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Der Innenausbau I

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10.06.2007
11.06.2007
12.06.2007
13.06.2007
14.06.2007
15.06.2007
16.06.2007
18.06.2007
27.06.2007
28.06.2007
03.07.2007
04.07.2007




05.07.2007
09.07.2007
10.07.2007
11.07.2007
12.07.2007
13.07.2007
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17.07.2007
19.07.2007
23.07.2007
24.07.2007
25.07.2007


26.07.2007
31.07.2007
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13.08.2007
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15.08.2007
16.08.2007
17.08.2007


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Für eine größere Darstellung der Fotos einfach draufklicken. 

10.06.2007:

 

Das Hantieren mit der 500m-Trommel gestaltete sich einigermaßen unkomfortabel. Da ich keinen passenden Ständer zum Abrollen hatte bastelte ich kurzer Hand einen. Auf die beiden Stützen, die eigentlich das provisorische Geländer am Treppenauge bildeten, legte ich einen Gerüststange und hing die Trommel ein.

Zum Glück ist die entsprechende Kabellänge aufs Kabel gedruckt worden. Sonst wäre ich heute nicht so weit. Das erleichtert die Arbeit enorm. Verblieben sind 231m. Das bedeutet, dass ich auf dem Spitzboden und im Dachgeschoss 269m Netzwerkkabel für LAN und Telefon verlegt habe. Das war auch genau der richtige Zeitpunkt weil morgen die Trockenbauer beginnen. Das EG nehme ich mir dann morgen und übermorgen vor.

 

Die Kabel im DG werden direkt auf der EG-Decke verlegt. Zur Befestigung habe ich verzinktes Lochband verwendet. Durch den Durchbruch zum HWR gehen alle Kabel bis unter die Treppe im EG. Dort wird irgendwann der Netzwerk-Switch und die Telefonanlage installiert.

Die Dosen werden 30 cm über dem Fußboden (OKFF) liegen, also 40 cm über der Betondecke. Für die Mauerschlitze habe ich zunächst die Mauernutfräse benutzt. Die lärmt und staubt jedoch ohne Ende. Bei unverputztem Ytong-Stein macht sie auch nicht wirklich Sinn. Alle weiteren Schlitze habe ich einfach mit einem Edelstahlspachtel mit Klinge vorsichtig herausgeklopft. Mauerschlitze darf man in tragende Wände übrigens nicht willkürlich fräsen. Hier gilt die DIN 1053-1 wo genau beschrieben ist wie lang und tief die Schlitze im jeweiligen Mauerwerk sein dürfen.

 

Hier kommen die Kabel herunter in den HWR. An dieser Stelle bauen die Trockenbauer einen Kanal für die Heizungsrohre.

 

Dann laufen sie auf dem Boden durch die Tür bis unter die Treppe. Bei Cat7-Kabel sind nur bestimmte Biegeradien zulässig. Und drauf rumtrampeln sollte man auch nicht. Die Kabel im Türdurchgang werde ich noch irgendwie schützen müssen. Im EG habe ich die Lochstreifen zu einer Schlaufe gebogen mit nur einer Schraube in den äußersten Rand des Raumes neben die Schweißbahn gedübelt. Letztendlich wollte ich die Feuchtigkeitssperre im EG nicht perforieren.

 

Die Leitungen in den Spitzboden habe ich mit gewöhnlichen Kabelschellen befestigt. Rechts im Bild hatte ich den Anspruch die Kabel zwischen Giebelwand und den ersten Dachsparren zu nageln. Ich schmeckte den Schweiß auf der Zunge...

Die Kabel enden dann irgendwo auf dem Spitzboden. Irgendwann wollen wir mal den Spitzboden ausbauen.

 

Unter der Betontreppe enden dann alle Kabel. Hier kommen der Switch und die Telefonanlage hin. Von hier aus gehe ich dann auch los um das EG zu verkabeln.

Freitag hatte sich die Firma Elektro Wendt für Montagnachmittag angekündigt und die Elektroinstallation abzustimmen. 100m NYM-Kabel für Feuchträume, diverse Putzdosen, etc. habe ich bereits eingekauft.



11.06.2007:

Montagmorgen um halb neun stand die Firma Henry Wendt aus Gröditz vorm Haus. Zwei Trockenbauer und ein Mann für die Sanitärinstallation waren nachts um halb drei losgefahren um von Montag bis Donnerstag 40 Arbeitsstunden abzureißen.

 

Was ich auch nicht wusste und was auch nicht aus der Leistungsbeschreibung hervorgeht ist die Tatsache, dass die Wasserleitungen im HWR und Küche sowie der Spülenabfluss in der Küche auf Putz installiert werden. Warum der Waschmaschinenan- und -abfluss, direkt daneben auf dem rechten Foto, dann wiederum unter Putz ausgeführt werden, weiß hier niemand.

 

Vorn im Bild liegt die Wasserleitung für die Außenzapfstelle.

Hier sieht man sie von außen schon fertig installiert.

 

Für die Heizungs- und Wasserinstallation wird das Uponor-Verbundrohrsystem mit 16 mm und 20 mm Innendurchmesser verwendet.

 

Die Trockenbauer waren an ihrem ersten Tag auch schon fleißig. Zunächst wurden die 18er Dachsparren mit 3 cm dicken Dachlatten aufgedoppelt. Anschließend wurden 3 cm dicke hellgrüne Styrodur-Streifen daraufgeschraubt. Dieses Styrodur 4000CS gibt es eigentlich nur in Plattenform. Für Viebrock wird es in Streifen geliefert. Hiermit werden die Sparren nicht nur auf die für die Dämmung erforderliche Tiefe von 24 cm gebracht, das Styrodur fungiert bei 2-Litern-Häusern gleichzeitig als thermische Entkopplung.

 

Anschließend wird eine Klimamembran über die Dämmung gebracht. Die Dichtigkeit dieser Folie wird für den Blower-Door-Test ausschlaggebend sein. Die am schwierigsten abzudichtenden Stellen sind hierbei die Bodenleinschubtreppe sowie das Velux-Fenster. Die Trockenbauer haben unheimlich Respekt vor dem Blower-Door-Test und kleben entsprechend viel. Sollte dieser kurz vor der Abnahme nicht entsprechend gut ausfallen, fängt nämlich sonst die Sucherei an. Deshalb, und auch wg. Frau Ehling, die die interne Qualitätskontrolle bei Viebrock stichprobenartig macht, wird alles fotografiert. Beim Blower-Door-Test strebt Viebrock eine Luftwechselrate von höchstens 1,0 an. Mehr darf es auch nicht sein da dieser Wert im Rahmen der Wärmebedarfsberechnung herangezogen wurde. 

 

Verklebt wird die Membran mit diesen Klebebändern, die Rolle kostet ca. 30 €. Die Anschlüsse an die EG-Decke und die Giebelwände werden mit Isover Vario DS hergestellt. Der Sachse nennt das Zeugs einfach "Schmatze".

 

Jedes Kabel, jedes Leerrohr, das hinter die Folie geführt wird, wird durch eine Luftdichte Klebemanschette geführt, jede kritische Stelle wo die Folie durch Holzausdehnung reißen könnte wird zusätzlich verklebt.



12.06.2007:



 

Am Dienstag stand dann bereits die Wärmepumpe. Hinter der WP wurden zwei Sicherheitsventile auf einem Leitungsstrang zusammengeführt. Auf meine Intervention wurden sie später separiert. Dort wo Rohrschellen verwendet wurden, werden diese später noch ordentlich verklebt.

Die Heizungs- und Wasserrohre werden gnadenlos auf die Schweißbahn genagelt. Wieso hatte ich mir beim Kabelverlegen eigentlich soviel Mühe gegeben die Schweißbahn nicht zu perforieren?

 

Inzwischen sind zwei Elektriker für die  Rohinstallation eingetroffen. Leerrohre werden nur für Telefon- und TV-Kabel und unter den Türschwellen verwendet.

Ansonsten werden alle NYM-Kabel an den Wänden entlang nackt auf die Schweißbahn genagelt.

 

Inzwischen steht bereits das Innotec-Vorwandelement im Dusch-WC.

Auch die Bodentreppe ist bereits eingebaut, die Decke ist schon mit Rigips verkleidet.



13.06.2007:

 

 

Am Mittwoch stehen bereits die C-Profile aus Zinkblech. Das Tempo ist echt irre. Kostenneutral bietet Viebrock die Erstellung des Mauerwerks im DG auch mit mannshohen Ytong-Elementen an, die aber nur verspachtelt werden. Die Trockenbauer bestätigten, dass die Rigipswände den besseren Schallschutz bieten.
Unten rechts im Bild ist die Wand zwischen Bad und einem Schlafzimmer zu sehen. Hier wird auch ein Innotec-Elemente beplankt, notwendig durch die bessere Stabilität der Vorwandelemente im Bad.

 

Geschraubt wird mit einem Magazinschrauber Makita 6833.Die Munition liegt zu Tausenden im gesamten Dachgeschoss herum. Das Ding arbeitet mit einer automatischen Schraubennachführung zum schnellen und einfachen Arbeiten mit einer Hand

Mir war sofort klar: wenn ich irgendwann den Spitzboden ausbaue brauche ich unbedingt so ein Ding. Schneller geht´s einfach nicht. Der Neupreis liegt bei ca. 325 €. Anschließend geht das Ding dann wieder über ibai wech. Allein das Geräusch von diesem Gerät lässt Kleine-Jungen-Herzen höher schlagen.



14.06.2007:

 

Immer dann, wenn zusätzliche Stabilität erforderlich ist, werden die Rigips-Wände an einigen Stellen mit Holz verstärkt. Links bei der Duscharmatur im DG, rechts ein Lichtwandauslass. Die Wandscheiben für die Armatur wurden übrigens wie alle anderen auch, die nicht in einem Vorwandelement montiert sind, nicht schallentkoppelt. Das ist nicht fachgerecht und muss nachgebessert werden.

 

Hier kommt später die Wanne hin. Der Wannenträger darf keine Berührung zur Wand haben. Schallschutz eben.

Rechts daneben schon das Element für das WC. Die Eckventile sind verdrehgesichert. Rechts ist es nicht an der Wand verschraubt, federt ein wenig. Das Element muss mit 400 kg belastet werden können ohne nachzugeben.

 

Hier ist die Wasserleitung zur Duscharmatur erkennbar.

Die Elektriker haben inzwischen mit der Verkabelung im DG begonnen.

 

Bei der Schalterserie haben wir uns übrigens für die Siemens Serie Delta profil in titanweiß entschieden. Tipp: Waren bspw. sieben Steckdosen für ein Kinderzimmer vorgesehen habe ich diese an sieben unterschiedlichen Stellen einzeln platziert. Anschließend habe ich ein Wochenende damit verbracht diese Stand-alone-Dosen auf 2er- oder 3er-Dosen zu erweitern wo ich es für notwendig hielt. Das heißt, ich habe mit einem Dosensenker die Löcher für zusätzliche Dosen direkt neben diesen Stand-alone-Dosen eingebracht. Dort werden nun teilweise von mir Zweier- und Dreier-Dosen installiert. Auf diese Woche habe ich ziemlich genau 73 zusätzliche Dosen geschaffen. Bei einem Aufpreis von 35 Euro, die der Installateur berechnet hätte, lohnt sich schon der Aufwand. Die Selbstkosten je Dose liegen bei ca. 5 bis 7 €, je nach dem, ob Zweier- oder Dreier-Rahmen verwendet werden.



15.06.2007:

 

Am Freitag wurde dann noch der Heizkreisverteiler im DG eingebaut. Er ist aus verzinktem Blech. Wir werden ihn irgendwann noch weiß endlackieren müssen.

Hier das Innotec-Vorwandelement im Bad. Zu sehen ist hier noch das 50er HT-Rohr, an dem zwei Waschbecken und die Dusche angeschlossen sind. Auf meine Intervention hin wurde es wieder rausgerissen. Die beiden Waschtische und die Dusche haben zusammen einen Anschlusswert von 1,6. Hierfür ist ein Rohrdimension von mindestens 70mm erforderlich wenn es nicht zusätzlich entlüftet ist. Dieses wurde dann auch eingebaut.



16.06.2007:

Am Freitag sind die Innenputzer gekommen, zwei Tage später als geplant. Sie haben bis einschließlich Dienstag alle Wände verputzt. In den Badezimmern wurde Kalk-Zement-Putz aufgebracht, in allen anderen Räumen Gipsputz. Die Putzreste wurden entweder mitgenommen, im Garten verscharrt oder, entgegen meines ausdrücklichen Hinweises, auf den Berg Mutterboden gekippt. Ihre Arbeit selber bewerte ich als gut. Die Wände sind glatt wie Kinderpopos. 

 

Leider wurden die Kurbelgelenkwellen für die Rollladenkästen krumm und schief wieder angeschraubt. Teilweise wurde der Putz wieder soweit entfernt, dass sich an diesen Stellen Lücken bilden. Sieht ziemlich bescheiden aus, wie ich finde. Daneber erkennt man die Fäden der Elektrodosendeckel. Dort sitzen die Elektrokabel für die Rohrmotoren die ich irgendwann mal nachrüsten möchte.


18.06.2007:

Montagabend um halb acht rief dann noch der Handwerker an, der die Kernbohrungen im HWR ausführen wollte. Die Betonbauer hatten ja beim Legen der Bodenplatte die entsprechenden Durchführungen vergessen.

 

Er traf um halb neun ein und hatte eine Stunden später diese beiden Löcher gebohrt. Das obere ist noch mit Bohrwasser gefüllt, welches er später absaugte.


In die Löcher steckte er abschließend 100er HT-Rohre, die herausragen damit die Estrichleger die Löcher nicht wieder verfüllen. Der Mann denkt mit.

 

Auf den Bildern sieht man das Bohrgerät sowie diverse Bohrkronen.



27.06.2007:

An dieser Stelle möchte ich mal bedanken. Mich erreichen viele Mails von Lesern und Interessierten dieses Tagebuches die diese Seiten loben oder einfach nur gut oder sogar toll finden. Ich habe einfach nicht die Zeit auf alle allgemein gehaltenen Mails zu antworten, hierfür bitte ich um Verständnis. Ich registriere zeitweise über hundert Seitenzugriffe täglich. Und wen wundert´s, die Seite "Baufortschritt" wird am häufigsten aufgerufen.

Zu Euren häufigsten Fragen:
Nein, das Thema Finanzierung wird hier auch noch verhackstückt, auch wenn hier noch rein gar nichts dazu steht.
Ja, ich würde beim Hausbau IMMER einen Sachverständigen hinzuziehen. Die Kosten hierfür amortisieren sich meiner Meinung nach immer. Entweder bereits während der Bauphase oder erst später wenn der Putz eben nicht reißt oder es nach Ablauf der Gewährleistung eben nicht durch die Steckdosen zieht.
Ja, wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich beim nächsten Mal einiges anders machen. Hinterher ist man immer klüger. Hierzu dann mehr auf der Seite "Fazit" wenn ich ein solches zusammenfassen kann.
Nein, ich erstelle derzeit keine Bautagebücher für andere. Fragt mich noch einmal wenn wir eingezogen sind und wir wieder Zeit für anderes haben.
Zum Thema "Darf man ausführende Firmen namentlich im Internet erwähnen?" ist das rechtlich gesehen so lange einwandfrei, so lange ich von beweisbaren Tatsachen berichte und selbst keine beleidigenden Wertungen abgebe. Stern-TV berichtet ja auch, dass Aldi pestizidbelastetes Gemüse verkauft.

In der letzten Woche habe ich wenig dokumentiert. Beispielweise habe ich die Fuger, die an einem Tag das komplette Klinkermauerwerk verfugt haben, völlig geschlampt. Sie haben übrigens klasse gearbeitet, das muss ich wirklich sagen. Wenn ich also mal ein, zwei Tage nichts neues einstelle, heißt das nicht, dass nichts passiert. Bis auf drei oder vier Tage Leerlauf war in der gesamten Bauzeit täglich was auf der Baustelle los. Mir fehlt dann einfach die Zeit. Hinzukommt dass ich mir einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen habe. Da bin ich eigentlich nur auf der Baustelle wenn es sein muss.

Für mich selbst habe ich mir vorgenommen darauf zu achten weniger subjektiv zu dokumentieren. Wenn ich ältere Beiträge noch mal lese fällt mir auf, dass ich darauf mehr achten muss.



Was ist heute passiert? Heute haben zwei Mitarbeiter der Firma Wendt begonnen die Fußböden für den Aufbau der Fußbodenheizung (FBH) vorzubereiten. Wir bekommen außer im HWR und in der Speisekammer überall FBH. Im EG wurden zunächst 7cm dicke Styropor-Platten lose auf die Bodenplatte gelegt. Darüber wurden 5 cm dicke System-Verbundplatten aus Polystyrol-Partikelschaum und FCKW-freiem Polyurethanschaum der Firma Roth gelegt. Sie fungieren sowohl als Wärme- als auch als Trittschalldämmung. 

