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1 Laminat
auf Fußbodenheizung |
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2 Einbau
von Recycling-Schotter nicht ohne wasserrechtliche
Erlaubnis |
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3 Deckenmontage des IKEA-Schiebegardinensystems Kvartal |
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1 Laminat auf Fußbodenheizung
Kann Laminat auf Fußbodenheizung verlegt werden? Die Frage kann man
eindeutig mit „Ja“ beantworten, wenn einige
Punkte beachtet werden. Grundsätzlich ist Laminat
auf Fußbodenheizung eher suboptimal. Fast jeder
andere Bodenbelag ist besser geeignet. Klar sollte sein, dass die Heizkosten bei Laminat
gegenüber einem Fliesenbelag leicht höher sein
werden. Auch das Aufheizen der Räume wird länger
dauern, wenn man den Wärmedurchlasswiderstand
einer verklebten Keramikfliese von durchschnittlich
0,02 qm K/W dem eines schwimmend verlegten Laminatfußbodens
von 0,15 qm K/W gegenüberstellt, ist das auch kein
Wunder.
Herstellerfreigabe
Das zu verlegende Laminat muss grundsätzlich für
Fußbodenheizung freigegeben sein. Das sollte auf
dem Beipackzettel oder auf der Verleganleitung
gekennzeichnet sein. Im Zweifel setzt man sich
vorher mit dem Hersteller in Verbindung und fragt
nach dem Wärmedurchlasswiderstand.
Der
Wärmedurchlasswiderstand
(WDW) gibt Auskunft über den Grad der Wärmedämmung
eines Werkstoffes. Je höher dieser Wert ist, umso höher
ist die isolierende Wirkung und sollte im gesamten
Aufbau der Oberbelagskonstruktion (Dampfsperre+Trittschall+Laminat)
den Wert von 0,15 qm K/W nicht überschreiten. Je geringer dieser Wert ist, desto besser ist die Unterlage für
die Verwendung auf beheizten Bodenflächen geeignet,
umso besser kann die Wärme durchdringen.
Laminat hat laut Herstellerangaben einen Wert von
0,05 bis 0,10 qm K/W, und ist abhängig von Stärke
und Materialdichte. Auch bei den Unterlagen bzw. der
Trittschalldämmung gibt es unterschiedliche Werte
im Wärmedurchlasswiderstand, die wiederum abhängig
von Stärke und Material sind.
Man
kann also sagen, je geringer die Werte der gewählten
Materialien, desto besser ist auch die Effektivität
der Fußbodenheizung. Wichtig ist jedoch das der
Wert von 0,15 qm K/W nicht überschritten wird, da
die Fußbodenheizung sonst nicht mehr wirtschaftlich
arbeitet und die Räume im schlimmsten Fall nicht
mehr richtig aufgeheizt werden können.
Hat
man also beispielsweise ein Laminat mit einem Wert
von 0,07 qm K/W und eine Trittschalldämmung mit
einem Wert von 0,5 qm K/W, so ergibt sich ein Wert
von 0,12 qm K/W. Hinzu kommt noch ein Wert, der
nicht genau berechnet, aber durchaus berücksichtigt
werden sollte, die dämmende Wirkung des
Luftpolsters zwischen den einzelnen Materialien und
den Wert der Dampfsperre. Aus diesem Grund
bevorzugen viele Bauherren fest verklebte Bodenbeläge
wie Parkett oder Teppichböden.
Dampfbremse
Eine
Dampfbremse muss bei neuen Estrichen unbedingt
verlegt werden. Völlig ausreichend sind
Dampfbremsen aus 0,2mm dicker PE-Folie. Eine
PE-Folie 0/2 hat z.B. einen sd-Wert von 20m.
Alu-Folien gelten als ebenfalls als dampfdicht,
haben einen sd-Wert über 1500m. PE-Folien unter
Laminat sind mehr als ausreichend und wesentlich
kostengünstiger als Alu-Folien oder Alu-kaschierte
Trittschalldämmung.
Trittschalldämmung
Die wohl gängigste und auch recyclebare
Trittschalldämmung ist PE-Schaumdämmung. Üblich
sind folgende Dicken mit den angegebenen ca. Werten.
2 mm Trittschalldämmung:
ca. 19db
WDW: 0,044m²K/W
3 mm
Trittschalldämmung: ca. 21db
WDW: 0,065m²K/W
5 mm
Trittschalldämmung: ca. 23db
WDW:0,110m²K/W
Bei Einsatz von empfindlichen elektronischen Geräten(Computer
etc.) wird grundsätzlich empfohlen, auf
Unterlagsmaterialien zurückzugreifen, die
antistatische Eigenschaften haben. Das ist bei
PE-Schaumdämmung wohl eher nicht der Fall. In
diesem Zusammenhang bietet sich deshalb Rollenkork
an. Zu beachten ist aber auch hier, dass bspw. 2mm
dicker Rollenkork einen WDW von immerhin 0,041 qm
K/W aufweist.
Wärmedurchlasswiderstand
Der Wärmedurchlasswiderstand R (früher
1/Λ) ist der
Widerstand, den ein homogenes Bauteil oder bei
mehrschichtigen Bauteilen eine homogene
Bauteilschicht dem Wärmestrom
bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin auf
einer Fläche von 1 m² zwischen seinen Oberflächen
entgegensetzt. Er ist der Kehrwert
des Wärmedurchlasskoeffizienten (Wärmedurchlasszahl).
Der
Wärmedurchlasswiderstand errechnet sich aus dem
Quotienten der Dicke d und der Wärmeleitfähigkeit
(Wärmeleitzahl) λ des Materials eines
homogenen Bauteils. Bei Bauteilen aus mehreren
homogenen Schichten addieren sich deren
Einzelwiderstände.
bzw.
Die Maßeinheit
hierfür ist (m²·K)/W
Quelle: wikipedia.de
2 Einbau
von Recycling-Schotter nicht ohne wasserrechtliche Erlaubnis
Wenn
man ein Haus baut, erfährt man fast täglich
Überraschungen. Wenn der Hausbau beendet ist,
bedeutet das nicht das Ende von
Überraschungen:
Werden
aufbereitete Altbaustoffe wie gebrochener Bauschutt
(Recyclingbaustoffe) im Erdbau verwendet, bspw. für den Wegebau
oder als Ausgleichsschicht unter der Bodenplatte oder dem
Keller, ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Das
gilt unabhängig davon ob sich die Baustelle innerhalb oder außerhalb
von Schutzgebieten (z. B. Wasserschutzgebiete,
Naturschutzgebiete) befindet. Die Mindestgebühr für die
Erlaubniserteilung beträgt 100 €.
Die erforderliche wasserrechtliche Erlaubnis
kann nur erteilt werden, wenn der
Bauschutt weitgehend schadstofffrei und somit
wasserwirtschaftlich unbedenklich ist. Zum
Nachweis der wasserwirtschaftlichen Unbedenklichkeit
ist die Unterschreitung festgelegter
Schadstoffgrenzwerte zu belegen. Hierzu ist eine
chemische Einzelanalyse jeder Bauschuttcharge
erforderlich. Auf diese aufwendigen und
kostenintensiven Einzelfallanalysen kann nur dann
verzichtet werden, wenn der Bauschutt in einer
Recyclinganlage aufbereitet wird, die einer
anerkannten regelmäßigen Güteüberwachung
der wasserwirtschaftlichen Merkmale unterliegt.
Die
Vorgaben zur Güteüberwachung von Bauschutt zur
Verwertung im Straßen- und Erdbau werden in NRW
durch den Runderlass "Güteüberwachung
von mineralischen Stoffen im Straßen- und Erdbau"
vom 09.10.2001 (http://www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/strasse.pdf)
geregelt. Die Liste der Lieferwerke für
Mineralstoffe, die dieser Güteüberwachung
unterliegen, kann beim Ministerium für Bauen und
Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen angefordert
werden. Ich habe hier eine gefunden: Liste
der Lieferwerke für Mineralstoffe
Der
Einbau von Bauschutt ohne eine wasserrechtliche
Erlaubnis hat verwaltungsrechtliche Konsequenzen. So
kann im Einzelfall ein Bußgeld bis zu 50.000 €
verhängt werden.
Uns
wurde damals sog. RC-Schotter von Hausbau Bethel
angeboten. Im Angebot wurde die erforderliche
Erlaubnis nicht erwähnt. Wir haben damals aus
zweierlei Gründen abgelehnt: Zum einen schreckten
uns die Mondpreise ab, zum anderen riet uns unsere
BauSV von Recyclingschotter ab. Der Lieferant, eine
große Abbruchfirma aus Gütersloh, ist übrigens
nicht in Liste der Lieferwerke für
Mineralstoffe, die dieser Güteüberwachung
unterliegen, aufgeführt.
Zusammenfassung:
1.
Wer Recyclingschotter einbauen will braucht eine
wasserrechtliche Erlaubnis. Diese wird nur erteilt,
wenn der Recyclingschotter schadstofffrei ist.
2.
Grundsätzlich muss im Erlaubnisverfahren jede
einzelne Charge chemisch analysiert werden. Es sei
denn, der herstellende Recyclingbetrieb unterliegt
der staatlichen Güteüberwachung.
Mein
Fazit:
-
Recycling-Idealisten
gehen ins Erlaubnisverfahren, beziehen im günstigsten
Fall den Schotter eines Betriebes, welches der Güteüberwachung
unterliegt (siehe o.g. Liste).
-
Umwelt-Aktivisten
bauen gleich den ökologisch unbedenklichen
nicht recycelten Naturschotter ein. Wer den
entsprechenden Auftrag selbst vergibt zahlt
nicht unbedingt mehr als er für den vom
V.-Franchisenehmer angebotenen Recycling-Schotter
bezahlt hätte.

