten das Carport aufbauen, die Zeit drängte. Ich war schon fast auf dem Sprung zum Spaten um das passende Loch zu buddeln als ich dann doch schon auf die Idee kam die Breite des Grundrahmens zu prüfen. Und siehe da, der Rahmen war einfach nur zu kurz. Lethargie setzte ein. So schnell bekommen eigentlich nur Biathleten ihren Puls herunter. Ich hatte mir Samstag vorgenommen nie wieder Löcher in gerüttelten Schotter zu hacken. Ich spüre noch heute jeden Muskel meines elfenhaft anmutenden Körpers. Wie sagt man: Das ist ein Job für einen, der Vater und Mutter erschlagen hat. Den Rahmen hatten die Zimmerleute schnell verlängert, trotzdem hatten sie erst mal unter meinen Lästereien zu leiden.

Unter den Rahmen kamen 2 cm dicke Spaltplatten. Diese sorgen für die ausreichende Belüftung des Fußbodens aus OSB-Platten im Gerätehaus. Die Hohllage der Rahmenbalken habe ich genutzt um diverse Erdkabel unter dem Fußboden zu verlegen. Zwischen den Balken des Rahmens und den OSB-Platten wurden als zusätzliche Feuchtigkeitssperre eine Schicht Bitumenpappe fixiert. Darauf wurde dann die erste Balkenlage aus 58er Fichtenbohlen fixiert. Die restlichen Arbeiten gleichen dann dem Spiel mit Lego. Die Balken werden über Eck miteinander verzapft. Entsprechende Kämme an den Balkenenden waren bereits eingefräst. Fenster und Tür wurden dabei ausgespart.

Abschließend Rinne, Fenster, Tür und Stirnbretter montiert und die Außenwände kurz mit Sikkens HLS in Eiche hell versiegelt. Nach ca. acht Stunden Arbeit sah das Dingen dann so aus. Die Zimmerleute machen seit Jahren nichts anderes. Mit meinem Bruder hätte ich da drei Tage beigesessen. 

Hinter dem Carport wird mein Bruder noch die beiden Fallrohre zusammenführen. Blöderweise ist die Sauerstoffpulle der Hartlötausrüstung leer. Und eine Pulle mit abgelaufener Tüv-Plakette bekommt man offiziell nicht gefüllt. Da arbeite ich also noch dran. Die Fallrohre sollen dann über einen sog. "Regendieb" eine Wassertonne speisen. Der Überlauf von der Tonne endet dann in der vorbereiteten Grundleitung.

 



 



20.12.2007:

Die letzten Samstage haben wir damit zugebracht die Einfahrt, Terasse und die Wege rund ums Haus zu pflastern. Insgesamt haben wir mehr als 20 Tonnen Pflasterklinker auf ca. 160 qm Fläche verlegt. Verwendet haben wir den Klinker "Dresden" der Firma Wienerberger. Er ist anthrazitbraun nuanciert, mit Fase, mit den Maßen 12 x 24 x 5,2 cm.



 

Pflaster ist immer nur so gut wie sein Untergrund. Insbesondere die Standfestigkeit des Pflasters, hängt nicht allein von der Güte des verwendeten Pflasters ab, sondern weitgehend von den darunterliegenden Schichten. Schichtenaufbau und Dimensionierung sind abhängig von der zu erwartenden Beanspruchung, insbesondere der Verkehrs- und Frostbelastung. Deshalb haben wir zu den bereits vorhandenen 24 Tonnen Schotter weitere 25 cbm Schotter eingebaut, 8 cbm Splitt abgezogen und 26 Säcke Zement mit 2,5 cbm Weserkies gemischt sowie 30 m Kantsteine an der Grundstücksgrenze und für den Kiesbettstreifen (Spritzschutz) verbaut.


Die letzten Steine für die Rollschicht haben wir Samstagabend gegen halb neun bei Baustrahlerlicht Margerbeton gelegt. Gerade noch rechtzeitig: Sonntagmorgen war der Boden knüppelhart gefroren. Zum letztmaligen Abrütteln und Sand einschlemmen sind wir deshalb auch noch nicht gekommen. Sogar der Splitt ist gefroren.