 

Im Bild ist eine 3 cm dicke System-Verbundplatte, die im DG direkt auf den Beton gelegt wurden. Ein aufgedrucktes Raster erleichtert die exakte Fixierung der Heizrohre entsprechend der Verlegeabstände.

Die Platten haben eine zweiseitige 30mm breite selbstklebende Überlappung. So lässt sich ein sicherer Abschluss gegen Feuchtigkeit und Estrich (entsprechend DIN 18560) erreichen.

 

Die Rohre werde mit diesem Roth-Tacker auf der Systemplatte befestigt.

 

Hier im Bild die Tackerklammern mit Widerhaken.

Verbaut wird das Roth-PEX-Rohr mit 10mm Innen- und 2mm-Außendurchmesser. Es wird in den Wohnräumen in 20 cm-Abständen und in den Bädern doppelt so eng verlegt. 

 

Um den Estrich, der direkt auf die FBH-Rohre gelegt wird, von den Wänden, etc. schalltechnisch zu entkoppeln wird zwischen Verbundplatte und Putz ein Randdämmstreifen geklebt oder getackert. Daran hängt am unteren Rand ein ca. 20 cm breiter Streifen Folie, der verhindert, dass Estrich in evtl. vorhandene Zwischenräume fließt. Wichtig ist, dass der Randdämmstreifen sauber bis in die letzte Ecke geführt wird um Hohlräume zu vermeiden. Der Randdämmstreifen soll mindestens 5 mm dick sein um dem Estrich später die Möglichkeit zu geben sich auszudehnen ohne Spannungen aufzubauen. Direkt vor den bodentiefen Fenstern sollten die Rohre etwas enger als üblich um dort eventuellen Wärmebrücken vorzubeugen. Das ist rechts gut erkennbar.

 

Im Bereich der geplanten Estrichfugen werden die Rohre zusätzlich mit diesen Überziehern geschützt.


In den Bereichen wo sich Hohlräume bilden, bspw. durch auf dem Boden verlaufende Leerrohre, etc., werden diese mit dieser Ausgleichsschüttung verfüllt. Sieht aus wie feines, zerbröseltes Styropor, ist es wahrscheinlich auch.

 

Die Verlegung von FBH erfolgt entweder  mäanderförmig nach Tichelmann (schlangenförmig) oder bifilar (Schneckenform). Der bifilaren Verlegung wird nach Möglichkeit der Vorrang gegeben, da mit dieser Verlegeart eine gleichmäßige Wärmeverteilung im beheizten Raum erreicht wird, so wie bei uns geschehen. Weitere Infos bietet kurz und knapp auf acht Seiten aber sehr informativ dieses pdf-Dokument des Bundesverbandes Flächenheizungen e.V..

Im Bild zu sehen ist der Heizkreisverteiler im HWR in der Aufputz-Ausführung. Er bietet Anschlussmöglichkeiten für sechs Heizkreise. Bei uns sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Auch die im DG, dort wird der HKV übrigens unter Putz installiert.

 

Im Bad wurden inzwischen die Dusch- und die Badewanne aufgebaut. In die Wannenträger sind Löcher für die Revisionsöffnungen eingebracht worden. Die Wannenträger müssen wegen des Schallschutzes mit etwas Abstand zu den anliegenden Wänden aufgestellt werden. 

Hier im Bild ist der zusätzliche Radiator im Bad zusehen, die FBH wird hier noch verlegt. Die darüber liegende Fensterbank wird noch ein paar cm aufgebaut und dann verfliest. Unter dem Radiator verläuft die Abflussleitung für die Waschtische und die Dusche, nun in der 70mm HT-Rohr-Ausführung. Der Estrich würde den Abfluss nicht mehr überdecken, hier baut der Fliesenleger noch einen Rohrkasten.

 

Für die Wandheizkörper läuft gerade die Dichtigkeitsprobe. Es werden 6 bar Luftdruck auf die Leitung gegeben, dieser muss morgen früh auch noch gegeben sein.

Im EG-Bad haben die Jungs für uns Styropor auf 93cm zurecht geschnitten und in 20 cm Höhe auf die Bodenplatte gelegt. Eigentlich war das meine Aufgabe weil wir die Dusche im EG in Eigenleistung erbringen. Mein Muskelfaserriss schränkt mich jedoch zu sehr sein. Aus dem Styropor bastele ich später den Wannenträger. Die Duschwanne ist aus Keramik, deshalb muss sie vollflächig aufliegen.



28.06.2007:

 

Heute sind die Heizungsbauer fertig geworden. Im Bad wurden zwei Heizkreise verlegt "weil am Heizkreisverteiler noch einer übrig war." Nachtrag vom 29.08.07: Das mag energetisch sinnvoll sein, bringt aber optische Nachteile. Der über den Heizkreisen aufzubringende Estrich muss den beiden Heizkreisen entsprechen. Das heißt, es muss eine Dehnungsfuge eingebaut werden. Diese darf nicht überfliest werden. Bei einem 10 qm großen Bad völlig überflüssig und unschön. 


Die Empore wird von den durchlaufenden Vor- und Rückläufen der Heizkreise in den DG-Räumen mitgeheizt. Anders als im EG, dort hat sogar die Diele einen eigenen Heizkreis mit eigenem Raumtemperaturregler.

 

Hier die Diele im EG. Der Bereich unter der Treppe wird nicht mitbeheizt. Hier entsteht noch  ein kleiner Abstellraum wo ich unter anderem den Server unterbringen werde, der erzeugt ausreichend Abwärme Wärme für diesen Mini-Raum.

Im Gäste-Bad wurden die Heizschleifen recht kreativ verlegt.

 

In der Küche haben wir unter dem Bereich der geplanten Küchenzeile bewusst keine FBH legen lassen. Dort würde sich die Wärme sowieso nur stauen. Um der Wärmebrückenbildung an der linken Außenwand entgegenzuwirken haben wir dort jedoch den Vorlauf entlang laufen lassen.

Zwei Tage später als vorgesehen wurde dann noch begonnen eine von zwei Tiefenbohrungen für die Erdsonde vorzunehmen. Sie soll die notwendige Energie für unsere Wärmepumpe zu Tage fördern. Das Bohrgerät hatte ich mir eigentlich größer vorgestellt. Neu kostet es jedoch immerhin 130 T€. 

 

Ein Mini-Bagger hat zunächst eine kleine Grube ausgehoben. Diese fungiert als Spülbecken. Das Bohrgut/Bohrschlamm setzt sich hierin ab. Eine Pumpe führt das Wasser zum Bohrgerät zurück, wo es unten in der Tiefe weiteres Bohrgut hochspült. Rechts im Bild ist der Bohrer bei der Arbeit.

 

Sobald weitere zwei Meter tief gebohrt wurden, wird die Maschine gestoppt, die Bohreraufnahme nach vorn geschwenkt und eine weitere 2m-Verlängerung aufgeschraubt. Das wiederholt sich so lange bis die avisierten 55m erreicht sind.

Toll, dass gebohrt wird. Meine Freude hält sich jedoch in Grenzen und bekommt einen faden Beigeschmack nachdem ich telefonisch das Umweltamt von der Bohrung informiert habe. Das Umweltamt erteilte uns den Erlaubnisbescheid, dem Erdreich für die Nutzung einer Wärmepumpenanlage die hierfür benötigte Erdwärme zu entziehen. Als Betreiber der Anlage bin ich verpflichtet, das Umweltamt vom Zeitpunkt der Ausführung der Bohrarbeiten zu informieren. Für die Beantragung der erforderlichen Erlaubnis haben wir bei Hausbau Bethel eine entsprechende Vollmacht unterschreiben müssen. Wir hätten einen solchen Antrag selbst nicht stellen können da hier sehr viele technische Details benannt werden müssen.

Der Erlaubnisbescheid enthält 27 Auflagen und 14 Hinweise. Klingt kompliziert, diese sind jedoch alle recht verständlich formuliert und nachvollziehbar. Dem Umweltamt geht es um den Schutz der Grundwasserschichten, die während der Tiefenbohrung durchdrungen werden. Bspw. muss die Erdsonde und auch das Verpressmaterial, das verwendete Frostschutzmittel, etc. bestimmten technischen Anforderungen und EG-Sicherheitsrichtlinien genügen. Die Bohrung muss im Detail dokumentiert werden.

Daneben muss die ausführende Firma DVGW-zertifiziert sein. Die Firma ist bei der Antragstellung für diese Erlaubnis namentlich zu benennen und nur sie wird vom Umweltamt in der Genehmigung als ausführende Firma zugelassen. Der Genehmigungsbescheid liegt Hausbau Bethel seit Anfang August 2006 in Kopie vor. Tatsächlich führt die Bohrung heute eine andere Firma aus als im Erlaubnisbescheid benannt ist. Und diese Firma ist eben nicht DVGW-zertifiziert. Firmen mit diesem Zertifikat weisen damit die erforderlichen Fachkenntnisse und Qualifikationen nach, die die Länderbehörden für die Erstellung geothermischer Anlagen voraussetzen.

Die Firma war am nächsten Morgen noch mal auf der Baustelle, haben die Arbeiten jedoch nicht fortgeführt sondern nur die Maschine für die zweite Bohrung positioniert. Sie scheinen jäh unterbrochen worden zu sein. Vielleicht durch einen Anruf?

Da ich als Bescheidempfänger und Betreiber der Anlage dafür gerade stehe, dass die Auflagen des Umweltamtes eingehalten werden, droht mir nun nach dem Gesetzestext des § 41 Abs. 1 Nr. 1 Wasserhaushaltsgesetz NRW ein Bußgeld von bis zu 50.000 €. Also mal wieder ein Thema für den Anwalt. Persönlicher Kommentare enthalte ich mich and dieser Stelle. Schließlich hatte ich mir vorgenommen weniger subjektiv zu berichten.



03.07.2007:

Das Telefax vom Anwalt hat Wirkung gezeigt. Es wurde folgendes klar. Die Firma Nibe ist mit der Tiefenbohrung beauftragt worden und bedient sich wohl üblicherweise einer Firma aus Celle, die dann die Tiefenbohrungen durchführt. Diese Firma hatte jedoch aufgrund des Wärmepumpenbooms im letzten Jahr so gut zu tun, dass sie wiederum die ausführende Firma aus Steinhagen beauftragt hat unsere Bohrung auszuführen. Alle sind davon ausgegangen, dass alle DVGW-zertifiziert seien.
Morgens um 9 Uhr trafen sich also fünf Mitarbeiter inkl. Chef von der Brunnenbauer-Firma aus Steinhagen, ein Mitarbeiter der DVGW-zertifizierten Firma aus Celle und ein Mitarbeiter des städtischen Umweltamtes. Die Brunnenbauer-Firma verpresste die beiden Bohrlöcher, der Mann aus Celle beaufsichtigte die Verpressungen mit dem notwendigen Sachverstand und der Mitarbeiter des Umweltamtes kontrollierte die Ausführung und prüfte die verwendeten Materialien.

 

Und hier das Ergebnis der beiden Bohrungen. Die Erdwärmesondern der Firma Frank aus Hessen. Die Sonde der letzten Bohrung hat noch Auftrieb durch den Verpressvorgang so dass sie mit Hilfe von zwei 25kg-Säcken gebremst werden muss. Rechts im Bild ragt ein KG-Rohr aus dem Boden. Dieses wurde auf einer Länge von 8m eingeführt um zu vermeiden, dass die oberen weicheren Schichten zusammenfallen und das Bohrloch verfüllen.

 

Hier sieht man das Bohrgestänge. Es sind 28 Stück. Wenn hier keines mehr liegt, weiß der Bauherr, dass die 55 Meter erreicht wurden. Die Bohrer selbst ist dicker, er hat einen 165er Durchmesser.



Abschließend wurde das Bohrgut (klingt positiv ist aber eigentlich nur ziemlich ekliger, schmieriger Matsch) in diese Mulde gebaggert. Die 4 cbm-Mulde wurde fast voll.

Mit diesem "Dämmer" wurde verpresst. Das heißt, neben den vier 32mm-Rohren der Erdsonde wurde ein genauso dicker Schlauch mit in die Tiefe geführt. Anschließend wird der Dämmer, eine Zement-Suspension, mit Wasser angemischt und so lange in die Hohlräume zwischen der Sonde und Bohrloch gepumpt bis das Zeugs oben austritt. Der Verpress-Schlauch wird danach nur abgeschnitten und verbleibt im Bohrloch. In der Bohrgenehmigung war eigentlich die Rede von ThermoCem, einem Thermo-Zement vom gleichen Hersteller Heidelbergcement. Dieser hätte eine wesentlich bessere Wärmeleitfähigkeit gehabt, ist aber dreimal so teuer. Hier wird also auf Kosten des Kunden gespart. Wenn ich noch mal auf die Welt komme, würde ich das bei nächsten mal im Vertrag fixieren lassen.

 

Parallel zu den Bohrarbeiten draußen wirkten drei Estrichleger aus Beckum. Sie verlegten die Räume ohne Fußbodenheizung, wie hier im HWR, noch mit Styropor.

Fugen und Lücken verfüllten sie wieder mit diesem "Hühnerfutter". Der Sockel der Wärmepumpe wird nicht mit Estrich verfüllt. Er steht hohl auf der Bodenplatte.

 

Nachmittags war bereits der komplette Estrich im Dachgeschoss gelegt. Der Estrich wurde vorm Haus mit Cemex, HeidelbergCement und Viebrock-Estrichzement und einem Berg fix gelieferten Kiessandes gemischt und ins Haus gepumpt. Die Estrichfugen werden mit einem Kellenschnitt eingefügt. Die Luftfeuchte im Haus ist enorm. Das Kameraobjektiv war sofort von Wasserdampf beschlagen. Das EG kommt morgen dran.

 

Im Bild sieht man die Estrichgitterbewehrung. Sie wird überall dort auf die Heizungsrohre gelegt wo später gefliest werden soll.  Sie soll Schwindspannungen reduzieren und den Risseversatz begrenzen.

Hier am Treppenansatz sieht man sehr schön die Estrichdicke. Es sollten laut Baubeschreibung 7 cm sein.



04.07.2007:

Im Erdgeschoss ist inzwischen auch der Estrich gelegt worden. Die Estrichleger sind wieder weg, der Kiessand hat, wie fast alles was geliefert wird, gerade so ausgereicht. Die nächsten drei Tage soll der Estrich nicht betreten/punktuell belastet werden.

Also genau der richtige Zeitpunkt um rund ums Haus die Hausentwässerung fertigzustellen. Die von uns beauftragte Firma E. aus Werther wird morgen damit beginnen und soll am Wochenende damit fertig sein.



05.07.2007:

Nachdem die Schmerzen meines angeblichen Muskelfaserrisses in meinem linken Oberschenkel ohne Schmerzmittel nicht auszuhalten waren habe ich mich heute zur MRT-Kernspintomographie in die Röhre schieben lassen. Es wurde nun deutlich, was weder mit normalen Röntgenaufnahmen und erst recht nicht mit Ultraschall erkennbar war. Bei mir ist der linke Hüftknochenkopf, diese Kugel, die in der sog. Pfanne sitzt, angebrochen. Das umgebende Knochengewebe ist arg in Mitleidenschaft gezogen worden, was die Schmerzen verursacht. Der Schmerz zieht mir runter bis ins Schienbein. Fragt mich nicht, wobei ich mir das geholt habe. Die Medizin hat da auch wenig Erklärungen für. Operiert wird so etwas zum Glück nicht. Ich darf nun nur noch auf Gehhilfen laufen um das Gelenk zu entlasten und nehme etwas gegen die Schmerzen. Heilen soll das dann von selbst wobei der Heilungsprozess zwei bis vier Monate dauern kann, in extremen Fällen sogar bis zu einem Jahr. Für dieses Bautagebuch bedeutet das, dass es zukünftig nur noch wenig Bilder geben wird, da ich nun viel delegieren muss. Dies gilt auch für die Eigenleistungen. Zum Glück kennt sich meine Älteste sehr gut mit meiner Canon EOS 300D aus, mit der ich die Bilder mache.
Apropos Bilder; die von uns beauftragte Firma E. aus Werther hat mit der Herstellung der Entwässerungsleitungen begonnen. Sie wird Montag fertig sein. Im Haus selbst ist der Estrich ja noch nicht begehbar, so dass dort erst mal ruhiges feuchtes Klima vorherrscht.