3 Deckenmontage des IKEA-Schiebegardinensystems Kvartal
IKEA
bietet das Schiebegardinen-Systeme „Kvartal“ an. Optisch
hat uns das aus Aluminium gefertigte System sofort zugesagt.
Die Tatsache, dass man es jedoch nicht direkt unter die Decke
schrauben konnte, hatte uns zunächst von einem Kauf
abgehalten.
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Zwar
gibt´s bei IKEA auch diese Befestigungen zur
Montage der ein- oder dreiläufigen
Systemschienen unter der Decke. Jedoch trägt
diese Halterung 4 cm auf. Zum einen erschien
uns das optisch nicht sehr schön, zum anderen
sammelt sich in dem entstehenden schwer zugänglichen
4 cm breiten Zwischenraum zwischen Decke und
Gardinenschiene dann unweigerlich Staub.
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Mein Bruder
hatte das Problem gelöst indem er die mittlere Führungsschiene
stumpf mit einem 3er Metallbohrer perforierte um die Schiene
direkt unter die Decke zu dübeln. Gut, das funktioniert, hat
nur den Nachteil, dass sich in der mittleren Schiene anschließend
die Gardinenlaufleiste nicht mehr bewegen lässt weil sie sich
dort nun die Schraubenköpfe befinden.