Nach langem hin und her haben wir uns für Pflasterklinker und gegen einen Betonstein entschieden. Zum einen verliert Beton mit den Jahren seine Farbe und nimmt den Schutz besser an, Klinkerpflaster sieht nach 20 Jahren noch aus wie neu. Zum anderen gibt es zig Verlegemöglichkeiten, man kann mit Klinkerpflaster richtig kreativ werden: Rollschichten, Läuferschichten, Rasenkaten verlegen, Flächen in verschiedenen Verbänden pflastern und sogar das Eingangspodest damit gestalten. Zur Vermeidung von Kantenabplatzungen haben wir eine Mindestfugenbreite von 3 bis 5 mm eingehalten.

Die Steine haben wir bis Unterkante der ersten Klinkerschicht gelegt. Dabei haben wir darauf geachtet, dass die Öffnungen für den Abfluss der Feuchtigkeit, die hinter den Klinker gelangt, frei bleiben. 


Nur im Bereich der Terrasse haben wir das Pflaster bis Oberkante Rollschicht gelegt. Unter der Rollschicht habe ich vorsichtshalber einen Hohlraum ausgebildet damit das Wasser, welches zwangsläufig durch die Rollschicht gelangt, ungehindert ablaufen kann. Ich bin sicher, unsere Sachverständige hätte ohne diesen Hinweis umgehend zum Hörer gegriffen. J

Für die spätere Beleuchtung der Einfahrt und Wege habe ich hundert Meter Erdkabel verlegt und das Pflaster für überfahrbare Bodeneinbauleuchten an den entsprechenden Stellen ausgespart.


Ein Erdkabel habe ich direkt in das Gerätehaus eingeführt. Hier installiere ich noch einen feuchtraumgeeigneten Kleinverteiler den mir der Elektriker über einen separaten FI im Haus anschließen wird. Die Elektroinstallation im Gerätehaus und Carport mache ich vorher selbst.



Dann habe ich mich mal um die Außenbeleuchtung im Haustürbereich gekümmert. Inzwischen sieht man ja nach 17 Uhr die Hand vor Augen nicht mehr. Zumal die Straßenbeleuchtung wohl so bald noch nicht installiert werden wird. In den Traufüberstand im Haustür- und Zuwegbereich habe ich 51mm breite Kreisausschnitte eingebracht. Anschließend habe ich einen halben Tag damit verbacht auf der Leiter stehend mit einem zurecht gebogenen Bügel eines Baueimers durch eine solche Öffnung das Kabel zu fischen, das der Elektriker irgendwo in den Traufkasten geschmissen hatte.



Hier werde ich sechs kleine 12-Volt Halogen-Strahler aus Alu der Firma Paulmann einbauen. Die Dinger sind Spritzwasser geschützt und entsprechen der Schutzart IP 65. Aus zwei Gründen habe ich mich für diese Dinger entschieden. Zum einen haben sie einen Durchmesser von nur 58 mm und passen so direkt in eines dieser Profilbretter, die unter den Traufüberstand geschossen wurden. Ich finde es optisch suboptimal wenn Einbaustrahler über der Sicke zwischen zwei Profilbrettern liegen. Zum anderen haben sie keinen Sprengring der die Halogenstrahler im Gehäuse fixiert. Diese Sprengringe sind immer aus Metall und beginnen irgendwann zu rosten.



 



23.12.2007:

Heute habe ich die Einbaustrahler in den Koffer des abgekleideten Abluftrohres in der Küche installiert. Hierfür habe ich kleine verstellbare Edelstahlspots gewählt. Unter diesen Spots ist die Küchenarbeitsplatte vorgesehen, ich habe sie deshalb soweit wie möglich nach vorne gesetzt. Dabei habe ich natürlich gleich das C-Profil vom dahinter liegenden Ständerwerk perforiert. Nun ja, immer noch besser als das Abluftrohr zu treffen.



Gestern Abend wurde gegen 20 Uhr die Küche geliefert. Jedenfalls hielt der Küchenverkäufer sein Versprechen: Als Liefertermin war die 51. Kw vereinbart und wenn zwischen Bestellung und Lieferung nur drei Wochen liegen hält sich der Bauherr trotz der vorgerückten Stunde eben mal zurück.

Bis dahin hatte ich die Küche mit Rauhfaser-Vliestapete tapeziert. Rauhfasertapete in der Vlies-Variante hatte ich bis dahin noch nie ausprobiert. Würde ich immer wieder machen, es geht nichts über Vliestapeten.