 

Im Bild ist der Minibagger zu sehen, der ca. 1m tiefe Kanalschächte aushebt. Darauf zu achten ist, dass die KG-Rohre mindestens ein 1%iges Gefälle bis hin zu den Revisionsschächten haben.

Soweit möglich werden Regenwasserkanal und Schmutzwasserkanal in einem Schacht verlegt. Links der Regenwasserkanal, rechts daneben gerade noch erkennbar, der Schmutzwasserkanal mit einem Abzweig zur Küche.

 

An der durch den Stahl markierten Stelle liegt der Schmutzwasserabfluss des Dusch-WC´s im EG.

Hier bereits ein angeschlossenes Fallrohr. Ich habe zwar keine Ahnung, aber mein Gefühl sagt mir: sieht irgendwie unfachmännisch aus. Für mein Empfinden fehlt da so etwas wie eine Rohrmanschette über dem Übergang.

 

Hier sieht man den Abfluss vom HWR, unterhalb der Bodenplatte. Ich kenne das so, dass die Abflussrohre aus KG-Rohr hergestellt sind und mindestens 1m in das Erdreich hineinragen.  Ein KG-Rohr ist das jedenfalls nicht. Das PE-Rohr ist von der Firma Geberit und es endet genau unterhalb Aussenkante Bodenplatte. Tja, wenn man an drei Stellen 1 m Rohr spart macht das in der Summe schon 3 m. Und wenn im letzten Jahr deutschlandweit 1.323 Viebrockhäuser verkauft wurden kann man so fast 4 Kilometer Rohr inkl. Einbau und Transport einsparen. 

Alle neu verlegten Entwässerungsanlagen im Erdreich sind auf Dichtheit zu überprüfen. Diese Dichtheitsprüfung ist gemäß den Prüfrichtlinien DIN EN 1610 durchzuführen.

Die Prüfung der Rohrleitungen, Schächte und Inspektionsöffnungen ist mit Luft (Verfahren L) oder mit Wasser (Verfahren W) durchzuführen. Eine getrennte Prüfung einer Anlage, z. B. Schächte mit Wasser und Rohre mit Luft, ist möglich. Daneben ist der Zeitpunkt der Herstellung der Entwässerungsleitungen der Kommune mitzuteilen um dieser die Möglichkeit von Nachprüfungen zu geben. Bei uns wurde diese Dichtheitsprüfung mit Wasser vorgenommen. Hierzu sind sämtliche Öffnungen des zu prüfenden Leitungsabschnittes druckdicht zu verschließen. Die PE Rohrleitung braucht wegen ihrer längskraftschlüssigen Verbindung nicht gegen Lageveränderungen gesichert werden. Nach dem Füllen der Rohrleitung und vor der eigentlichen Druckprüfung sollte eine Vorbereitungszeit von ca. eine Stunde eingehalten werden. Die Rohrleitungen sind zur Prüfung bis OK Gelände mit Wasser zu füllen. Der Prüfdruck darf am tiefsten Punkt der Prüfstrecke max. 500 mbar, muss jedoch mindestens 100 mbar betragen. Der Prüfdruck ist innerhalb von 10 mbar durch Auffüllen mit Wasser 30 Minuten aufrecht zu erhalten. Die Prüfanordnung ist erfüllt, wenn das Volumen des zugefügten Wassers auf die benetzte Innenoberfläche folgende Werte nicht überschreitet:

  •   0,15 l/m2 für Rohrleitungen

  •   0,20 l/m2 für Rohrleitungen einschließlich Schächte

  •   0,40 l/m2 für Schächte und Inspektionsöffnungen

 

Zum Schluss noch ein kurzer Blick durch die Haustür auf den frisch gelegten Estrich. Belasten darf man den Estrich erst nach drei Tagen. Deshalb muss der Blick durch die Haustür ausreichen. Auffallend ist hohe Luftfeuchtigkeit und die Wärme, die einem entgegenschlägt.

Und um einen Mangel zu erkennen reicht es bereits aus die Haustüre zu öffnen. Nach DIN 4109, Tabelle 4, ist der Estrich von unbeweglich installierten Baukörpern mit einem Randdämmstreifen schalltechnisch zu entkoppeln. Bei unserer Fertigbetontreppe ist das nur an den sichtbaren Seiten des Treppenansatzes erfolgt. Unter der Treppe ist der Estrich stumpf gegen die erste Stufe gelegt worden. In welche Richtung soll der Estrich da noch schwimmen können?



09.07.2007:

Heute teilte uns unser Anwalt mit, dass Hausbau Bethel auch das zweite Scheiben mit der Bitte, uns die gemessenen Werte an dem wirkungslosen Fundamenterder mitzuteilen, ignoriert. Zur Erinnerung an den Sachverhalt bitte hier klicken. Dass diese Vorgehensweise von Hausbau Bethel kein Einzelfall ist habe ich inzwischen auch von anderen Bauherren erfahren, die dachten, ihnen würde so etwas mit einem Viebrock-Franchisenehmer wie Hausbau Bethel nicht passieren. Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer klüger. Ich habe bei jedem Termin mit dem Bauleiter nachgefragt, ob wir eventuell sogar noch vor dem Abnahmetermin am 03.08. eine Reaktion auf unser Schreiben - in welcher Form auch immer - erwarten können. Der Bauleiter antwortete immer, er könne da nichts zu sagen, er würde sich da heraushalten. Da stellt sich dem depperten Bauherr doch die Frage, wofür brauche ich einen Bauleiter, der meine Fragen nicht beantwortet?

Apropos Abnahmetermin: Die Abnahme ist in § 12 VOB/B geregelt. Demnach kann wegen wesentlicher Mängel die Abnahme bis zur Beseitigung verweigert werden. "Wesentlich" sind in diesem Zusammenhang Mängel, die die Funktionsfähigkeit des Bauwerks beeinträchtigen, oder auch solche die die Gebrauchsfähigkeit erheblich einschränken. Das lokale Energieversorgungsunternehmen wird das Haus nicht an das öffentliche Stromnetz anschließen, wenn keine ausreichende Erdung gegeben ist. Ohne Strom ist das Haus in seiner Funktionsfähigkeit beeinträchtigt. Schließlich wurde ein Werkvertrag über die Erstellung eines Wohngebäudes und nicht über einen stromlosen Trümmer geschlossen. Ich glaube schon, dass man diesen Mangel als "wesentlich" klassifizieren kann. Wie dem auch sei, ich bin  einigermaßen entsetzt. Nachtrag vom 29.08.07: Entgegen dem Schreiben von Hausbau Bethel stellt sich nach mehreren Messungen heraus, dass die Fundamenterdung ausreichend ist.

Ich werde die Angelegenheit morgen früh zwei Ebenen höher eskalieren lassen und rechne dann mit irgendeiner Reaktion. Dazu morgen mehr.

Die Entwässerungsleitungen wurden heute fertiggestellt. Ein Fallrohr ist krumm und schief wieder montiert worden, da muss nachgebessert werden.

Parallel dazu war heute der Maler da. Er will bis Mittwochmittag alle Rigipswände und Rohrkästen sowie die Fugen in den Betondeckenteilen dreimal gespachtelt und geschliffen haben. Herr Herrmann ist übrigens ein sehr angenehmer Typ. Ich hatte bereits im Vorfeld nur Positives von anderen Bauherren über ihn gehört.

Dann war jemand da, der die Wandscheiben für die Duscharmatur im EG, die ja bereits eingeputzt sind, wieder freigelegt hat um die Schallentkopplung nachzuholen. Zudem hat er die Wärmepumpe an den Baustromkasten angeschlossen um den Estrich trocken zu heizen.



10.07.2007:

Heute Nacht gegen 4 Uhr habe ich meine Prioritäten dann doch geändert. Anstatt mich um den wirkungslosen Fundamenterder zu kümmern wollte ich erst mal nur zum Arzt um mir stärkere Schmerzmittel zu besorgen. Nachts, wenn ich das Hüftgelenk überhaupt nicht belaste, habe ich weitaus stärkere Schmerzen als wenn ich ab und zu ein paar Schritte mache. Das Schmerzmittel lässt nach ca. 4 Stunden in seiner Wirkung nach und wenn ich täglich nur drei davon nehmen darf habe ich nachts ein Problem.

Auf dem Weg zum Orthopäden bin ich noch kurz am Haus vorbei um mit dem Elektriker zu sprechen, dessen Anwesenheit heute eigentlich geplant war. Er war jedoch nicht da. Dafür war die Freude jedoch umso größer als ich in die Diele kam. Da meine Arbeitskraft ja nun ausfällt hatte ich die Firma SSH, Stefan Stodiek Holztechnik aus Bielefeld beauftragt unter der Betontreppe die Rigipswände auf Holzständerwerk für meinen Technikraum zu erstellen. Herr Stodiek wird uns auch die Innentüren einbauen. Die Türen sehen so aus, dem ein oder anderen werden sie bekannt vorkommen:

 

 

Insgesamt werden elf Weißlack-Türen in massivem MDF eingebaut, eine davon in der rechts abgebildeten Variante. Die Beschläge werden ähnlich wie rechts in Edelstahl-Rosetten-Ausführung sein.

 

Obwohl es noch früh am Morgen war hatte Herr Stodiek bereits das Ständerwerk erstellt. Kurz bevor der Estrich gelegt wurde hatte ich in den vorgesehenen Wandbereichen 10 cm dickes Styropor zwischen den Wärmedämmplatten aufrecht mit Silikon fixiert. Die hatte Herr Stodiek bereits entfernt so dass er dort direkt auf die Bodenplatte die erste Holzlage, ziemlich dicke Latten in 5x10cm, fixiert hatte. Hierbei kommt es darauf an Berührungspunkte mit dem umgebenden Estrich zu vermeiden um dem Schallschutz zu genügen und dem Estrich Raum zum "Schwimmen" zu lassen. Auch die später anzubringenden Rigipsplatten müssen berührungslos knapp über dem Estrich beginnen. Die 5mm-Fuge an dieser Stelle wird später von der Fußleiste verdeckt. Die Konterlatten, die direkt an Wand und Treppe geschraubt werden, müssen vorher mit Schallschutzband beklebt werden. Unter dem Treppenansatz hat der Holztechniker das ziemlich geschickt gelöst. Die unterste Latte scheint nur auf dem Estrich aufzuliegen, sie ist jedoch nur an den Seitenwänden verschraubt und bietet trotzdem genug Auflage für den Rigips.

 

Wow! Nach zwei Stunden Wartezeit beim Arzt war ich erneut überrascht. Ich kann mir Vorstellen welche Friemelei das gewesen sein muss. Schließlich sind die Treppenläufe an keiner Stelle wirklich gerade. Sie verlaufen in kleinen, auf den Bildern nicht erkennbaren Bögen. Das Problem besteht darin an diesen Stellen die Konterlattung so zu schrauben, dass sie genug Auflagefläche bietet und gleichzeitig die Fuge so eng auszuführen, dass der Spachtel ausreichend Halt findet und nicht heraus- oder durchfällt. Der Chef der Firma selbst hatte in diesen zwei Stunden das Ständerwerk mit 80 mm Glaswolle gedämmt, beidseitig beplankt und bereits einmal verspachtelt. Und das alles so was von im Lot, dass ich dachte, die dort herumstehende Wasserwaage sei manipuliert. Auch die Übergänge zwischen Beton und Rigips sind so glatt, dass hier sogar ein bloßer Farbanstrich in Frage kommt. Respekt, Herr Stodiek! Und das alles zu einem Preis, zu dem ich das in dieser Qualität selbst hätte gar nicht machen können. In dieser Angelegenheit hat sich mein Handicap jedenfalls mal positiv ausgewirkt.

 

Inzwischen war die vom Energieversorgungsunternehmen beauftragte Firma eingetroffen um die Hausanschlüsse für Wasser, Telekom und Strom herzustellen. Sie hatte die Stutzen, die von der Multifunktionsmuffe im HWR nach außen geführt wurden, bereits freigelegt und mit dem Aushub des Kabelschachtes begonnen. In 80 cm frostsicherer Tiefe werden hier Schutzrohre eingebaut in die dann die Leitungen eingezogen werden. 

 

Links im Bild kann man diese Schutzrohre noch erkennen. Sie sind für Wasser, Strom und Telekom entsprechend blau, rot oder schwarz gekennzeichnet. Durch den Telekom-Stutzen haben mir die Jungs zusätzlich noch ein 40 m langes Erdkabel  durchgeführt, welches mal Gartenhaus und Carport mit Strom versorgen soll. Das Kabel hat mir ein Freund geschenkt, der es übrig hatte. Danke, Heiko! Heiko baut übrigens sensationelle Edelstahl-Grills. Sobald unsere Terrasse fertig ist werden wir uns da so ein Ding hinstellen. Bei Interesse empfehle ich diesen Link zu Heikos Angebot bei ibai.

 

Die kommende Woche ist der Fliesenleger im Haus. Da ich sichtbare unlasierte Fliesenkanten schon immer hässlich fand bin ich auf diese Abschlussprofile der Firma Schlüter fixiert. Es gibt sie je nach verwendeter Fliesenstärke in unterschiedlichen Höhen. In der Vergangenheit habe ich diese Schienen bereits in zwei, drei Bädern in der runden Viertelstab-Variante verbaut. Rechts im Bild sieht man den Querschnitt der eckigen Variante, die Schlüter erst seit letztem Jahr im Angebot hat. Die soll es diesmal sein. Klar, bei den V&B-Fliesen werden auch einige Jolly-Fliesen dabei sein. Aber die reichen bei der Vorwandmontage erfahrungsgemäß, wo ja zwangsläufig eine Menge Ablagefläche entsteht, meist nicht aus. Zudem finde ich, dass sie optisch auch mehr her machen. Morgen werde ich anhand der Pläne das entsprechende Aufmaß nehmen und sie dann bestellen. Hoffentlich klappt die Lieferung noch bis Montag.



11.07.2007:

Eigentlich wollte ich heute morgen nur kurz zum Arzt um Blut für diverse Untersuchungen entnehmen zu lassen. Auf dem Weg dorthin schaute ich noch kurz auf der Baustelle vorbei um mich von meinem Spachtelkönig, Herrn Herrmann, zu verabschieden. Er hat echt super Arbeit geleistet die ich später noch im Bild dokumentieren will. Die Elektriker waren auch schon vor Ort um die Steckdosen sowie die Verteilung im HWR zu installieren. Die Firma, die für den Energieversorger heute die Hausanschlüsse fertig stellen wollte, hatte übrigens früh morgens telefonisch abgesagt. Ihnen ist ein Wasserrohrbruch dazwischen geraten. Solche Infos hätte ich mir ab und zu öfter mal gewünscht.

Aus dem "Nur-mal-eben-Blut-abnehmen-Termin" wurde ein medizinischer Marathon. Nach weiteren Röntgenuntersuchungen stellte ich mich am Vormittag noch bei einem Prof. Dr. K. in Bünde vor. Nach weiteren Röntgenaufnahmen eröffnete er mir folgende Diagnose: Unstrittig ist, dass sich in meinem linken Hüftkopfknochen ein Knochenmarködem gebildet hat. Das Ödem entwickelt im Knochen einen Druck, der so viel Schmerzen auslöst, dass ich zur Zeit ohne Analgetikum weder stehen, sitzen oder liegen kann. Der Hüftknochen soll deshalb Anfang kommender Woche an zwei Stellen mit einen 6mm-Bohrer aufgebohrt werden um im Knochen eine Druckentlastung herbeizuführen. Anschließend werde ich für mindestens drei Tage im Krankenhaus weilen. Um über den Tag und die Nacht zu kommen nehme ich inzwischen Valoron 200, ein morphimes Opiat, welches als Nebenwirkung dösig macht. Das Knochenmarködem wird mich für mindestens sechs bis acht Wochen außer Gefecht setzen. Ich kann mir also jetzt schon mal darüber Gedanken machen wer meine Eigenleistungen ausführen soll. Mein Bruder hat sich spontan schon mal für die Tapezierarbeiten angeboten.

Nun bin ich ja nicht nur Bauträgern sondern manchmal auch Ärzten gegenüber kritisch eingestellt, erst recht, wenn mir mit großen Bohrern gedroht wird. Heute bekam ich keine dritte Meinung mehr an die Strippe. Mittwochnachmittags ist bei Ärzten sprechstundentechnisch eben nicht viel möglich. Also werde ich mich morgen früh erneut darum bemühen.

Apropos Bemühungen: In Sachen "Fundamenterder" bekam ich heute einen Rückruf von Frau Ehlen. Sie macht die interne Qualitätskontrolle bei der Viebrockhaus AG in Harsefeld und kümmert sich daneben um ignorante Frenchisenehmer. Sie hat zugesagt sich auch in unserem Fall zu kümmern und will mich morgen erneut zurückrufen. Nachtrag vom 30.08.07: Auf diesen Rückruf warte ich bis heute. Und ich dachte, vom Frenchisegeber könnte man in dieser Sache Unterstützung erwarten.