An der
Laufleiste wiederum werden sog. Mitnehmer geschraubt, die dafür
sorgen, dass Laufleisten, die in benachbarten Schienen laufen,
beim Zuziehen oder Öffnen der Gardinen mitgenommen werden.
Kann man die mittlere Schiene jedoch nicht nutzen, ist dieser
Effekt auch dahin.

Um
die nun von mir erdachte Befestigungstechnik
nachvollziehen zu können, muss man sich die dreiläufige
Kvartal-Gardinenschiene im Querschnitt anschauen.

Unten
erkennt man die drei Führungsschienen für die
Gardinenlaufleisten, oben den
Nut, indem man die Verbinder zum Verlängern
mehrerer Schienen fixieren kann.
Ich
habe immer irgendwo eine 15mm breite Holzleiste aus
Fichte herumliegen. Damit ziehe ich schon mal
Antennenkabel durch einen 2m langen Mast oder muss
brauche ihn als Schablone. So auch hierfür.

Für
eine 1,40m lange Gardinenschiene sind zwei
Befestigungspunkte erforderlich. Diese beiden Punkte
markiere ich mittig auf der Leiste und bohre sie mit
einem 4er Bohrer hindurch. Die beiden entstehenden
Löcher entsprechen den von mir vorgesehenen
Befestigungspunkten auf der Gardinenschiene.