Heute habe ich dann noch fix einen Anstrich weißer Dispersionsfarbe aufgetragen. Danach ging es daran die Küche auszupacken und schon mal die Unterschränke zu platzieren. Jedenfalls die, die ich alleine tragen konnte. Dabei habe ich dann festgestellt, dass die Einbau-Mikrowelle nicht geliefert wurde.

Als ich den Spülenschrank an die Wand schieben wollte kam Ärger auf. Der Schrank lässt sich nicht bündig an die Wand schieben. Diese total bescheuerte und hässliche Aufputzinstallation trägt zwei Centimeter zu stark auf. Dieser Mist hat mich schon seit dem ersten Tag gestört.

Die Armaturenanschlüsse sowie die Abflüsse liegen bei Viebrockhäusern in Küche und HWR über Putz, geschraubt auf ein Stück Rigips. Wie in einem Ausbauhaus für 100 T€ von der Firma Do-It-Yourself. Und in der Leistungsbeschreibung kein Wort darüber. 

Dreimal habe ich Installateur und Bauleiter darauf angesprochen, dass mir das nicht passt. "Kommt doch die Küche vor, machen wir immer so", meinten sie. Stimmt aber nicht. Bei einem Editionshaus, welches Hausbau Bethel aktuell in Leopoldshöhe errichtet, hat sich der Bauherr durchgesetzt. Gegen einen moderaten Aufpreis gibt´s dort eine Unterputzinstallation.

Jetzt muss ich den Schrankboden an dieser Stelle mit der Stichsäge ausklinken. Jedes mal wenn ich später den Spülenschrank öffne werde ich mit diesem Pfusch konfrontiert. Hinzu kommt, dass die Putzer dermaßen stümperhaft an die Rigipsplatte angeputzt haben. Der Putz steht dort 3, 4 mm vor, und das trotz eines Nachbesserungsversuchs der Putzerfirma. Sieht so was von bescheiden aus.

Was also machen? Erst ´mal Feierabend machen. Morgen ist Weihnachten, da darf ich nicht werkeln, Verbot von der Regierung.

 



29.12.2007:

Nach netto zwei Arbeitstagen bin ich heute mit dem Aufbau der Küche fertiggeworden. Zwischendurch habe ich die frostfreie Witterung genutzt und abschließend noch mal das Pflaster abgerüttelt und mit Sand eingeschlemmt. Mein alter Lieblingsnachbar Andy hat mir zwischendurch mal geholfen den langen Schenkel der Arbeitsplatten auf die Unterschränke zu heben. Alleine wollte ich das nicht machen. Wenn die Ausschnitte für das Kochfeld und die Spüle ausgeführt sind hebt man die Platte besser nicht mehr alleine. Bei meiner ersten Küche ist mir die Arbeitsplatte bei so einer Aktion mal durchgebrochen. 

Apropos Spüle: Bei der Auswahl der Edelstahlspüle muss ich gepennt haben. Ich wollte nämlich nie wieder so einen Gummistopfen in der Küche rumfliegen haben sondern eine Spüle mit Excenter-Abfluss. Ich habe dann den Weg zum Küchenstudio, wo ich die nicht gelieferte Mikrowelle abholte, mit einem Besuch bei Obi verbunden. Obi führt die Marke Teka, einen ganz guten Edelstahlspülenhersteller. Dort habe ich dann das Modell Classic für einen 60er Unterschrank ausgewählt.

Nachdem ich die Reling-Griffe angeschraubt hatte fiel mir auf, dass sich der linke Hängeschrank nur bis ca. 50° öffnen ließ. Der waagerecht montierte Griff stieß dann gegen das daneben stehende Highboard. Ein Rechtsanschlag macht hier aber wenig Sinn. Ich werde dort also einen Klappenlift-Beschlag der Firma Hettich montieren. Mal sehen, ob sich das Küchenstudio hiervon etwas annimmt. 

Dann habe ich mich geärgert, dass in die Fronten des Einbauchrankes für unsere alte Kühl- und Gefrierkombi keine Lochfräsungen für die Topfbänder eingebracht wurden. Ich hatte mit dem Küchenmenschen abgestimmt, dass ich die Fronten in Schlepptürtechnik ausführen wollte. Demnach hätten auch die Topfbänder mit den entsprechenden Front-Fräsungen dabei sein müssen.