Dann habe ich heute Nachmittag beim Baustoffcenter Linnenbecker in Bielefeld angerufen und die Fliesenabschlussleisten bestellt. Sie werden spätestens Dienstag da sein.



12.07.2007:

 


Heute standen die sog. Umbindungsarbeiten auf dem Plan. Das heißt, dass die vier Rückläufe sowie die vier Vorläufe der Erdsonden zu jeweils einem Strang zusammengeschweißt und dann in das Haus bis zur Wärmepumpe eingeführt werden. Hierzu reisten zwei Mitarbeiter der Firma Thiele aus Wathlingen an. Links im Bild der Schacht durch den die Sonden zur Durchführung verlegt werden. Die Sonden müssen in frostsicherer Tiefe von 80 bis 90 cm liegen. Rechts erkennt man die zusammengeschweißten T-Stücke mit denen die Sonden zusammengeführt werden.

 

Die Sonden werden durch die Kernbohrungen in der Bodenplatte in den HWR eingeführt. In der Bohrung sitz ein 100er HT-Rohr. Diese Öffnung wird  durch eine Doymar-Spannmuffe verschlossen. Mal davon abgesehen dass HT-Rohr in der Bodenplatte nicht zugelassen ist - hierfür verwendet man sog. KG-Rohr - kann das aus meiner laienhaften Sicht so nicht in Ordnung sein. Ich will jedoch zunächst mit unserer Bausachverständigen sprechen bevor ich hier die "Pferde scheu mache".

 

Dann ist heute die vom Energieversorger beauftragte Firma mit den Hausanschlussarbeiten fertig geworden. Sie hat Strom, Wasser und Telefon durch die Multifunktionsmuffe im HWR eingeführt. Das Wasserrohr wurde mit sog. Schweißwinkeln verlängert und bis zur Halterung der Wasseruhr geführt. Rechts im Bild sieht man sehr gut die herausragenden Nippel. An diesen Stellen wird mit einem Stromaggregat Strom auf die Muffe gegeben. Die Muffe ist so aufgebaut, dass die sich entwickelnde Hitze eine Klebeschicht in der Muffe löst, die das Wasserrohr mit der Muffe dicht verbindet.

 

Dann sind die Elektriker gestern mit der Installation der Steckdosen und der Verteilung fertig geworden. Der Verteilerkasten ist von der Firma Siemens. Der Belegungsplan der Sicherungen klebt auch schon in der Schranktür. 

Die Rahmen und Schalterabdeckungen werden erst montiert wenn die Wände gestrichen oder tapeziert sind.

 

Und jetzt noch mal das Thema "DIN-gerechte Schallentkopplung". Zu sehen sind die Wandwinkel für die Montage der Eckwinkel unter der Küchenspüle. Sie sind auf ein Stück Rigips geschraubt worden bevor der Putz aufgebracht wurde. Inzwischen wurde sog. Isolier-Filz zwischen Wandscheibe und Rigips geklebt. Mit 2 mm dickem Klebeband kann man meiner Meinung kaum Schallschutz betreiben wenn die Schrauben durch die Scheibe und dieses Pseudoschallband in die Wand geschraubt werden.

 


So sieht eine DIN-gerechte schalltechnisch entkoppelte Aufputz-Armatur aus. Die Grundplatte wird mit zwei Schrauben auf die Wand geschraubt, die Rotguss-Wandscheibe mit separaten Schrauben darauf fixiert. Ich hoffe jedenfalls, dass es sich um eine Rotguss-Scheibe handelt weil Messing-Fittings auch nicht zulässig wären. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Darauf zu achten ist, dass nur die Schrauben der Grundplatte Berührung mit dem Mauerwerk haben. Die weiße Kappe links im Bild wird zusätzlich für Armaturen verwendet, die unter Putz ausgeführt werden, also im Nachgang eingeputzt werden. Die abgebildete Schallentkopplung ist eine von zahlreichen Anbietern, also nichts unbekanntes. Diese von der Firma Uponor kostet beispielsweise 3,21 € zzgl. MwSt. In Relation zu den Kosten, die entstehen wenn der Sanitärinstallateur zur Nachbesserung anreist, sind das Peanuts.



13.07.2007:

 

Nachdem ich heute Morgen dem Bauleiter meine Bedenken zur Ausführung der Sondeneinführung erläutert hatte, stimmte mir dieser uneingeschränkt zu. Wie ganz zu Beginn erwähnt hatten die Betonbauer beim Legen der Bodenplatte vergessen die Durchführungen für die Erdsonden in den HWR in den Beton einzubringen. Diese Durchführungen sind normalerweise aus KG-Rohr und sehen dann so aus wie rechts im Bild.

Dieses Versäumnis sollte also nachgeholt werden. Es wurden zwei 100er Kernbohrungen ausgeführt, die im HWR senkrecht durch die Bodenplatte gehen. Anschließend wurden die Öffnungen mit einem 110er-Bohrdurchmesser auf den ersten 5 cm der Bohrung aufgeweitet um ein HT-Rohr einstecken zu können. Es ragte ca. 20 cm heraus und sollte verhindern, dass die Estrichleger die Öffnung wieder verschließen.

Inzwischen liegt ja der Estrich, darunter befindet sich 12 cm dickes Styropor zwecks Wärmedämmung. Ich hatte mit dem Bauleiter abgesprochen, dass so wohl im unteren Bereich als auch im oberen Bereich der Bohrung je eine Spannmuffe installiert wird, die die Öffnung nach der Sondeneinführung druckwasserdicht verschließen sollen. Die Firma Thiele hat jedoch trotz meiner Intervention vor Ort nur eine Spannmuffe auf Höhe des Styropors installiert. Darunter liegt nun ein Hohlraum in dem sich aufsteigende Feuchtigkeit sammeln und zwischen Bohrung und HT-Rohr in den Estrich ziehen kann. Das Gemeine daran ist, dass Feuchtigkeit im Estrich, der befliest ist, erst auffällt, wenn er sich in seine Bestandteile auflöst, zusammenbricht. Nun ja, vielleicht wäre der Schimmel schon eher durch die Fliesenfugen gekommen. Wie dem auch sei, der Bauleiter hat ohne Murren zugesagt, die Firma, die bereits die Kernbohrungen ausgeführt hat, zur Nachbesserung zu bestellen. Es soll jeweils eine Kapillar-Dichtung der Firma Rabeneick von unten in die Bohrungen eingeführt werden.

 

Dann habe ich auf dem Weg zum Arzt gegen 11 Uhr an der Baustelle vorbeigeschaut. Es war zwar niemand mehr anwesend, dafür aber einige Ergebnisse sichtbar. Zuerst fiel mir das feuerverzinkte Stahlgeländer vor dem bodentiefen Fenster im Arbeitszimmer auf. Wir haben damals die aufpreisige Variante Nr. 3 ausgewählt. Wenn man jedoch auf die beiden aufgesetzten Kugeln verzichtet erhält man das auch ohne Aufpreis. Wir fanden es auch ohne Kugeln schicker, so habe wir das dann auch gemacht. Da im Standard der Viebrockhäuser ja nun gar keine Malerarbeiten enthalten sind müssen wir das Ding irgendwann noch lackieren. Ich hatte mir zwar vorgestellt, dass die Firma, die das Geländer montiert hat, nur die Bohrungen passend herstellt und wir es anschließend in Ruhe lackieren und selbst anbauen. Das wäre eigentlich mal ein Job für meinen alten Herrn gewesen. Oder für meinen Kumpel Mi, der kann mit dem Pinsel umgehen. Egal, jetzt sitzt das Ding. Ich kann zur Zeit sowieso nicht auf die Leiter. Das Geländer wurde gerade montiert und es wurden Edelstahlschrauben verwendet. Also alles bestens. Nachtrag vom 14.09.07: Denkste! Im Rahmen der heutigen Abnahme stellte sich heraus, dass es nicht ausreicht die Befestigungsschrauben im Klinkermauerwerk zu verankern. Sie müssen durch den Klinker hindurch bis in das Hintermauerwerk geführt werden. So ist das nicht fachgerecht.

 

Dann musste ich bei der Firma E. aus Werther, die uns die Fallrohre an den Regenwasserkanal angeschlossen hat, noch um Nachbesserung bitten. Um das KG-Rohr von unten überzustülpen wurden die beiden unteren Schlagschellen gelöst und dann wieder befestigt. Links im Bild sieht man, dass das Rohr nun einen Bogen macht, unten zu nah am Klinkermauerwerk verläuft. Zudem macht es einen leichten "Schlenker" von oben links nach unten rechts (siehe rechtes Foto).

 

Die unterste Schlagschelle sitzt krumm und schief. Sieht aus, als wäre das Rohr regelrecht vergewaltigt worden. Der Chef der Tiefbau-Firma wird sich das noch mal ansehen. 


Da ja nun das Geländer installiert ist habe ich es gleich einem Belastungstest unterzogen und meinen schlanken Körper einmal weit aus dem Fenster gelehnt. Bei der Gelegenheit habe ich das im Bild dokumentiert, was ich auf dem Boden stehend nie belegen konnte. Die Dachrinne hat zwar Gefälle, aber in die falsche Richtung. Und das ist bei beiden Rinnen auf der Südseite der Fall. Der Bauleiter hatte mir vor Wochen mal eine Prüfung zugesagt, ich werde ihn erinnern.

 

Die Hausanschlüsse im HWR sind nun alle fertiggestellt. Nur die Grube vor dem Haus ist noch geöffnet.


Sehr gut sieht man hier, wie Strom, Wasser und Telekom an die Versorgungsleitungen unter der Straße angeschlossen wurden.

 

Und da wir uns ja an Details nicht aufhalten wollen :-) und immer das Ganze im Blick behalten möchten, hier noch zwei Aufnahmen aus der Totalen. Ich glaube ohne Gerüst gibt es von unserem (liebevoll genannten) "Trümmer" noch gar keine Bilder.

Für die kommende Woche sind nur die Fliesenarbeiten vorgesehen. Der Bauleiter hat mir zugesagt, dass Montagmorgen zunächst die Feuchte im Estrich gemessen wird. Diese muss unter 2 % liegen, ansonsten dürfen die Fliesen nicht aufgebracht werden. Die Umbindungsarbeiten sind ja bereits diese Woche geschehen und unsere Eigenleistung "Innentüren einbauen", die eigentlich auch kommende Woche dran gewesen wären, sind erst Mitte September lieferbar.

Nun fragt sich der ein oder andere vielleicht, wie das dann noch mit dem Einzug zum Abnahmetermin am 05.08. klappen soll. Unabhängig von meinem Handicap, das uns in Sachen Eigenleistungen wie Tapezieren, Bodenbeläge, etc. natürlich bremsen wird, haben wir nie damit gerechnet sofort nach der Abnahme einziehen zu können. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass wir diese Arbeiten nach und nach zwar zügig erledigen aber nicht über´s Knie brechen wollen. Dabei spielte natürlich der Gedanke eine Rolle, dass der Wasserzähler am Standrohr ziemlich genau 24.000 Liter auf dem Ticker hat. Es kann bis jetzt höchstens zu einem Bruchteil diffundiert sein. Erschwert wird dieser Trocknungsprozess natürlich noch durch die 2-Liter-Technik, das Haus wurde quasi luftdicht eingeschweißt, die Belüftungsanlage ist noch nicht in Betrieb. Zum anderen kann die Feuchtigkeit im Mauerwerk nur in eine Richtung diffundieren wenn bereits Kerndämmung und Klinker hochgezogen wurden während die EG-Decke noch nicht einmal gegossen war. 

Apropos Handicap: ich habe inzwischen die dritte Meinung zur weiteren Therapie meines Knochenmarködems (KMÖ) im Hüftknochen eingeholt. Prof. Dr. Bartl vom Bayerischen Osteoporosezentrum der Uni München hat in einer vierjährigen Studie, im Rahmen dessen 130 KMÖ-Patienten mit ambulanten Bondronat-Infusionen verarztet wurden, eine 80%ige Erfolgsquote erreicht. Ich konnte meinen Orthopäden davon überzeugen dass mir Infusionen irgendwie sympathischer erscheinen als Hüftknochenbohrungen. Er hat mir das Zeugs verschrieben, allerdings mit dem Hinweis, dass die Krankenkasse murren könnte, da diese Therapieform bei KMÖ-Patienten nicht üblich sei. Eigentlich wird das Zeugs bei Knochentumor-Patienten angewendet. Es enthält Ibandronsäure. Ibandronsäure  ist ein Bisphosphonat. Diese Arzneimittelgruppe hemmt die Aktivität der Osteoklasten, Zellen, die für den Knochenabbau verantwortlich sind. Außerdem verbinden sich Bisphosphonate mit den Mineralstoffen im Knochen und verhindern, dass diese aus dem Knochen herausgelöst werden. Dadurch wird die Entmineralisierung des Knochens aufgehalten und eventuell sogar Knochensubstanz wieder aufgebaut. Schmerzen und Brüche der Knochen können dadurch vermieden werden. In der Apotheke schmerzte es dann doch wieder irgendwie; für vier Infusionen habe ich 1.407 Euro bezahlt. Egal, wenn die Schmerzen schwinden binde ich mir die gerne ans Bein (im wahrsten Sinne des Wortes) sollte die Kasse die Kosten nicht übernehmen. Im schlimmsten Fall kann ich die Kosten dann eben noch im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung als außergewöhnliche Belastungen steuermindern geltend machen.



16.07.2007:

Heute erschienen zwei Fliesenleger auf der Baustelle. Sie fliesen bei uns die beiden Bäder sowie das gesamte EG, ausgenommen den Wohn-/Essbereich. Hier wird der Bauherr nach seiner Genesung selbst Hand anlegen.

Ich hatte den Bauleiter gebeten vor dem Befliesen des Zementestriches eine Feuchtemessung vornehmen zu lassen. Entsprechender der Richtlinie für den Einsatz von Bodenbelegen auf Fußbodenheizungen des Bundesverbandes Flächenheizungen e. V. muss ein Zementestrich, der mit keramischen Fliesen im Dünnbettmörtelverfahren belegt wird, weniger als 2% Feuchtegehalt aufweisen. Der Bauleiter hat meiner Bitte sofort gern entsprochen und eine Firma mit der Messung beauftragt. Leider hat diese jedoch erst morgen früh Zeit die Messung vorzunehmen. Deshalb werden die Fliesenleger zunächst mit der Befliesung der Wände in den Bädern beginnen.



17.07.2007:

 

Heute morgen wurde die Feuchtemessung des Estriches in allen EG-Räumen vorgenommen. Es gibt verschiedene Arten der Feuchtemessung. Bei uns wurde ein patentiertes Verfahren der Firma Gann mit der Hydromette Uni2 mit der Aktiv-Elektrode B 50 angewendet. Die Elektrode erzeugt ein konzentriertes Hochfrequenzfeld mit einer hohe Tiefenwirkung. Es ist ein preisgünstiges Verfahren um die Feuchtigkeit in Materialien zerstörungsfrei zu bestimmen.

Der Feuchtigkeitsgehalt wird elektronisch angezeigt. Es sind Messungen bis zu 6 cm Tiefe möglich, unabhängig davon ob Metall o. ä. im Estrich vorhanden ist.

Das Ergebnis bestätigte unsere Vermutung. Der Wassergehalt im Estrich beträgt zwischen 3,4% und 4,0%. Für die Belegung des Estriches mit Fliesen ist das zuviel, der gemessene Wert müsste unter 2% liegen.

 

Der Bauleiter rief dann auch prompt an und erklärte das weitere Vorgehen. Von den beiden Fliesenlegern wird heute noch einer auf der Baustelle verbleiben um die Wandfliesen im EG fertig zu stellen. Anschließend wird nicht weitergearbeitet bis der Estrich trocken genug ist. Hierzu werden zwei Bautrockner und ein Gebläse der Firma Heylo aufgestellt. aufgestellt. Die Fenster sollen tagsüber nicht geöffnet werden um bei den herrschenden Außentemperaturen Kondensatbildung zu vermeiden. 

 

Abends war dann die Wand im Gäste-WC bereits fertig gefliest.



19.07.2007:


Gefliest wird mit der V&B Fliese White Line nur bis zu einer Höhe von 1,35 m. Auf meinen Wunsch hin wurde der Bereich der Bordüre um 56 mm ausgespart. Die Bordüre werden wir in Eigenleistung kleben. Normaler Fliesenkleber wäre hier sowieso nicht geeignet gewesen. Für Glasmosaik verwendet man speziellen Kleber.