Anschließend
lege ich die Leiste bündig und mittig
auf die obere Seite (nicht
auf die Seite mit den Führungsnuten) Gardinenschiene und
markiere durch die Holzleiste hindurch die entsprechenden
Bohrpunkte auf der Schiene. Die Schiene wird dann mit einem
3er HSS-Bohrer von oben vorsichtig durchgebohrt. Dabei ist
darauf zu achten, dass die Bohrung genau in der Mitte der
Gardinenschiene erfolgen muss. Ansonsten läuft man Gefahr die
darunter liegende Führungsnut zu beschädigen. Das ganze
sieht dann so aus:

Die
Holzleiste dient jetzt als Schablone. Das heisst, mit ihrer
Hilfe werden nun die Bohrlöcher in der Decke markiert. Hierzu
wird die Holzleiste im entsprechenden Abstand zur Wand unter
die Decke geklebt. Hierfür habe ich gut wieder zu
entfernendes Malerkrepp verwendet. Bei der Messung des
Wandabstandes ist zu beachten, dass evtl. vorhandene Fensterbänke,
Heizkörper, etc. die später herabhängenden Gardinen nicht
behindern werden.

Durch
die Holzleiste hindurch werden nun die Bohrlöcher in der
Decke markiert. Dort werden dann, im Falle einer Betondecke,
6/32er Universaldübel für Betonmauerwerk hinein gesteckt.

Jetzt
kommt der aus meiner Sicht interessanteste Teil der Montage.
Den dreiläufigen Gardinenschienen liegen immer sog. M4-Hülsenmutter
mit Flachlinsenkopf und Innensechskantprofil (Inbus) mit
passendem Inbusschlüssel bei. Diese sind von IKEA eigentlich
für die gemeine Wandkonsolenmontage vorgesehen. Von mir
werden sie nun zweckentfremdet. Vorab habe ich mir im Baumarkt
die oben abgebildeten Stockschrauben besorgt. Sie sind 40 mm
lang und haben oben ein M4-Aussenewinde. 10 Stück kosten
keine zwei Euro. Die Stockschrauben werden nun locker soweit
in die gedübelten Deckenlöcher geschraubt, so dass sie nur
noch ca. 15 mm aus der Decke herausragen.
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Für
Demozwecke habe ich hier mal folgenden
Querschnitt gestellt:
In den oberen Befestigungsnut der
Gardinenschine habe ich die M4-Hülsenmutter
eingeschoben. |

Die
Hülsenmuttern werden später durch die in die Schiene
ausgeführten Bohrungen mit dem beiliegenden Inbusschlüssel
auf die Stockschrauben gedreht. Deshalb werden die
Hülsenmuttern in der Befestigungsnut direkt bis über diese
Bohrungen/Löcher geschoben. Wenn die Bohrungen mittig in der
mittleren Führungsschiene liegt kann man die Hülsenmutter
nun mit dem Inbusschlüssel erreichen. Das sollte man zu
diesem Zeitpunkt mal austesten. Blöderweise rutscht die
Mutter in der Befestigungsnut hin und her. Deshalb habe ich
die Mutter von oben mit etwas weißem Silikon fixiert. Pattex
oder Uhu wird´s aber auch tun. Diese Fixierung ist nur
vorübergehender Natur. Sobald die Hülsenmutter geschraubt
wird, wird der Kleber abreissen.

Die Trocknungszeit des
Klebers kann man zur Anpassung der Endkappen nutzen. Da die
Gardinenschiene plan unter der Decke anliegen wird, trägt der
obere Kragen der Endkappen ca. 2 mm auf. Das zu entfernende Stück
der Kappe habe ich hier einmal schwarz markiert. Diesen
Kragen schneidet man mit der Puk-Säge einfach ab.

Vorher
sollte man daran denken die Röllchen, auf die später
die Laufleisten geklipst werden, in die
entsprechende Führungsnut einzufädeln.
Abschließend
schiebt man die Gardinenschiene bzw. die darin
verklebten Hülsenmuttern auf die immer noch locker
in den Dübeln sitzenden Stockschrauben und zieht
diese, durch die Bohrlöcher in der Gardinenschiene
hindurch, fest an. Dabei werden die Stockschrauben
bis auf ihre endgültige Position in die Dübel
hineingedreht, die Schiene zieht sich fest unter die
Decke.












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