Also habe ich den Schrank und die Fronten ausgemessen und zum 35er Forstnerbohrer gegriffen. Und wie das so bei Billig-Werkzeug ist; wenn man es braucht ist es stumpf. Ich hatte damit in der Vergangenheit mal mit Resopal beschichtete Fronten bearbeitet. Danach ist der Baumarktschrott natürlich hin. Deshalb musste ich die Fronten einpacken und zum Tischler fahren. Der hatte das in 5 Minuten erledigt. 

Nach Montage der Küchenfronten hier das gleiche Problem wie beim Hängeschrank: der Griff stößt beim Öffnen an die Wand, die Tür lässt sich nicht ganz öffnen. Was beim Kühlschrank vielleicht noch akzeptabel wäre, aber die Auszüge des darunter liegenden Gefrierschranks würden sich nicht ausziehen lassen. Eigentlich ein klassischer Planungsfehler, was den Küchenmenschen am meisten ärgerte. Lösung: Das Küchenstudio wird neue Fronten liefern und die Griffe werden dann senkrecht montiert.

Dann habe ich entschieden, dass die Armatur getauscht werden muss. Mein Bruder hat die Arme gen Himmel gerichtet und gerufen "Herr, lass Hirn vom Himmel fallen!" als er sie sah. Ich hatte sie irgendwann mal in einem Lebensmitteldiscounter mitgenommen. Sie ist für die Unterfenstermontage geeignet weil sich das Auslauf umknicken lässt. So könnte zum Putzen das Fenster ganz geöffnet werden. Sie war günstig. Und genauso stellt sie sich auch dar. Der Auslauf hat ca. 2 cm Spiel und sieht aus, als wollte er jeden Moment selbsttätig umfallen. Außerdem hat sie keinen Rückflußverhinderer. In umgelegter Position könnte sie theoretisch Wasser aus dem Becken ansaugen. Hätte sie der Bauträger installiert, hätte ich auch Alarm gemacht. Also muss der Schrott wieder raus und bei ibai rein.

 



06.01.2008:

Eigentlich dachten wir, es würde ausreichen, wenn wir die Betondecke im Wohnzimmer einfach nur streichen. Zunächst sah das auch gut aus. Inzwischen haben sich jedoch zwei sechs Meter lange Risse im Bereich der gespachtelten Stöße der Filigrandeckenteile gebildet. Da der Maler, der schon den Auftrag hatte, seit fünf Wochen nicht in die Pötte kommt, habe ich mit meinem Bruder den grauen Sonntag genutzt um die Decke mit Rauhvlies zu tapezieren. 

 



07.01.2008:

Heute habe ich mit einem Nachbarn unseren neuen Tisch mit vier Hockern für die Küche abgeholt. Wir haben sie am Samstag spontan aus der Ausstellung eines Möbelhauses gekauft. Das Set ist von der Firma Arte Möbel, Schramberg: ein 92 cm hoher Bartisch mit 67 cm hohen Hockern, im gleichen Dekor wie unsere Küchenarbeitsplatte.

 



13.01.2008:

In unserem Freundeskreis galt Ulf bisher immer uneingeschränkt als sog. "Tapezierkönig". Diesen Titel erkenne ich ihm hiermit ab. Der ultimative Tapetenkünstler ist ab heute Andy. Heute habe ich mit ihm - besser: er mit mir - das Ess-/Wohnzimmer tapeziert. Das Ergebnis ist sensationell. Danke, Andy!

 



14.01.2008:

Auf die Betontreppe kommen 30 mm dicke stabverleimte Buchetritte in Eigenleistung. Für den Tischler, der die Tritte fertigt, habe ich heute die entsprechenden Schablonen gefertigt. Hierzu musste ich jede der 13 Stufen der Betontreppe ausmessen. Unser Tischler hatte mir zu diesem Zweck eine sogenannte Schmiege ausgeliehen. Im Grunde ein einfaches aber geniales Ding: sie besteht aus zwei ca. 30 cm langen Schenkeln, die man in jedem beliebigen Winkel fixieren kann. Ohne dieses Teil hätte ich bestimmt zwei Tage für die Schablonen benötigt.