 

Im Gäste-WC hatten wir uns für diese Bordüre entschieden. Das war bevor wir den Preis kannten. Es ist eine V&B-Bordüre und heißt Zebra 1053WB22. Bei 10,25m Bordürenlänge wären wir mit über 750 € dabei gewesen. Für´s Pinkeln im Gäste-WC fand ich das dann doch recht heftig, bei aller Freundschaft und Gastfreundlichkeit. Zum Glück hatten wir im Baustoffcenter Linnenbecker in Bielefeld eine wirklich fähige Beraterin kennen gelernt. Sie kannte einen Hersteller der die gleiche Bordüre in den gleichen Nennmaßen herstellt. Als ich sie sah dachte ich sofort an ein Plagiat oder Markenpiraterie. Neben dem Preis, das Stück kostet nur knapp die Hälfte des V&B-Produktes, kommt mir auch die Länge mit 25 cm sehr entgegen. Diese Länge entspricht nämlich den horizontalen Seitenlänge der Fliesen in diesem Bad.

 


Im eigentlichen Bad bestimmt die Dame des Hauses die Fliesenausstattung. Im Rahmen der Bemusterung hatte sie sich in diese Bordüre verguckt. Die V&B-Bordüre heißt Look 3753 FC58 und ist dunkelrot glänzend. Das Nennmaß beträgt 2,5 cm im Quadrat.

Ich weiß nicht warum, aber sie ist nur im Standard der Editions-Häuser und nicht um Maxime-Standard enthalten. Aber sie sollte es unbedingt sein. Und ich hatte mir am 07.07.2006 geschworen, dass ich keine Apothekenpreise bezahlen werde und es sich deshalb erübrigt sich nach dem entsprechenden Aufpreis zu erkundigen. Also musste ich versprechen, dass ich genau diese Bordüre in Eigenleistung beschaffen und kleben werden.


Meine Entscheidung wurde heute bestätigt. Ich habe heute genau diese Bordüre bestellt und war positiv überrascht. Für diese Bordüre gelten Quadratmeterpreise. Für 12,40 m Bordürenlänge benötigen wir weniger als 0,75 qm und diese 12,40 m Mosaikbordüre von V&B kosten sensationelle 45 €. Warum sie aber nur im Standard der Editions-Häuser enthalten ist verstehe ich nun erst recht nicht. Egal, die Dame des Hauses hat richtig guten Geschmack, wie ich finde.

 

Für den Bodenbelag in beiden Bädern haben wir und für die Fliese New Port, anthrazit, in 30 x 60 cm entschieden. Dunkle Fliesen sind bei Fußbodenheizung sowieso am energieeffizientesten. Kein Spaß, sie geben die Wärme besser ab als helle Fliesen.

Im gesamten Erdgeschoss wird außer im Bad und im Wohn-/Essbereich die V&B-Fliese Sempra in hellbeige geklebt. Auf dem Foto wirken die Farben etwas zu kräftig als in real. Sie wird auch im halbseitigen Versatz geklebt. Es handelt sich hierbei um eine Sonderserie von V&B, angeblich ist es das Einstiegsgeschenk von V&B an Viebrock. Inzwischen soll sie nicht mehr produziert werden.


Gerade bei den Trockenbauern und den Wasser- und Heizungsinstallateuren hatte ich immer den Eindruck, dass sie sehr viel handwerkliches Können und auch Fachwissen auf dem Kasten haben. Um diese Gewerke machte ich mir bisher am wenigsten Sorgen. Umso erstaunter war ich als ich diesen Nachbesserungsversuch sah. 

 

Auf die Blindstopfen der Armaturenanschlüsse in der Dusche im DG hatte jemand dieses Stück Wärmeschutzschlauch für Wasser- und Heizungsrohre gestülpt. Sollte das die Nachholung der Schallentkopplung sein? Selbstverständlich dürfen die Anschlussbögen der Armatur keinen Kontakt zum Rigips haben. Haben sie auch nicht. Es geht um die Verschraubung dieser Wandscheiben auf dem Rigips bzw. auf die Holzverstärkung dahinter. Hier wird der Schall übertragen. Wie so eine DIN-gerechte Schallentkopplung aussehen kann habe ich hier am 12.07.2007 dargestellt.

 

 

Spätesten wenn in den Nassbereichen rund um die Wanddurchführungen diese Dichtmanschetten aufgeklebt werden, müssten diese "Überzieher" sowieso wieder entfernt werden. Nach DIN 18195-5 muss für Verbundabdichtungen an Wand und Boden mit Fliesen und Platten gegen nicht drückendes Wasser in feuchtigkeitsbelasteten Bereichen, z.B. in Bädern, Duschen, Waschräumen, Sanitäranlagen zusätzlich abgedichtet werden. Bei uns wird diese hochelastische, rissüberbrückende, einkomponentige, lösemittelfreie Flüssigkunststoffabdichtung der Firma Sopro verwendet.  

 

Vorher ist die Gipskartonplatte mit Grundierung vorzubehandeln. Anschließend werden Sopro Dichtmanschetten über die Rohrstutzen gestülpt und mit den Geweberändern in die Abdichtungsschicht eingebettet. Nach einer Ablüftzeit von ca. 1-2 Stunden wird die zweite Schicht aufgetragen. Nach weiteren 1-2 Stunden kann der Fliesenbelag mit flexiblem Dünnbettmörtel aufgebracht werden.



23.07.2007:

Den heutigen Tag auf der Baustelle fand ich weniger gut organisiert. Ich hatte in den letzen Wochen den Eindruck gewonnen, dass das Projekt als Ganzes sehr gut vorgeplant war. Jeder Handwerker wusste genau wann er was und bis wann zu erledigen hatte um die Folgegewerke nicht zu beeinträchtigen. Das entsprechende Material war meist punktgenau geliefert worden, Restmaterial war fast nie übrig geblieben.

Auf dem Weg zum Arzt fuhr ich an der Baustelle vorbei. Da die letzte Woche aufgrund der zu hohen Estrichfeuchte nur zum Trocknen genutzt worden war sollte diese Zeit heute offensichtlich mit erhöhter Muskelkraft aufgeholt werden. Drei Fahrzeuge der Firma Wendt mit Anhänger und sieben Mitarbeiter der Firma waren bereits morgens auf der Baustelle.

Drei Trockenbauer waren für mich überraschend dabei. Sie hatten den Auftrag die Höhe der Vorwandelemente im Bad zu korrigieren. Dass diese zu hoch ist war mir noch gar nicht aufgefallen. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass ich die Höhe ab Oberkante Rohfußboden geprüft und auch im Bild festgehalten hatte. Dass irgendetwas mit den Ablagehöhen nicht passen sollte hatte mir der Bauleiter am Freitagmittag noch auf die Mailbox gesprochen. Als ich zurückrief war ich erstaunt, dass das Handy des Bauleiters N. auf das Handy des Bauleiters E. umgeleitet war. Melden tat sich nur dessen Mailbox. Ich sprach darauf und bat um Rückruf. Stunden später, ich hatte bereits mehrer Versuche auf Handy und Festnetzanschluss des Bauleiters N. hinter mir, erreichte ich die Dame vom Empfang bei Hausbau Bethel. Herr N. sei zwei Wochen im Urlaub. Herr E. werde mich zurückrufen. Das ist jedoch nicht geschehen.

Nachdem die Rigips-Platten vor den Vorwandelementen entfernt waren machte ich deutlich, dass mit einer Korrektur der Ablagenhöhe die Höhe der Waschtischoberkanten nicht mehr wie gewünscht auf 90 cm OKFF lag. Die Vorwandelemente waren nach unseren Wunschhöhen geschweißt worden, die Bolzen der Waschtischbefestigungen sind bei diesen Elementen nicht separat justierbar. Nachdem die Handwerker weder den Bauleiter, noch einen Vertreter noch den Projektleiter bei Hausbau Bethel erreichen konnten brachen sie den Nachbesserungsversuch ab um ihre Zeit sinnvoller auf einer anderen Baustelle zu nutzen.

Zwischenzeitlich erschien der von Hausbau Bethel beauftragte Estrichfeuchtemesser um eine Kontrollmessung vorzunehmen, heute sollten ja mit verstärkter Manpower die Bodenfliesen geklebt werden. Das Ergebnis war ernüchternd. Während am letzten Dienstag noch 3,4 bis 4,0 % Wasser im Estrich waren, sind es heute immerhin noch 2,7 bis 3,7 %. Die Belegreife von unter 2,0 % war also immer noch nicht erreicht.

Tja, und da doppelt ja bekanntlich besser hält hatten die Fliesenleger ebenfalls ihren CM-Messkoffer mitgebracht. Die CM-Messung ist zur Bestimmung der Feuchte von mineralischen Baustoffen geeignet. Das Messverfahren kann unkompliziert vor Ort vorgenommen und zählt zu den zerstörerischen Verfahren zur Bestimmung der Feuchte, da für die Messung eine Probe aus dem Estrich entnommen werden muss.

 


Nach genauem Abwiegen der Probe wird diese pulverisiert und unter Hinzugabe von vier  Stahlkugeln mit einer Ampulle Calciumcarbid in einer Stahlflasche mit Manometer durch kräftiges Schütteln vermischt. Nach etwa 15 Minuten entsteht ein konstanter Druck, hervorgerufen durch eine chemische Reaktion. Anhand dieses Drucks und der Menge der entnommenen Probe kann entweder direkt am Manometer oder durch Berechnung und Ablesen in einer Tabelle der Wassergehalt der Probe bestimmt werden. Indem das Prüfgut selektiv entnommen wird, ist es auch möglich, einzelne Bauteilschichten auf deren Durchfeuchtung zu untersuchen (z.B. verputzte Wände). Je nach Material empfiehlt es sich, das Probegut zu sieben, da Kieselsteinchen kein Wasser aufnehmen und das Ergebnis verfälschen können.

Bei diesem Messvorgang wird Calciumcarbid durch Wasser zersetzt und Acetylengas frei. Dem zu prüfenden mineralischen Bauteil wird eine Messprobe je nach vermuteter Durchfeuchtung von ca.10-50 g entnommen.


Die Fliesenleger machten zwei Messungen. Die erste war im grünen Bereich, die zweite entsprach den Ergebnissen des unabhängigen Estrichfeuchtemessers. Auf die Frage an die Fliesenleger, ob eine Estrichprobe aus der Oberfläche des Estrichs ausreichend sei, antwortete dieser, dass bei diffundierender Feuchtigkeit dieser Bereich am feuchtesten und deshalb am besten geeignet sei. Erst später wusste ich, dass das Blödsinn ist. 

Und da doppelt und dreifach ja bekanntlich besser hält, bat man den Chef der Firma, die an diesem Tag die Verfugungsarbeiten ausführte, auch gleich um eine Messung. Die war wohl auch ernüchternd denn die fünf Mitarbeiter der Firma Wendt waren bereits zu anderen Baustellen gefahren, die beiden anderen packten gerade ihre Sachen. 

 

Sie hatten vorher noch schnell die Wandfliesen im EG-Bad verfugt und eine übergeflieste Leerdose zugänglich gemacht. Wie ich aus den Gesprächen heraushörte war man in der Installationsfirma not very amused, dass hier heute sieben halbe Manntage dabei draufgegangen waren um einerseits festzustellen, dass die Bautrockner eine weitere Woche die Belagsarbeiten ausbremsen werden und sich andererseits die Korrektur der Vorwandelemente schwieriger gestaltete als angenommen.

 


Der Fugenbauer hat übrigens sauber gearbeitet. Zudem hat er das zu tief sitzende Dichtungsband über der Haustür korrigiert und sauber versiegelt.

 

Auch die Bedenken die wir wegen den fehlenden Rolladenführungsschienenendkappen hatten, hat er zerstreut. Er hat an den entsprechenden Stellen ordentlich Hinterfüllschnur reingestopft, anschließend dauerelastisch mit grauem Silikon versiegelt und besandet. Wahrscheinlich sind diese Anschlusspunkte zwischen der abfallenden Klinkerrollschicht und der Führungsschiene nun sogar dichter als hätte man sie mit originären Endkappen ausgeführt.

Das Thema mit den angeblich zu hohen Vorwandelementen im DG-Bad ließ mir keine Ruhe. Ich war mir so sicher, dass ich sie während der Rohbauphase kontrolliert hatte. Allein das richtige Maß, es sollten 1,11 m ab Oberkante Rohfußboden bis OKFF sein, kam mir wegen der Häufung der vielen Einsen sehr bekannt vor. Ich fuhr deshalb abends noch mal mit dem Giedermaßstab zur Baustelle. Ich war noch auf der Treppe zum Dachgeschoss, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Da hätte ich Depp auch gleich drauf kommen können.

 

Die Trockenbauer hatten während meiner Abwesenheit die Türöffnungen unterhalb der Stürze mit 20mm dicken Rigips-Streifen unterfüttert. Und diese Maßnahme ist bei allen Türöffnungen im Dachgeschoss erfolgt. Korrigiert man so die Höhe der Ablagen im Badezimmer? Meiner Meinung kann man so vielleicht ein falsches Wandöffnungsmaß korrigieren, bei nur 20mm wird ein Tischler damit wahrscheinlich auch keine Probleme haben. Ich war aber dabei, als die Stürze von den Trockenbauern eingebaut wurden. Das Maß passte und so doof kann eigentlich niemand sein, dass ihm so ein Messfehler bei allen fünf Wandöffnungen passiert. Auch unser Tischler, der für unsere Innentüren in Eigenleistung bereits in der Trockenbauphase das Aufmaß genommen hatte, hätte ein 2 cm zu großes Wandöffnungsmaß doch moniert. 

 


Mein Verdacht wurde bestätigt als ich das Höhenmaß der Steckdosenbuchsen in zwei Räumen nahm. Auch die Steckdosen sitzen ca. 2,5 cm zu hoch, nämlich auf 32,5 cm. Der Elektriker hatte sie auf 40 cm ab Oberkante Rohbaudecke installiert. Nach Einbau des Fußbodens, der Aufbau beträgt laut Werkvertrag und Zeichnung 10 cm, hätten sie eigentlich auf der üblichen Höhe von 30 cm liegen müssen. Der Fußbodenaufbau ist in den vier DG-Wohnräumen also ca. 2,5 cm geringer als vereinbart.

 

Im Badezimmer stellte sich die Situation nach dem abgebrochenen Nachbesserungsversuch zwecks Korrektur der Ablagehöhen so dar. Wenigstens war es so nun möglich problemlos die Höhe des Fußbodenaufbaus im Bad zu prüfen. Unter dem unten freiliegenden Vorwandelement, welches direkt auf die Rohbaudecke gedübelt wurde, konnte man nun schön den Gliedermaßstab anlegen. Hier beträgt der Fußbodenaufbau sogar nur 7 cm, also 3 cm weniger als vereinbart.

Der Wannenträger steht auf der Rohbaudecke. DIN-gerecht wurde er zwecks Schallentkopplung ca. 1cm von einer Trockenbauwand entfernt aufgestellt. Dazwischen passte genau der Gliedermaßstab. Auch hier beträgt der Fußbodenaufbau lediglich 7 cm.

Zu Hause angekommen schaute ich zunächst in die Baubeschreibung unseres Vertrages. Demnach müsste die Gesamthöhe des Zementstrichs 10 cm betragen. Davon sollten die ersten 4 cm aus einer 4 cm starken Trittschalldämmung bestehen.

Mir fiel ein, dass ich die Dicke der Trittschalldämmung im DG irgendwann mal im Bild dokumentiert hatte. Ich hatte sie damals schon mit nur 3 cm gemessen aber nicht gestutzt. Aber wer rennt schon ständig mit der Baubeschreibung über den Bau um diese abzugleichen?

Im Umkehrschluss hieße dass, dass der Estrich eine Dicke von 7 cm haben müsste, denn 10 cm minus 3 cm macht 7 cm. Wenn ich im Badezimmer jedoch eine Gesamthöhe des Fußbodens von 7 cm messe und davon die 3 cm für die Trittschalldämmung abziehe kann der Estrich an diesen Stellen maximal 4 cm dick sein. Und in dieser 4 cm dicken Estrichschicht befinden sich noch die Heizungsrohre mit einem Außendurchmesser von 14 mm, die im gesamten DG auf die Dämmung getackert wurden. Unsere Bedenken formuliert der Profi, also unsere Bausachverständige, so:

"Es sind für die Fußbodenheizung Verbundplatten mit einer Dicke von 30 mm und darauf Heizungsrohre mit einem Außendurchmesser von 14 mm verlegt worden. Die Höhen des Fußbodenaufbaues liegen stellenweise zwischen 70 und 80 mm (insbesondere im Badezimmer), so dass sich eine Überdeckung der Heizungsrohrleitungen von lediglich etwa 25 – 35 mm ergibt.

Abgesehen davon, dass gem. Baubeschreibung im Dachgeschoss eine Gesamthöhe des Fußbodenaufbaues von 100 mm bzw. 10 cm vereinbart ist, ist bei einem Zementestrich der Festigkeitsklasse F4 und Bauart A nach DIN 18560-2:2004-04 eine Mindestüberdeckung der Heizungsrohre von 45 mm einzuhalten."

Wie so oft im Leben aber gilt "Keine Regel ohne Ausnahme":

"Eine Reduzierung der Estrichdicke ist nur bei höheren Festigkeitsklassen und Erfüllung der Eignungsprüfung gem. DIN 18560-2:2004-04 Abschn. 6.2 zulässig."

Die Beweispflicht liegt nun bei Hausbau Bethel. Wird nun behauptet, der Estrich sei auch so ausreichend tragfähig weil er einer höheren Festigkeitsklasse entspricht, muss dieses durch eine Bestätigungsprüfung belegt werden. Hierzu sind zwei Estrichplatten möglichst trocken aus dem Estrich auszuschneiden und in 3-5 Prüfstreifen von 60 mm Breite zu sezieren. Die Länge der Platte richtet sich hierbei nach der Estrichdicke. Dies ist natürlich für den Bauherrn und gerade bei Fußbodenheizung eine Zumutung, die er aber über sich ergehen lassen muss.

Hinzu kommt, dass eine solche Reduzierung der Estrichdicke bei höheren Festigkeitsklassen nur bis zu einer Mindestdicke von 30 mm zulässig ist. In unserem Fall ergibt sich teilweise eine Überdeckung von nur 25 mm. Insofern erübrigt sich aus meiner laienhaften Sicht eine solche Prüfung.

Nachtrag vom 14.09.07:
Im Rahmen des heutigen (ersten) Abnahmetermins sprach ich das Thema nochmals an. Es ging mir um die zu geringe Stärke der Trittschalldämmung. 4 cm waren im Werkvertrag vereinbart, jedoch wurden nur 3 cm dicke Platten eingebaut. Der Bauleiter argumentierte wie folgt: Im Werkvertrag stehe auch, dass "die Gesamthöhe des Fußbodenaufbaus 10 cm beträgt mit einer 4 cm starken Trittschalldämmung". Der Außendurchmesser der Heizungsrohre beträgt 16mm. Wenn die vorgeschriebene Mindestüberdeckung der Heizungsrohre eingehalten worden wäre und man mit 1 cm Fußbodenbelag kalkuliert, könne die Trittschalldämmung nur noch 3 cm dick sein. Er machte also folgende Rechnung auf:

10 cm Gesamthöhe des Fußbodens
- 1,6 cm Heizungsrohr
- 4,5 cm Estrichüberdeckung
- 1,0 cm Fußbodenbelag
= verbleiben 3 cm für Trittschalldämmung

Nun ja, mathematisch ist hier kaum etwas auszusetzen. Gut, man könnte nun darüber streiten, ob man die Formulierung "die Gesamthöhe des Fußbodenaufbaus beträgt 10 cm" dahingehend auslegen kann, dass hierin auch ein 1 cm starker Belag enthalten sein muss oder eben nicht. Spontan erwiderte ich, dass ich als Laie dann aber zunächst mal davon ausginge, dass der Gesamtaufbau insgesamt 11 cm betragen müsse. Schließlich sei die Formulierung "mit einer 4 cm starken Trittschalldämmung" eindeutig. Wäre die Interpretationsvariante des Bauleiter tatsächlich maßgeblich, könnte man auch die Frage stellen, warum denn ausgerechnet die Dämmung und nicht die Heizungsrohre kleiner dimensioniert worden sind. Wäre natürlich Blödsinn, aber nach dieser Auslegung auch möglich.

Ich habe zu diesem Thema heute ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH, BauR 1995, 538) ausgegraben. Darin heißt es: "Angaben in einem Leistungsverzeichnis sind nach allgemeiner Auffassung so auszulegen, wie es der Empfänger nach Treu und Glauben nach Berücksichtigung der Verkehrssitte verstehen durfte. Maßgebend ist das Verständnis mit dem der durchschnittliche Bieter objektiv die Erklärung verstehen durfte." Daraus ergebe sich folgender Praxishinweis: Die Angaben im Leistungsverzeichnis muss der Unternehmer kritisch lesen, insbesondere die Randbedingungen überprüfen, ob die Angaben sinnvoll sind oder zu Problemen führen. Keinesfalls darf er bei mehreren Interpretationsmöglichkeiten einfach die billigere Lösung kalkulieren. Gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten, muss er beim Auftraggeber nachfragen. 

Juristisch sind wir also auf der sicheren Seite. Im übrigen kann ich mir nicht vorstellen, dass es Hausbau Bethel hier darauf anlegt eine gerichtliche Entscheidung herbeizuführen. Würde ein Gericht der Auffassung des BGH folgen könnten einige Häuslebauer auf die Idee kommen ihren Fußbodenaufbau im DG zu überprüfen.


24.07.2007:

Vormittags waren die beiden Elektriker zur Endmontage da. Alle Schalter- und Steckdosenabdeckungen wurden installiert. Zwischendurch haben zwei Mitarbeiter der Stadtwerke zwei Stromzähler installiert. Den Baustromkasten können wir nun nächste Woche abbauen lassen.


Ortsfeste Installationen müssen aus Sicherheitsgründen den Vorschriften der internationalen Norm IEC 60364 und den entsprechenden nationalen Normen wie DIN VDE 0100 entsprechen. Mit diesem Installationstester, dem Fluke 165x, kann man die Sicherheitskonformität elektrischer Anlagen in häuslichen, gewerblichen und industriellen Anwendungen überprüfen. Die Elektriker haben damit alle Steckdosen getestet und Messungen des Auslösestroms von den Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (FI-Schaltern) vorgenommen.


Die Elektriker haben uns vier Siemens-Rauchmelder dagelassen. Eigentlich wollten sie sie montieren. Da wir bereits eine Rauchmeldeanlage haben, bei der sich die Rauchmelder über Funk im Alarmfall gegenseitig alarmieren, weiß ich noch gar nicht ob und wo ich die Dinger ggf. anbaue. Bei Maxime-Häusern mit Arbeitszimmer gehören eigentlich fünf und nicht nur vier Rauchmelder zum Leistungsumfang. Ich werde den Bauleiter bei Gelegenheit darauf ansprechen.

Unser Bedenkenfax bzgl. der zu geringen Estrichdicke war am 24.07.2007 mittags Hausbau Bethel gesendet worden. Es enthielt auch die Aufforderung, bis zur einvernehmlichen Regelung dieses Punktes keine weiteren Maßnahmen zu veranlassen, durch die die zu geringe Estrichdicke und die daraus resultierende zu geringe Gesamthöhe des Estrichaufbaues lediglich kaschiert jedoch der technische Mangel nicht tatsächlich behoben wird, als da wären Änderung der Höhen der Ablagen in den Bädern, Auffüttern der Türzargen. Nachmittags stellte sich die Situation wiederum so dar.

 


Die Trockenbauer waren offensichtlich erneut tätig geworden. Sie hatten die Ablagenhöhen der Vorwandelemente verringert indem sie die obenauf liegende 25 mm starke Rigipsplatte gegen eine 12,5 mm starke Rigipsplatte ausgetauscht haben. Die Frontplatte wurde dann entsprechend abgehobelt.

 


An den ursprünglichen Verspachtelungen ist dies gut zu erkennen. Links im Bild sieht man, dass die Höhenreduzierung genau der Stärke einer 12,5 dicken Rigipsplatte entspricht. Während man die Laibungen nochmals verspachtelte erkennt man auf 2,50 m Länge eine lange Fuge zu den aufgehenden Wandplatten.

 


Gleichzeitig war der Fliesenleger auf der Baustelle. Er hat versucht die Dichtmanschetten an Dusche und Wanne DIN-gerecht anzubringen. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass die Dichtmanschetten nicht um die Blindstopfen geklebt werden müssen sondern um die Reduzierstücke, die bis auf Außenkante der Fliesen montiert werden. Er antwortete, dass der Heizungsbauer die Reduzierstücke erst im Rahmen der Endmontage installieren wird. Wenn der Heizungsbauer zur Endmontage kommt wird dieser  antworten, dass die Dichtmanschetten nicht mehr änderbar sind, weil sie bereits verfliest sind.

So, und genau für diese Schnittstellenkoordination gibt es den Beruf des Bauleiters.

 

Auf der anderen Seite des Bades wurde die Vorwandelemente heute zusätzlich mit einer weiteren Rigips-Platte beplankt. Die Fuge zwischen Wannenrand und Wandfliesen wäre sonst zu breit gewesen, sagte der Fliesenleger.

 


Anschließend wurde vom Fliesenleger versucht eine DIN-gerechte Abdichtung an der Wanne herzustellen. Nach DIN 18195-5 muss für Verbundabdichtungen an Wand und Boden mit Fliesen und Platten gegen nicht drückendes Wasser in feuchtigkeitsbelasteten Bereichen, z.B. in Bädern, Duschen, Waschräumen, Sanitäranlagen zusätzlich abgedichtet werden. Bei der vorliegenden Beanspruchungsklasse A01 muss diese Abdichtung mindestens 0,5 mm dick sein und wird in zwei Arbeitsgängen bis 20 cm über der Wasserentnahmestelle aufgetragen. 

Bei uns wird diese hochelastische, rissüberbrückende, einkomponentige, lösemittelfreie Flüssigkunststoffabdichtung der Firma Sopro verwendet. Es reicht jedoch nicht aus nur dieses Zeugs aufzustreichen. Im Bereich der Anschlussfugen muss nach der DIN in diese Kunststoffabdichtung ein sog. Anschlussfugenband eingearbeitet werden. Das wurde auf der langen Seite der Wanne, wo die Rigipsplatte vorgeschraubt wurde, nicht getan. Rechts im Bild sieht man wo sich das Wasser seinen Weg suchen wird.



25.07.2007:



Heute war ein Tischlermeister der Tischlerei Bethel da. 

 

Er stellte alle Fenster ein, entfernte die Schutzfolien und montierte die Fensteroliven, Kurbelstangen und Belüftungsabdeckkappen von außen.

 


Ich habe dann alle Rollläden mal hoch- und runtergedreht und auf Laufgeräusche, etc. geachtet. Die Innenseiten der Rollläden an der Nordseite, wo der Dieselmotor des Tiefenbohrgerätes schon die Haustür verschmutzt hatte, sehen auch ziemlich versifft aus. 

 

Im DG-Bad ist mir aufgefallen, dass der Rohrkasten für die Abluft ca. 1 cm tiefer steht als die Wandfensteröffnung.

Im EG-Bad wurde von den Maurern diese Wandöffnung für Heizungsrohre im Bereich der Duschwanne vorgesehen. Sie wurde nicht genutzt aber auch nicht wieder geschlossen. Die lose Trittschalldämmung rieselt heraus. 

Im übrigen rief unsere Bausachverständige heute an und teilt mit, dass Hausbau Bethel aufgrund unseres Bedenkenfaxes einen Ortstermin vorschlägt, der morgen früh um 9 Uhr stattfinden soll. 



26.07.2007:


Der heutige Tag begann für uns sehr zufriedenstellend. Aufgrund der ignorierenden Haltung, die Hausbau Bethel im Zusammenhang mit dem wirkungslosen Fundamenterder an den Tag legt, hatte ich mit einer so schnellen Reaktion seitens Hausbau Bethel nicht gerechnet. Man scheint unser Bedenkenfax bzgl. der zu geringen Estrichüberdeckung im DG nach Rücksprache mit Viebrock in Harsefeld ernst zu nehmen. Das scheint zumindest dann der Fall zu sein, wenn eine andere Firma offensichtlich die A-Karte hat.

Heute erschien gegen 9 Uhr der geballte Sachverstand auf der Baustelle: zwei Diplom-Ingenieure von Hausbau Bethel, ein Vertreter der Firma aus Beckum, die den Estrich gelegt hat, unser Rechtsanwalt, unsere Bausachverständige sowie ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Estrichlegerhandwerk aus Korschenbroich. Letzterer wurde von Hausbau Bethel mit der Begutachtung des Estrichs beauftragt. Unser Bauleiter für den Innenausbau hatte für diesen Termin seinen Urlaub unterbrochen. Er deutete im Vorfeld an, dass man bereit sei den Estrich im schlimmsten Fall ganz auszubauen und neu einzubringen.

Nachdem man sich kurz im Badezimmer vorgestellt hatte ging der Gutachter daran die Estrichdicke mit Hilfe eines Hakenmaßes zu ermitteln. Hierzu steckte er den Haken jeweils im Bereich des Randdämmstreifens zwischen Estrich und Wand, drehte den Haken so, dass er unter den Estrich fasste und zog ihn kräftig nach oben. Auch wenn der Estrich in diesen Randbereichen schüsseln kann, kann so seine exakte Dicke bestimmt werden. Auf diese Weise ermittelte er im Badezimmer Estrichdicken zwischen 35 und 45 mm. Berücksichtigt man nun noch den Außendurchmesser des darin liegenden Heizungsrohrs von 14 mm errechnet sich eine Estrichüberdeckung von nur 21 bis 31 mm.

Nach Auskunft des Mitarbeiters der Estrichlegerfirma ist normaler Estrich der Güte ZE-20 mit Schnellbinder Rapidur von Sopro eingebaut worden. Der Sachverständige aus Korschenbroich bestätigte die Aussage unserer Sachverständigen, dass für einen Zementestrich dieser Festigkeitsklasse (F4) und Bauart A nach DIN 18560-2:2004-04 eine Mindestüberdeckung der Heizungsrohre von 45 mm einzuhalten ist. Fazit: Unabhängig von irgendwelchen Vorschriften und Empfehlungen, der Estrich ist unter Berücksichtigung seiner zukünftigen Belastung definitiv zu dünn eingebaut. Überrascht war ich nicht von diesem Ergebnis. Überrascht war ich jedoch, dass hier endlich mal jemand eine klare Ansage machte. Das war ich während der Bauphase von den von Hausbau Bethel beauftragten Firmen in dieser Form nicht gewohnt. 

Auch meine Vermutung, dass der Estrich in allen anderen DG-Räumen zu dünn ist wurde mittels Messung bestätigt. Der Sachverständige empfiehlt folgendes: die Oberfläche des Estrichs soll durch Anschleifen aufgeraut und anschließend abgesaugt werden. So würde gewährleistet, dass eine kraftschlüssige Verbindung zu einer weiteren 2,5 cm dicken nachträglich aufzubringende Schicht entsteht. Die Estrichindustrie böte entsprechend geeignete Produkte auf dem Markt an. Er bedauerte, dass bereits die Randdämmstreifen bis auf das jetzige Estrichniveau entfernt worden sind. Diese müssen nun wieder angebracht werden.

Meine Bedenken hinsichtlich einer nachteiligen Wärmeleitfähigkeit dieser Nachbesserung konnte er nicht zerstreuen. Die Estrichlegerfirma wird unserer Bausachverständigen nun anhand eines schriftlichen Vorschlages des Gutachters die einzelnen Arbeitsschritte und die zu verwendenden Materialen mitteilen und bestätigen lassen.



Nun ist die Estrichdicke gerade in dem sichtbaren Bereich um die oberste Betontreppenstufe nur ca. 1 cm zu dünn. Wenn aber der Estrich im gesamten DG um 2,5 cm aufgestockt wird, entsteht am Übergang zwischen Emporen-Oberlag und oberster Trittstufe ein Versatz. Aus diesem Grund müssen nun alle Betontreppenstufen ebenfalls aufgesattelt werden um eine solche Stolperfalle zu vermeiden. Hierzu wird jede Stufe eingeschalt und aufbetoniert.

 


Wir standen gerade in der Küche vor der Stelle, wo die Fliesenleger am 23.07. das Material für eine solche CM-Messung aus dem Estrich entfernt hatte. Der Sachverständige bestätigte meine Vermutung, dass eine Estrichprobe aus den ersten ein bis zwei oberflächlichen Centimetern der Estrichdicke nicht ausreichend sei. Eine solche Probe sei weitaus tiefer, aus dem von oben gesehen letztem Viertel des Estrichs zu entnehmen. Nicht zuletzt deshalb gelte die CM-Messung als ein zerstörerisches Messverfahren. Und selbstverständlich müsse eine CM-Messung sowohl im EG als auch im DG nochmals erfolgen bevor hier Bodenfliesen oder sonst etwas verlegt würden. Im Idealfall seien solche Messpunkte bereits im Rahmen der Planung markiert worden um nicht evtl. vorhandene Heizungsrohre zu beschädigen. Der Idealfall ist bei uns nicht vorliegend.

Auf die Estrichfeuchtemessungen angesprochen, die bei uns mit einem elektronischen Gerät vorgenommen wurden, antwortete der Sachverständige für das Estrichlegerhandwerk folgendes. Solche elektronischen Messungen seien allenfalls dazu geeignet um festzustellen, ob eine CM-Messung zum aktuellen Zeitpunkt schon Sinn macht da elektronische Messungen sehr schnell durchführbar sind. Über die CM-Messung mit dem CM-Messkoffer hatte ich mich vor ein paar Tagen (siehe oben) schon mal ausgelassen. Eine solche elektronische Messung könne eine CM-Messung aber nicht ersetzen. Er betonte: eine CM-Messung ist vor dem Belegen UNABDINGBAR vorgeschrieben. Der Bodenbelagsleger ist dazu VERPFLICHTET eine CM-Messung durchzuführen, bei neuen Estrichen MUSS sie gemacht werden. Sie MUSS dokumentiert werden und wird im Idealfall von allen Beteiligten (Bauträger, Bodenbelagshandwerker, Bauherr, etc.) per Unterschrift bestätigt.


Und wenn man nun schon mal den geballten Sachverstand auf der Baustelle hat, sollte man ihn auch nutzen. Auf meinen Hinweis, dass unter der Treppe im EG der Estrich stumpf gegen die erste Stufe gelegt worden sei ohne einen Randdämmstreifen zu kleben, empfahl der Sachverständige hier den Estrich zu entfernen und dies nachzuholen.


Auf meine Bitte wurde auch die Estrichdicke im gesamten EG geprüft. Hier sind jedoch tolerierbare Minderstärken von maximal 1 cm gemessen worden.

Und wenn man nun schon mal einen Vertreter der Firma auf der Baustelle hat, der nicht nur den Estrich sondern auch den Innenputz angebracht hat, sollte man das nutzen.

 

Abschließend versammelte ich die ganz Mannschaft noch kurz unter den Haarrissen in der EG-Decke, die mir gestern aufgefallen waren.

 


Einhellige Meinung: völlig unspektakulär, so etwas kann entstehen, wenn der Kran Paletten etwas unsanfter absetzt, etc. Alle Sachverständigen bestätigten, dass hier kein Mangel vorliege. Dem Sachverständigen für das Estrichlegerhandwerk glaubte ich inzwischen alles, er trat sehr bestimmt und konsequent auf und überzeugte dabei.

Kurz bevor die beiden Bauleiter das Haus verlassen wollten erschienen zwei Mitarbeiter der Firma, die das Holzbrüstungsgeländer anbauen wollten. Die Homepage der Firma findet man hier. Die Bauleiter von Hausbau Bethel erklärten, dass die Montage des Treppengeländers derzeit wenig Sinn mache da sowohl der Estrich im DG als auch die Stufenhöhen noch verändert würden. Nach kurzer Rücksprache mit der Firma zogen die beiden Treppenbauer dann wieder ab.

Zu Hause angekommen klingelte das Telefon. Die Firma Lampe, eine von der Firma Nibe beauftragte Kundendienstfirma aus dem Sauerland, wollte mit mir einen Termin zwecks Inbetriebnahme und Einweisung in die Heizungsanlage machen. Ich verwies auf die veränderte Situation. Schließlich war nun absehbar, dass für das DG das Fußbodenaufheizprogramm nochmals laufen müsste, eine Inbetriebnahme schloss sich deshalb aus meiner Sicht aus. Ich bat darum Rücksprache mit der Firma Nibe und Hausbau Bethel zu halten und mich anschließend noch mal anzurufen. Der Rückruf kam dann auch prompt. Wir stimmten ab, dass ich die Kundendienstfirma informieren werde sobald eine Inbetriebnahme in Frage kommt.



31.07.2007:



 


Der Haustürgriff hat eine Macke. Ich glaube nicht, dass das auf der Baustelle passiert ist, war ja nichts los, seit dem der Tischler da war.


Der Elektriker hat mitgedacht. Er hat im Rahmen der Endmontage erkannt, dass der Raumthermostatregler im EG-Bad in die geplante Fliesenbordüre hereinragen würde und diesen deshalb höher gesetzt.

 


Die Bordüre für das EG-Bad wurde inzwischen geliefert. Sie besteht aus Naturstein- und Glasmosaiken und sieht so aus.

 


Der Bauleiter der Estrichfirma war da und hat CM-Messungen vorgenommen. Im Bad erfolgte diese wegen der FBH in einer Ecke. Dort ist auch gleich der Estrich gebrochen (siehe links). Die Feuchte schwankte im EG und DG zwischen 1,9 und 2,1 %. Nach drei Wochen zusätzlicher Trocknungsdauer können also nun die Bodenfliesen gelegt werden. Im DG wird ab Donnerstag die Estrich-Nachbesserung stattfinden.

 

Ich habe heute die äußeren Lüftungsgitter für die Zuluftzuführungen zunächst geprimert und danach anthrazit matt angesprüht. Sie waren ursprünglich kaminrot, die Farbe biss sich mit dem Klinker. Die Lackierung wurde notwendig weil es die Dinger nur in rot oder weiß gibt. Die Dinger werden dann im Rahmen der Endmontage von den Heizungsbauern in die Wandöffnungen fest eingeklebt. Es ist also wichtig sie vorher zu lackieren weil eine Demontage schwierig würde.

Im EG haben sich an allen Rollladenkästen (hier eine Aufnahme von unten auf die Revisionsklappe) Schimmelsporen gebildet. Unsere Sachverständige erklärte, das kommt regelmäßig dann vor, wenn die Fenster zu früh eingebaut werden und die Feuchtigkeit nicht aus dem Bau entweichen kann. Während der Estrichtrocknungsphase sollten wir ja nur stosslüften. Zum Glück ist die Oberfläche der Klappen laminiert. Hier muss mit einem feuchten Lappen abgewischt werden um die Sporen nicht im Haus zu verteilen. Ich werde einen Kasten dann öffnen lassen um auszuschließen, dass der Schimmel von innen wuchert. Das Thema "Eigenleistung Fensterputzen" hat sich damit für uns erledigt. Zum einen steht davon nichts im Vertrag, zum anderen sehe ich nicht ein, dass wir die Putzspritzer der Verputzer entfernen sollen. Der Bauleiter erwähnte einmal, dass wir diese Putzreste mit dem Fingernagel "absprengen" sollen da sonst Glaskratzer entstünden. Das erschien mir sowieso reichlich abenteuerlich.



02.08.2007:



 


Heute wurden drei Paletten mit dem Estrich-Ausgleichsmaterial Maxit Floor 4150 der Firma Maxit geliefert. Je mm Auftrag pro Quadratmeter werden 1,7 kg davon benötigt. Bei einem zusätzlichen Auftrag von 25 mm Stärke und 80 qm Estrichfläche werden 3,4 Tonnen davon benötigt. Sie kosten rund 3.000 Euro. Die erforderliche Menge war also schon mal da, es waren 134 Säcke à 25 kg. Dass Zeug wird mit ca. 12% Wasser sämig gemacht und dann ins DG gepumpt. Vorher wird der Estrich angeschliffen und abgesaugt, dann erfolgt die Haftgrundierung mit Maxit 4716. 

 


Der Bauleiter der Estrichleger-Firma selbst übernahm die Vorarbeiten. Abends hatte er bereits die erste zu dünne Estrichschicht abgeschliffen, abgesaugt und grundiert. Zudem hat er an den Wänden die Randdämmstreifen erneuert. Im Bereich des Treppenauges und der Dehnungsfugen in den Wandtüröffnungen waren Gefidehn-Dehnungsfugenprofile geklebt worden. Die Ausgleichsmasse ist trotz des geringen Wasseranteils flüssig wie Soße. Es würde sonst das EG fluten. Zusätzlich fixierte er die Profile noch mit Isover-Klebeband auf dem Boden.



03.08.2007:



Morgens erschien der Bauleiter der Estrichleger-Firma mit einem weiteren Mitarbeiter und einem Mitarbeiter der Firma Maxit. Heute soll die Ausgleichsmasse im DG aufgebracht werden.



Der Maxit-Mitarbeiter kam aus Freiburg und hatte eine Mischpumpe der Firma m-tec im Anhänger. Die Duo Mix 2000 kostet ca. 11.000 € brutto. Durch den geteilten Misch- und Pumpenbereich gibt es keine Konsistenzschwankungen nach einer Unterbrechung des Spritzvorganges. Eine optische Kontrolle des gemischten Materials ist während des Betriebs möglich.

 


Zusätzlich wurden überall im DG Abstandshalter aufgestellt. Sie wurden auf 2,5 cm eingestellt. Diesmal wollte man sicher gehen, dass ein ausreichendes Niveau erreicht wird. Bei der sämigen Konsistenz, die sich selbst nivelliert, bietet sich das geradezu an.

 


Tja, und wie das bei Nachbesserungsversuchen oft so ist, klappen die auch nicht so ohne weiteres. Zunächst riss der Schlauchstutzen an der Mischpumpe ab. Dabei wurde unweigerlich unser Vorgarten geflutet. Anschließend fummelte man eine Stunde an dem Ding herum um festzustellen, dass da wohl eine Schweißnaht erneuert werden müsse. Also verabschiedete man sich für eine weitere Stunde um einen Schlosser mit Schweißgerät in der näheren Umgebung zu finden. Nachdem dies erledigt war stellte man fest, dass der noch gefüllte und in der Sonne liegende Schlauch zu einem mit Zement ausgegossenem Rohr mutiert war. Also wurde der Vorgarten erneut geflutet. Die Pumpe mit Rührwerk wurde dabei auch gnadenlos über dem Mutterboden ausgeschüttet und gereinigt.

 


Anschließend sah das dann eigentlich ganz gelungen aus. Aber auch nur eigentlich. Es stellte sich heraus, dass die Randdämmstreifen offensichtlich nicht ganz dicht angebracht worden waren. In allen Räumen bildeten sich an den Wänden kleine Krater. Hier war die Ausgleichsmasse in Hohlräume geflossen. Dort bilden sie dann natürlich Schallbrücken, bis zu acht dieser Stellen habe ich je Raum gezählt. Zudem schränken sie die Bewegungsfähigkeit des schwimmenden Estrichs ein. Vielleicht hätte ich doch darauf bestehen sollen den zu dünnen Estrich samt Heizungsrohren herausstemmen zu lassen?

 


 


Und wer glaubte, der Bedarf an Überraschungen sei für heute gedeckt, wurde doch noch eines Besseren belehrt. Zunächst glaubte ich es nicht. Wir bauen doch ein Viebrockhaus! Mit 2-Liter-Technik! Die sind doch dicht! Da kann uns doch so etwas gar nicht passieren, so dachte ich. Ich nehme es mit Humor, inzwischen schockt mich hier gar nichts mehr; heute war ja laut Bauablaufplan der Blower-Door-Test und die Abnahme vorgesehen. Klar, wenn man das DG mit Estrich-Ausgleichsmasse flutet kann man Undichtigkeiten in der Bausubstanz natürlich auch feststellen. Das Zeug floss am Rollladen eines EG-Fensters herunter und saute die darunter liegende Klinker-Rollschicht ein. Nun ja, sicher kann man jetzt sagen "Wenn das Zeugs getrocknet ist, ist es jetzt an dieser Stelle aber dicht." Ja, ich wollte weniger subjektiv berichten, Ironie ist hier nicht angebracht, aber es fällt soooo schwer...

 


Apropos Nachbesserungsversuche: Links im Bild nun eine weitere Variante eines gescheiterten Nachbesserungsversuchs. Irgendjemand hat wohl verstanden, dass Isolierfilz für die Schallentkopplung von Aufputz-Armaturanschlüssen nicht geeignet ist. Was eine DIN-gerecht schallentkoppelte Armatur ist weiß dieser jemand aber offensichtlich nicht. Der Isolierfilz wurde nur gegen ein Stückchen herumliegenden Randdämmstreifens ersetzt. Die Wanddübel stehen nun ca. 4 mm hervor, die Wandscheibe schlackert hin und her.

Rechts im Bild ist eine Rohrschelle eines wasserführenden Rohres hinter der Wärmepumpe zu sehen. Die Schelle muss zusätzlich mit Klebeband gegen Wärmeverluste isoliert werden.

 


Abends sah der Vorgarten dann so aus. Überraschender Weise wurde der Garten nicht gesäubert. War ich wirklich überrascht?

 


 

Es hatten sich in jedem Raum kleine Krater gebildet, der Fließestrich hatte sich unter dem Randdämmstreifen hindurch in untere Gefilde verabschiedet. So was nennt man dann Schallbrückenbildung oder Dehnungsfugenvernichtung.

 


Ansonsten machte die Oberfläche optisch einen guten Eindruck. Schön glatt, wie man es mit normalem Estrich nicht hinbekommen hätte.



06.08.2007:



In dieser Woche wird sich hier nichts abspielen. Urlaubsbedingt werden die Fliesenleger erst in der nächsten Woche weitermachen.



07.08.2007:



Unverhofft kommt oft: Der Bauleiter überreichte heute das Telefax eines Schreibens in dem der Elektroinstallateur bescheinigt, dass er am Fundamenterder einen Erdungswiderstand von 5,28 Ohm gemessen habe. Hmm, der Wert wäre ok. Das steht jedoch im Widerspruch zu der Aussage im Schreiben von Hausbau Bethel, welches wir am vom 16.05.07 erhalten haben. Darin hieß es, man habe eine Messung des Fundamenterders vor Ort veranlasst "mit dem Ergebnis, dass die gemessenen Werte zu verbessern seien, damit die Funktion uneingeschränkt gegeben sei.". Was soll ich nun glauben?



08.08.2007:



Heute erschienen zwei Mitarbeiter der Estrichlegerfirma zu einem erneuten Nachbesserungsversuch. Vor dem Aufbringen der Ausgleichsschicht sind wie oben erwähnt die Randdämmstreifen erneuert worden. 

 

Üblicherweise verwendet man einen Randdämmstreifen dieser Art. Er hat unten eine 10 cm breite PE-Folie. Diese wird auf den Fußboden in den Raum hinein verlegt. So wird verhindert, dass Estrich unter dem Randdämmstreifen hindurch läuft und Schallbrücken entstehen. Im schlimmsten Fall läuft der Fließestrich hinter den Randdämmstreifen und schränkt somit die Möglichkeit des "Schwimmens" ein.

 


 


Und genau das ist bei uns passiert. Gut zu erkennen ist, dass der Fließestrich bis hinter den Randdämmstreifen gelaufen. 

Um genau diese Schallbrücken zu entfernen hämmerten heute zwei Mitarbeiter mit Schraubendrehern bewaffnet in den Fugen zwischen Estrich und Rigipswänden herum. Das Ergebnis war unbefriedigend.

 

Hinzu kommt, dass dieser Bereich nicht nachgebessert wurde. Ein gerader Estrich ist in diesem Bereich besonders wichtig, da hier am Übergang zwischen Treppe und Empore keine Stolperfallen entstehen dürfen. Hier liegen mindestens 2 cm Differenz drin. 


Inzwischen wundert mich ja gar nichts mehr. Ich weiß, dass es Mängel oder besser Sachverhalte am Bau gibt, die Grund zu Beanstandungen geben. Es wäre blauäugig zu glauben ich würde als Baulaie all diese Sachverhalte erkennen können. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in diesem Zusammenhang Logik und die Fähigkeit sich in bestimmte Situationen hineinzudenken, sehr hilfreich sein können. Deshalb versuche ich mich oft in die Rolle des Handwerkers hinein zu denken. Ich träume sogar nachts davon. Heute Nacht fiel mir im Nachheinein ein, dass die Leiter des Mitarbeiters der Firma, die die Versiegelungsarbeiten durchgeführt hat, gerade eben lang genug war um die oberen Pfettenköpfe zu erreichen. Ich selbst wäre da nicht hoch geklettert, mir war ja schon das Gerüst fast zu unsicher. Als ich dann heute von oben aus den Dreiecksfenstern auf die Pfettenköpfe schaute bestätigte sich meine Vermutung.

 

Die Pfettenköpfe wurden nur in den von unten sichtbaren Bereichen versiegelt, unten und an den Seiten. Die Versiegelung von oben, also in dem Bereich, wo sich Regen am ehesten niederschlägt, wurde die Versiegelung an allen vier oberen Pfettenköpfen vergessen.

 



Auch die Besandung der Fensterfugen der Dreiecksfenster wurde vergessen. Zudem wurden alle vier Fensterflügel und -rahmen der Dreiecksfenster ca. 1 cm angehobelt. Die Flügel ließen sich sonst nicht schließen.

 


Inzwischen hatten sich die Fallrohre durch die Sommerhitze mehrmals ausgedehnt und wieder abgekühlt. Das Ergebnis: Die Fallrohre rutschen. Dabei kam zu Tage, dass die Anschlussbögen (links im Bild) nicht mit einer entsprechenden Zange konisch geformt sondern nur eingesägt wurden. Wären unter den Schlagschellen (rechts im Bild) fachgerecht Halbwülste aufgelötet worden würden die Rohr nicht rutschen.

 


 


Wie berichtet wurde beim Betonieren der Bodenplatte Anfang Mai vergessen die Durchführungen für die Erdsonden in den HWR einzubringen. Üblicherweise werden hierfür einfach zwei KG-Rohre durch die Delta-Folie gesteckt. Der anschließend aufzubringenden Beton hätte diese Rohre rundum sicher verschlossen. Die später hergestellten Kernbohrungen wurden trotz vorheriger Absprache mit dem Bauleiter und meiner Intervention vor Ort mit nur einer Spannmuffe auf Höhe des Trittschalls verschlossen. So ist im Fußbodenaufbau und in der Bodenplatte nun ein Hohlraum von ca. 30 cm Tiefe entstanden. Der Mangel soll behoben werden indem, wie vorher vereinbart, eine weitere Spannmuffe von unten eingebaut wird, die diesen Hohlraum verschließen soll.

 

Die Einmann-Firma, die die Kernbohrung für die Durchführungen der Soleleitungen vorgenommen hatte, sollte die zwei fehlenden Spannmuffen von außen einbauen. Hierzu musste von außen bis unter die Bodenplatte der Sand entfernt werden. Trotz der Absprache mit dem Bauleiter wurden die Muffen jedoch nicht eingebaut. Eher zufällig sah ich, dass die Firma einen Zettel und eine leere Bauschaum-Dose zurückgelassen hatte. Auf dem Zettel stand, dass die Soleleitungen zu eng an der Bodenplatte lägen und die Muffen deshalb nicht eingebaut werden konnten. Statt dessen wurden zwei Dosen Bauschaum von unten in die Öffnungen entleert. Die Firma verwies darauf, dass der Bauschaum brunnenbaugeeignet sei und entsprechend "ÖKI"-zertifiziert sei. Sorry, aber eine solche "Abdichtung" gegen aufstauendes Sickerwasser ist Murks. Ich verwende diesen Begriff immer dann wenn ich den Ausdruck "Pfusch" vermeiden will. Ich finde er klingt moderater. Ein sog. ÖKI-Zertifikat gibt es in Deutschland nicht. Bauschaum nimmt man immer dann wenn man nicht weiter weiß. Wie gesagt, das ist Murks.

13.08.2007:



Heute erschienen dann erneut zwei Fliesenleger auf der Baustelle. Dies ist dann bereits das Dritte Fliesenleger-Team welches ich kennen lernte. Die vorherigen zwei Trupps mussten ja wegen des noch zu feuchten Estrichs im EG mehr oder weniger unverrichteter Dinge wieder abziehen. Natürlich wussten sie nicht um die Einzelheiten, Übergabegespräche finden in der Firma offensichtlich nicht statt. So erklärte ich dann erst einmal, wie wir das Bad im OG haben wollen, was halbseitiger Versatz ist und in welche Richtung die Fliesen in welchem Raum gelegt werden sollen. Zum Abschluss dann meine obligatorische Bitte: Bevor Ihr irgendetwas macht, von dem Ihr nicht überzeugt seid, dass es so gemacht werden soll, ruft mich bitte VORHER an. Prompt klingelte eine Stunde später das Handy. Die von uns gewünschte Verlegung der Mosaikfliesen auf den Vorwandelementen war missverstanden worden, das klärte sich schnell auf. Egal, besser einmal zuviel telefonieren als einmal zu wenig.


Nachmittags war wohl ein Heizungsbauer da gewesen. Die Fliesenleger hatte meine Bedenken hinsichtlich der DIN-gerechten Abdichtung an den Armaturenanschlüssen an der DG-Dusche ernst genommen und ihn informiert.

Er hat die Reduzierstücke installiert um sie vor dem Befliesen vernünftig abdichten zu können. Schade, dass er nicht gleichzeitig die mehrfach geforderte DIN-gerechte Schallentkopplung der Armaturenanschlüsse vorgenommen hat. Sollte die tatsächlich von hinten durch die Rigips-Wand nachgeholt werden, kann er die Abdichtung wiederholen. Wie das funktionieren soll wenn die Reduzierstücke verfliest sind ist mir derzeit noch ein Rätsel.

Gleichzeitig brachte er die richtigen Spülkastenbetätigungsplatten an. Bei den zunächst gelieferten war das Grohe-Logo an  der kurzen Seite aufgedruckt, es hätte hochkant gelesen werden müssen und ein wenig seltsam angemutet. 



Und auch der Drufi war da! Im Vorfeld war er uns für 291,55 € Euro angeboten worden. Der Bauleiter hat sein Versprechen gehalten, nun ist er im Leistungsumfang enthalten. Kostenneutral. Meine Argument, wie denn ohne Wasserfilter und Druckminderer eine DIN-gerechte Trinkwasserinstallation hergestellt werden soll, hatte wohl überzeugt. 



 


Zunächst trugen die Fliesenleger Tiefengrund mit einer Rolle auf den Estrich auf.

 

Vorher wurden die Estrich-Löcher mit Fliesenkleber zugespachtelt die für die CM-Messungen aufgestemmt wurden.

 


 


Hier sieht man bereits den fertigen Fliesenbelag in der Küche. Hier liegt ebenfalls die V&B-Fliese Sempra in hellbeige. Für meinen Geschmack liegen die Fliesen etwas zu dicht an den Wänden. Eigentlich kann es nicht sein, dass der Estrich breitere Dehnungsfugen hat als der Fliesenbelag.

 


Im DG-Bad wurden bereits die Vorwandelemente von vorn befliest. Die Ablagenflächen hatten nach dem zweimaligen Hoch- und Runterbauen ca. 1 cm Gefälle nach vorn. Deshalb wurde oben drauf zunächst nur mit Fliesenkleber gespachtelt.

 


Die Fensterbank wurde mit mehren Schichten Wedi-Bauplatten auf das erforderliche Niveau gebracht. Wedi-Bauplatten sind genial. Ich habe die Dinger vor sieben Jahren mal in unserem jetzigen Badezimmer verwendet. Andere Hersteller nennen sie Domo-Board oder Jacko-Board. Das Prinzip ist immer das gleiche: Die Dinger sind zwischen 4 und 50 mm dick, bestehen aus Polystyrol-Platten mit einer Mörtelschicht. Man kann sie mit der Stichsäge auf Maß sägen, mit Fliesenkleber fixieren und befliesen. Die dicken Platten sind dann bis zu 500 kg belastbar. Teurer als Porenbeton, aber leichter zu verarbeiten und sehr flexibel. Man kann Wannen damit einfassen oder Regale, Schränke, Ablagen bauen, etc.

 

Auf meinen Wunsch hin wurde der Duschbereich bis unter die Decke mit Sopro-Flächendicht-flexibel abgedichtet. DIN-gerecht eben: ".. bis 20 cm über Wasserentnahmestelle...".

 

 



14.08.2007:



 


Heute waren die beiden Fliesenleger wieder richtig produktiv. Links der fast fertige HWR, rechts im Bild die Speisekammer.

 

Im EG-Bad werden die Bodenfliesen erst bis an die Dusche herangelegt wenn die Duschwanne endlich da ist (Eigenleistung). Unser Lieferant hat da noch Lieferprobleme.

 


Im DG-Bad kleben die ersten Mosaikfliesen und Edelstahl-Eckprofile. Eigentlich wäre das ja Eigenleistung gewesen. Da die Vorwandelemente aber alle krumm und schief waren hätten sie von uns erst gerade gespachtelt werden müssen. Das hielt ich für nicht zumutbar, unser Bauleiter sah das auch so. 

 


Auch die Wanne wurde heute eingefliest. Stellte sich mir die Frage, ob mein Hinweis auf das fehlende Anschlussfugenband ernst genommen worden ist.

Durch die Fliesenfugen unter dem Kleber konnte man es adhoc nicht erkennen.

 


Ich schaute mich um und fand eine Rolle Sopro-Dichtband. Und der davor liegende Netzstreifen war genau so lang wie die Wanne. Ich wurde also ernst genommen.

Neben den Fliesenarbeiten war heute Nachbesserungstag. Die Estrichlegerfirma erschien heute zum dritten Mal zum Nachbessern. Es geht erneut um die Entfernung der Schallbrücken die auch die Bewegungen eines schwimmenden Estrichs aufheben würden. Sie wurden heute mit einem breiten Flachmeißel bearbeitet. Morgen sollen die Estrichfugen an den Rändern nochmals ausgesaugt werden.

 


Zudem erschien die Einmann-Firma, die die Kernbohrung für die Durchführungen der Soleleitungen vorgenommen hatte. Es war der zweite Nachbesserungsversuch, diesmal augenscheinlich ein erfolgreicher. Von außen wurde erneut das Erdreich unter der Bodenplatte weggeschaufelt. Anschließend wurde der Bauschaum aus den Zylinderbohrungen entfernt und die Spannmuffen der Firma Rabeneick hinein gefriemelt. Die Dinger sehen so aus (siehe oben) und kosten ca. 40 Euro das Stück. Das besonderen daran: Geteilte Dichtungen gestatten die nachträgliche Abdichtung bereits vorhandener Leitungen. Sie ersparen auch das lästige Überschieben einer geschlossenen Dichtung über eine längere Distanz. Die Druckringe sind aus einem Hightech-Thermoplast und durch optimale Formgebung bei sachgemäßer Montage bruchfest.

Zeitgleich waren die Dachdecker zu ihrem dritten Nachbesserungsversuch da. Sie weiteten die Fallrohre um die Anschlussbögen vernünftig einführen zu können und befestigten diese dann mit Poppnieten gegen Rutschen.

 

 



15.08.2007:



 

Die Firma, die die Spannmuffen eingesetzt hat, hat offensichtlich vergessen den entfernten Bauschaum mitzunehmen. Grundsätzlich sind alle Firmen von Hausbau Bethel gehalten ihren Müll wieder mitzunehmen und das Haus besenrein zu hinterlassen. Das klappte bis auf wenige Ausnahmen auch ganz gut. Die Nachbarn, die vor kurzem selbst gebaut haben, wunderten sich immer, dass es bei uns rund um Haus immer so aufgeräumt aussieht. Sie selbst hatten da andere Erfahrungen gemacht.

 


 


 


Dann habe ich mir mal angesehen wie das Entfernen der Schallbrücken im Bereich der Randdämmstreifen geklappt hat. Man ging offensichtlich ziemlich rabiat an die Sache heran. Die Rigipsplatten im Sockelleistenbereich sind teilweise derart kaputtgebrochen, dass sie nur noch lose herumhängen. Einige bereits gespachtelte Fugen sind durch das Hämmern aufgebrochen. Das empfinde ich als Murks. Inzwischen denke ich es wäre besser gewesen, wir hätten darauf bestanden den Estrich in Gänze zu erneuern.

Mit den Nachbesserungsarbeiten geht es nicht wirklich weiter, ich habe den Eindruck, dass es an der erforderlichen Koordination dieser Arbeiten mangelt. Wie in der Vergangenheit berichtet sollte um die erste Stufe der Betontreppe, die im EG aufliegt, der Estrich entfernt und der vergessene  Randdämmstreifen eingebaut werden. Ich hatte vorgestern noch ausdrücklich darauf hingewiesen. Heute hat sich das Thema wohl erledigt: die Fliesenleger haben diesen Bereich heute gefliest, der Einbau des Randdämmsteifens ist dadurch  unwesentlich erschwert worden. Aber mich schockt ja inzwischen gar nichts mehr.

Für die Bordüre im EG-Bad muss noch spezieller weißer Fliesenkleber besorgt werden, da in der Bordüre Glasmosaike enthalten sind. Hierbei geht es darum, dass der Kleber nicht durch das transparente Glas scheint oder später vergilbt. Die Bordüre ist Eigenleistung, der aufmerksame Fliesenleger gab mir den Tipp. 

Dann hatte ich Angebote für Laminate eingeholt, die wir irgendwann in Eigenleistung im DG verlegen werden.

 


Wir werden in allen Räumen Laminat der Firma Parador verlegen. Da wir möglichst einheitliche Fußböden haben wollen, haben wir uns für nur zwei Dekore entschieden. Zum einen handelt es sich um dieses Buche-Laminat mit Oberflächenholzstruktur und V-Fuge im Landhausstiel. 

 


Zum anderen um dieses Walnuss-Laminat. 

 

 



16.08.2007:



Heute wollten die Fliesenleger den Boden im DG-Bad belegen. Da im gesamten DG auf den Estrich  nachträglich eine Ausgleichsschicht aufgebracht worden ist habe ich am Montag bereits darauf hingewiesen, dass diese einer bestimmten Trocknungszeit bedarf bis die Belegreife eingetreten ist. Laut Produktdatenblatt beträgt diese je aufgetragenen cm Ausgleichsschicht eine Woche. Das Belegen ist also nicht vor Montag möglich. Die Fliesenleger werden deshalb heute abbrechen und am Montag wieder kommen. Hoffentlich sind es die selben Mitarbeiter. Ich glaube, inzwischen kenne ich schon fast jeden da aus dem Laden. 

 


 


 


Ungeachtet dessen haben sie heute bis auf den Boden fast alles fertig gefliest und auch schon verfugt.

 


 


 


Daneben erfolgte heute die Feinmontage Heizung. Das ist die Montage von Eckventilen, WC-Betätigungen, Drufi, Lüftungsabdeckungen, etc. Daneben bekam ich eine Einweisung in die Bedienung des Drufi, der Heizkörperentlüftung, etc. Anschließend sollte ich per Unterschrift gegenüber der ausführenden Firma bestätigen, dass diese Einweisung erfolgt ist. Damit hatte ich kein Problem. Ein Problem hatte ich mit der Tatsache, dass auf der Erklärung auch stand, die Heizungsanlage sei in einem technisch einwandfreien Zustand übergeben worden. Ich erklärte dem Klempner, dass mit Hausbau Bethel keine Vorabnahmen sondern eine förmliche Abnahme nach § 12 VOB/B vereinbart wurde. Diese Erklärung käme jedoch einer Vorabnahme gleich. Daraufhin wurde die Erklärung gestrichen. Grundsätzlich zweifle ich nicht, dass die Anlage einwandfrei funktioniert. Solange sie jedoch noch nicht in Betrieb ist macht eine solche Erklärung sowieso keinen Sinn. Hinzu kommt zum einen, dass im HWR keine Eckventile montiert wurden. Dies sei im Standard nicht enthalten. Warum das ausgerechnet im HWR und nicht in der Küche oder im Bad der Fall ist konnte mir niemand erklären. Das ist natürlich großer Blödsinn. Unter schlüsselfertig verstehe ich etwas anderes.

Dann habe ich mir Gedanken über die Holztritte auf unserer Betonfertigtreppe gemacht. Diese Tritte erbringen wir ja in Eigenleistung. Wenn sie drauf sind haben wir keinen vernünftigen Abschluss zur angrenzenden Wnd. Dort müsste eigentlich noch so etwas wie eine Sockelleiste angebracht werden um Wandverschmutzungen beim Wischen, etc. zu vermeiden. Da Leisten jedoch nicht vernünftig um die Tritte herum montiert werden können, das sähe einfach nur bescheiden aus, dachte ich an eine Art Treppenwange aus 19mm MDF, die natürlich montiert werden müsste bevor die Tritte drauf kommen. Man könnte auf die obere Kante eine schöne Kante fräsen und anschließend im gleichen Weiß wie das Treppenbrüstungsgeländer lackieren.

Hinzu kommt, dass ich diese LED-Einbaustrahler besorgt habe und zwar die eckige Variante. Je einer dieser Strahler soll je eine Stufe beleuchten. Das sähe dann ungefähr so aus wie rechts im Bild. Die Strahler haben nur eine Einbautiefe von 30 mm und verbrauchen kaum Strom. Die Strahler könnte man größtenteils in der MDF-Platte, die Kabel verdeckt dahinter montieren ohne noch großartig den Putz aufschlitzen zu müssen. Mal schauen, was der Tischler dazu meint.

 

 



 

17.08.2007:



Heute war offensichtlich der Fugenbauer wieder da. Er hat in den Badezimmern mit Silikon verfugt obwohl die noch gar nicht fertiggefliest sind. 



Gleichzeitig hat er die Versiegelung an der Oberseite der Pfettenköpfe nachgeholt. 

 

 



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